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Karriere: Was nach einer Kündigung zu tun ist

von Kristina Govedarica

Ob Schlecker-Pleite oder Personalverlagerungen bei RWE: Wenn der Job verloren ist, hilft den Betroffenen nur der Blick nach vorn. Was im Ernstfall zu tun ist.  

Nach der Kündigung ist die Suche nach einem neuen Job wichtiger als der Ärger über den Verlust des alten.
Nach der Kündigung ist die Suche nach einem neuen Job wichtiger als der Ärger über den Verlust des alten.

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Schlecker, Neckermann und nun auch RWE. Der Essener Energiekonzern will 2000 Arbeitsplätze streichen und ins Ausland verlagern. Einigen Tausend Menschen droht in diesen Wochen der Verlust des Arbeitsplatzes. Auch wenn die Kündigung noch nicht ausgesprochen wurde, kann allein schon die Aussicht darauf bei den Betroffenen zu Niedergeschlagenheit und Demotivation führen. Wichtig ist in jedem Fall, sich nicht in einen Schockzustand fallen zu lassen oder unnötige Selbstzweifel zu pflegen.

Ist die Kündigung vorhersehbar, gilt es mit dem alten Arbeitgeber möglichst günstige Modalitäten zu verhandeln: Soll ich den Aufhebungsvertrag unterzeichnen? Wie wird die Abfindung ausgehandelt? Wann kann ich aus dem Unternehmen ausscheiden? Bei diesen Fragen ist es ratsam, einen Arbeitsrechtler einzuschalten. Ein Aufhebungsvertrag kann zum Beispiel zu Problemen mit der Arbeitsagentur führen. Ist die Kündigung mit sofortiger Wirkung eingetreten, gilt es ebenfalls, Ruhe zu bewahren. Vor allem: Verabschieden Sie sich in Würde, denn Sie wissen nie, ob Sie die Kollegen eventuell wieder treffen.

1. Schritt: Ruhe bewahren

Klingt banal, fällt aber vielen schwer. Jede Karriere hat ihre Höhen und Tiefen, und Brüche im Lebenslauf sind heute nicht mehr so problematisch. Als Führungskraft haben Sie immerhin nachweislich Erfolge erzielt. Jetzt müssen Sie diese sinnvoll vermarkten.

Bild: Fotolia

Eine Ordnung in das Chaos zu bringen hilft Ihnen, sich von der deprimierten Verstimmung zu lösen und sich abzulenken. Verfassen Sie eine To Do Liste. Denn nun kommen einige Aufgaben auf Sie zu, die dringend erledigt werden müssen. Dazu zählt beispielsweise das Anmelden beim Arbeitsamt. Versäumen Sie es auch nicht, vom bisherigen Arbeitgeber ein Zeugnis einzufordern.

Viele Unternehmen bieten ausscheidenden Mitarbeitern Outplacement-Seminare, die nicht nur beim Aufmotzen des Lebenslaufs helfen, sondern auch wertvollen Rat für die Neuorientierung geben können. Diese Angebote können auch dabei helfen, einen Plan zu erstellen, welche Schritte kurz-, mittel- und langfristig wichtig sind, um eine neue Stelle zu finden. Bevor Sie sich also den Stellenangeboten widmen, stellen Sie sich zunächst die Frage, wohin es  beruflich gehen soll. Wie sollte der nächste Arbeitsplatz aussehen? Bin ich bereit, mich räumlich und beruflich neu zu orientieren?

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 20.07.2012, 11:26 UhrChristoph_Burger

    Ein schöner, nützlicher Artikel. Allerdings verstehe ich mein Geschäft als Karriere- und Bewerbungsberater nicht darin, den "Lebenslauf aufzumotzen". Das Profil herausarbeiten trifft es eher - denn meist vergessen Bewerber, Wichtiges zu erwähnen oder gut zu formulieren. Schöne Grüße, Christoph Burger

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