Karriereleiter: Wie eLearning die betriebliche Weiterbildung verändert

kolumneKarriereleiter: Wie eLearning die betriebliche Weiterbildung verändert

Kolumne von Simone Janson

Online-Kurse bestimmen immer stärker die Weiterbildungslandschaft. Es klingt ja auch so schön einfach und billig: Statt einen Trainer anzuheuern, setzen Unternehmen ihren Mitarbeitern einfach Video-Kurse vor. Aber ist Weiterbildung wirklich so einfach? Und welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit eLearning überhaupt funktioniert?

2008 gilt als Geburtsjahr der „Massive Open Online Courses“ - kurz: MOOCS. Damals führten die kanadischen E-Learning-Experten Stephen Downes und George Siemens den offene Online Kurs „Connectivism and Connective Knowledge“ durch. Seither hat sich viel getan. Außerdem sind neue Formate entstanden.

Karriereleiter Wie Sie die richtige Weiterbildung finden

Das Jahr hat gerade begonnen, die guten Vorsätze sind gefasst - was läge da näher, als eine Weiterbildung, die einen beruflich wie privat weiterbringen kann? So finden Sie das richtige Angebot.

Wie findet man in der schier unendlichen Auswahl die beste Weiterbildung? Quelle: Fotolia

Die MOOCS haben sich vor allem im universitären Bereich etabliert: Hier werden die Lerninhalte regelmäßig – zum Beispiel einmal in der Woche – online gestellt. Das fördert das „Dranbleiben“ und den Austausch untereinander. Die Kurse haben oft Tausende Teilnehmer, die nicht nur die Videos verfolgen, sondern miteinander und mit den Lehrenden regelmäßig kommunizieren.

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Im Gegensatz dazu tragen Dozenten von Webinaren beziehungsweise Webinar-Reihen live am Bildschirm vor. Das dauert meist 45 bis 90 Minuten je Sitzung. Teilnehmer können dabei über einen Chat direkt Fragen an den Referenten stellen. Während MOOCs häufig kostenlos angeboten werden, sind viele andere eLearning-Angebote preislich mit normalen Weiterbildungsangeboten vergleichbar.

Anbieter gibt es zahlreiche mit ganz unterschiedlicher Ausrichtung: iversity beispielsweise bietet Online-Kurse im Bereich Hochschul- und Weiterbildung an, mit Partnern wie der der WHU – Otto Beisheim School of Management in Koblenz. Die Pink University hat sich auf eLearning-Angebote für Unternehmen spezialisiert. Der Flowcampus will gezielt kleine Unternehmen unterstützen, die Zukunft der Arbeit aktiv mitzugestalten. Adobe bietet mit Adobe Connect eine häufig genutzte technische Lösung für Webinare an. Und Plattformen wie LearnNow oder eLearning+ geben einen redaktionellen Überblick über Kurse verschiedener eLearning-Anbieter.

Diese positiven Auswirkungen hat Weiterbildung auf die Karriere

  • Zur Umfrage

    Die Industrie- und Handelskammern haben 2014 mehr als 10.000 Teilnehmer der Prüfungsjahrgänge 2008 nach ihren Motiven und Zielen für die Weiterbildung sowie den anschließenden Karriereweg gefragt. Demnach gaben 62 Prozent der Befragten an, dass die Weiterbildung eine positive Auswirkung auf ihre Karriere hatte.

  • Platz 5

    Gut 6 Prozent fanden nach der Weiterbildung einen Arbeitsplatz.

  • Platz 4

    14 Prozent bewältigten ihrer Aufgabe besser als vor der Weiterbildung.

  • Platz 3

    21 Prozent erhöhten die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes.

  • Platz 2

    69 Prozent verbesserten sich finanziell.

  • Platz 1

    74 Prozent derjenigen, die nach der Weiterbildung eine positive Auswirkung bemerkten, gaben an, beruflich aufgestiegen zu sein oder einen größeren Verantwortungsbereich erhalten zu haben.

Die große Flexibilität ist es, die eLearning für Unternehmen so attraktiv macht. Denn in der Regel sind Weiterbildungen erfolgreicher, wenn Mitarbeiter die Möglichkeit haben, sich eigenverantwortlich weiterzubilden und dabei Neues auszuprobieren, statt einfach in irgendwelche Weiterbildungsmaßnahmen gesteckt zu werden.

Doch damit diese Art von Weiterbildung funktioniert, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein. Zunächst sollten die Lernenden einen praktischen Bezug zu ihrem Arbeitsalltag herstellen können. So zeigen die Weiterbildungsstatistiken der Bundesagentur für Arbeit: Teilnehmer, deren Weiterbildung direkt im Betrieb abläuft, werden am häufigsten übernommen.

Weiterbildung sollte also nicht nach dem Gießkannenprinzip irgendwie über alle ausgeschüttet werden, wie es bislang häufig der Fall ist, sondern viel individueller erfolgen: am Arbeitsplatz, in der gewohnten Umgebung und viel stärker ausgehend von den Bedürfnissen des Mitarbeiters.

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