Karriereleiter: Fortbildungen müssen auf den Einzelnen zugeschnitten sein

Karriereleiter: Wie eLearning die betriebliche Weiterbildung verändert

Fortbildungen müssen auf den Einzelnen zugeschnitten sein

Wenn die Belohnung zu abstrakt (»irgendwie wird das schon gut sein für Ihre Karriere«) oder zu weit entfernt ist (die Beförderung erfolgt erst nach einem Jahr), kann das Gehirn die Weiterbildung zu der tatsächlichen Verbesserung nicht in Bezug setzen.

Es speichert nicht ab, dass man für eine Anstrengung belohnt worden ist und es wird sich für die Zukunft kein positiver Effekt einstellen. Wird die Belohnung jedoch direkt mit dem Lernen in Verbindung gebracht, ist der Mitarbeiter für die Zukunft motiviert, eigenständig weiterzulernen, zum Beispiel indem er neue Anwendungen für das Computerprogramm erarbeitet, die ihm die Arbeit noch weiter erleichtern. Er lernt von nun am im do-it-yourself-Verfahren für seine Karriere.

Warum Menschen eine Weiterbildung machen

  • Zur Umfrage

    Die Industrie- und Handelskammern haben 2014 mehr als 10.000 Teilnehmer der Prüfungsjahrgänge 2008 nach ihren Motiven und Zielen für die Weiterbildung sowie den anschließenden Karriereweg gefragt.
    Quelle: IHK: Aufstieg mit Weiterbildung. Umfrage-Ergebnisse 2014

  • Platz 7

    3 Prozent der Teilnehmer nahmen an IHK-Prüfungen teil, weil sie arbeitssuchend waren.

  • Platz 6

    11 Prozent der Teilnehmer wollten in Zukunft beruflich weniger festgelegt sein.

  • Platz 5

    13 Prozent gaben an, sich ständig an neue Entwicklungen und Anforderungen anzupassen.

  • Platz 4

    15 Prozent gaben an, den Arbeitsplatz sichern zu wollen. Die eigene Kenntnisse zu erweitern und zu vertiefen war ebenfalls für 15 Prozent der Teilnehmer ein Weiterbildungsgrund.

  • Platz 3

    24 Prozent der Teilnehmer wollten etwas Neues lernen und den persönlichen Horizont erweitern.

  • Platz 2

    45 Prozent rechneten sich bessere Einkommensmöglichkeiten aus.

  • Platz 1

    63 Prozent der Teilnehmer wollten aufsteigen oder einen größeren Verantwortungsbereich übernehmen.

Damit es so weit kommt, sind jedoch einige Veränderungen nötig. Vor allem muss Weiterbildung viel stärker auf den Einzelnen, seinen individuellen Wissensstand und seine persönlichen Talente eingehen.

Die beste Lernform ist sicherlich ein Training-on-the-Job, sprich ein Einzeltraining direkt am Arbeitsplatz, wie es in der Berufsausbildung eigentlich seit langem üblich ist. Ein erfahrener Kollege, Vorgesetzter oder Trainer vermittelt das Wissen, indem er es erklärt und vormacht - und der Mitarbeiter macht es nach. Und er bekommt auch gleich ein konstruktives Feedback. Möglich ist auch, dass sich Mitarbeiter zu bestimmten Lernzielen über einen längeren Zeitraum nach festgelegten Regeln gegenseitig beim Lernen unterstützen. Sie sind auf diese Weise sowohl Lernende als auch Lehrende, eine Art ständiger Best-Practice-Austausch. Wichtig ist aber in jedem Fall, dass der Vorgesetzte klar die Ziele einer Weiterbildung definiert - und als Vorbild fungiert.

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Dabei können eLearning-Angebote helfen, wenn sie ein individuell auf den Wissensstand des Mitarbeiters zugeschnittenes Lernen ermöglichen – etwa indem sie eine individuelle Kombination von Online-Lerninhalten ermöglichen. Das aber ist längst nicht so günstig, wie viele Unternehmen sich eLearning wünschen. Zudem folgen viele Kurse noch einem linearen Aufbau.

Insgesamt zeigt das, dass dieser Trend noch am Anfang steht: Hier sind auch die Anbieter gefordert, die Möglichkeiten des Internets in Zukunft noch weiter auszuschöpfen.

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Die Autorin betreibt das Blog "Berufebilder". Sie können auch über Twitter mit ihr in Kontakt treten.

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