Karriereleiter: So führen Sie Ihren Chef

kolumneKarriereleiter: So führen Sie Ihren Chef

Kolumne von Simone Janson

Unternehmen sind auf Innovationen angewiesen. Doch dafür braucht es eine neue Kultur – auch zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern.

Mitarbeiter wählen den Chef - das können sich in Deutschland viele Arbeitgeber ebenso wenig vorstellen wie Arbeitnehmer: Erstere wollen lieber selbstherrlich entscheiden, letztere haben allzu oft das Gefühl, ohnehin nichts verändern und verbessern zu können.

Und das, obwohl viele Chefs unter der Last der Verantwortung leiden, während Mitarbeiter ohne jedes Mitspracherecht schnell resignieren – bis hin zur innerlichen Kündigung. Dabei entstehen viele gute Ideen gar nicht in der Chefetage, die häufig kein Interesse an Veränderung hat. Stattdessen kommen sie von unten - von Menschen, die ganz praktisch Probleme lösen wollen oder müssen.

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Das sind die Top-Karriereziele der Deutschen für 2016

  • 36 Prozent

    Mehr als ein Drittel der Deutschen haben sich zum Ziel gesetzt, nach Feierabend besser abzuschalten, um sich ihrem Privatleben widmen zu können. Das ist das Ergebnis der Studie „Karriereziele 2016“ des Personaldienstleisters ManpowerGroup Deutschland.

  • 32 Prozent

    Mehr Gelassenheit im Job nehmen sich 32 Prozent vor. Sie wollen ihre Arbeit künftig lockerer nehmen.

  • 17 Prozent

    17 Prozent wollen 2016 effizienter arbeiten.

  • 15 Prozent

    15 Prozent wollen weniger arbeiten, um mehr Freizeit zu haben. Ebenfalls 15 Prozent gaben an, im kommenden Jahr den Arbeitgeber wechseln zu wollen.

  • 12 Prozent

    Jeweils zwölf Prozent gaben an, die Zusammenarbeit mit den Kollegen verbessern zu wollen und ihre eigenen Kompetenzen selbstbewusster präsentieren zu wollen.

  • 11 Prozent

    Elf Prozent wollen sich 2016 im Job stärker engagieren.

  • 10 Prozent

    Jeweils zehn Prozent gaben an, im kommenden Jahr mehr Zeit in ihre Karriere investieren zu wollen beziehungsweise ein Studium oder eine Ausbildung beginnen/fortzuführen zu wollen.

  • 9 Prozent

    Jeweils neun Prozent wollen mehr netzwerken beziehungsweise sich neben dem Job weiterbilden.

  • 7 Prozent

    Sieben Prozent wollen sich um eine Beförderung bemühen.

  • 5 Prozent

    Jeweils fünf Prozent wollen im kommenden Jahr innerhalb ihres Unternehmens die Position wechseln beziehungsweise eine berufliche Auszeit nehmen.

Herrschende zetteln keine Palastrevolution an, sagt die Management-Expertin Anne M. Schüller: "Alles schreit nach Veränderung, doch die Beharrungstendenzen in den Führungsetagen sind kolossal. Status, Macht und Kontrolle wieder abzugeben, ist auch verdammt schwer. Es kommt einem Identitätsverlust gleich."

Auch ein Blick in die Geschichte zeigt, dass viele bahnbrechende Neuentwicklungen eher von findigen Außenseitern kamen als von etablierten Unternehmen. Berühmte Beispiele gibt es genug: Alfred Nobel, James Watt, Mark Zuckerberg oder Elon Musk.

Doch damit echte Innovationen entstehen, sind nicht nur neue Ideen, sondern auch neue Unternehmensstrukturen notwendig: Schneller, flexibler, agiler – was verlangsamt, hat ausgedient. Die Zeit scheint reif für neue Führungswege.

Und es gibt auch schon ein paar Ansätze: Zum Beispiel Mitarbeiter, die ihren Chef wählen oder auch abwählen; die ihr Gehalt selbst festsetzen – oder ihre Reisekosten. Mit einem Maximum an Transparenz. Nur muss jeder Mitarbeiter seine Entscheidung im Zweifelsfall vor den Kollegen rechtfertigen.

Ein weiterer Ansatz sind holokratische Management-Methoden, die keine universell-perfekten Lösungen versprechen, sondern immer die jeweils zu diesem Zeitpunkt passende Handlungsalternative suchen. Eine, die etwas ändert, ohne zu schaden. Wie bei einer Fahrradtour, die man zwar grob plant, bei man sich unterwegs immer wieder an den Gegebenheiten der Strecke ausrichtet.

Ziel ist es, mit einer neuen Idee weiterarbeiten zu können. Jede Entscheidung kann jederzeit durch eine bessere ersetzt werden. Das ermöglicht schnelle Reaktionen, nimmt den Druck und verringert die Angst vor Fehlern. Und weil alle Mitarbeiter jederzeit Ideen einbringen können, fühlen sie sich mitverantwortlich.

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