Karriereziele 2017: Deutsche wollen nächstes Jahr Vollgas geben

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Karriereziele 2017: Deutsche wollen nächstes Jahr Vollgas geben

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Karriereziele 2017: Vollgas im Job - aber bitte nicht nach Dienstschluss.

Die klassischen Neujahrsvorsätze sind immer die gleichen: mehr Sport, weniger essen, mehr Zeit mit der Familie verbringen. Und im Beruf? Da wollen die Deutschen 2017 vor allem mehr erreichen - und mehr verdienen.

Alle Jahre wieder nehmen sich die Deutschen so einiges für das neue Jahr vor. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov, gehen 37 Prozent der Bevölkerung mit hehren Zielen ins neue Jahr. Darunter sind die üblichen Verdächtigen: mehr Sport machen, abnehmen, gesünder ernähren, weniger Geld ausgeben, mehr Zeit mit der Familie und Freunden verbringen.

Von der allgemeinen Selbstoptimierung einmal abgesehen, wollen die Deutschen aber auch im Berufsleben etwas verändern. Das belegt jedenfalls die Studie "Karriereziele 2017" des Personaldienstleisters ManpowerGroup. Das Unternehmen hat mehr als 1000 Arbeitnehmer nach ihren Karrierezielen für das Jahr 2017 befragt.

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Das Fazit: Nur 15 Prozent der Befragten sind wunschlos glücklich und haben keine besonderen Karrierevorsätze. Die Mehrheit will dagegen Gas geben und verordnet sich mehr Effizienz und mehr Engagement. Befördert werden oder gleich ein Jobwechsel wären auch chic. Gleichzeitig wollen die Befragten die Arbeitszeit an sich reduzieren und nach Feierabend besser abschalten.

Das sind die Top-Karriereziele für 2017

  • Platz zehn: Beförderung

    Der Personaldienstleister ManpowerGroup hat mehr als 1000 Arbeitnehmer nach ihren Karrierezielen für das Jahr 2017 befragt. Auf Platz zehn landet die Beförderung. Zwölf Prozent der Befragten wollen sich im kommenden Jahr bemühen, auf der Karriereleiter eine Sprosse nach oben zu gelangen.

    Quelle: Studie "Karriereziele 2017"

  • Platz neun: Engagement

    Ein Pony springt nur so hoch wie es muss. 13 Prozent der Befragten wollen im nächsten Jahr allerdings ein bisschen höher springen als verlangt und sich stärker im Job engagieren.


  • Platz acht: Stunden reduzieren

    Mehr Engagement heißt aber nicht zwangsläufig mehr Stunden: Ebenfalls 13 Prozent wollen im nächsten Jahr weniger arbeiten und beispielsweise Stunden reduzieren.

  • Platz sieben: Netzwerken

    Vitamin B ist alles: 13 Prozent wollen im nächsten Jahr mehr Networking betreiben.


  • Platz sechs: Lernen

    14 Prozent wollen sich neben dem Job weiterbilden.

  • Platz fünf: Jobwechsel

    Dem Boss wird es nicht gefallen: 16 Prozent der Befragten wollen sich 2017 bei einem anderen Arbeitgeber bewerben.


  • Platz vier: Zeigen, was man kann

    Ebenfalls 16 Prozent wollen nächstes Jahr ihre Kompetenzen noch selbstbewusster präsentieren.


  • Platz drei: Effizienz

    18 Prozent wollen im nächsten Jahr effizienter arbeiten.


  • Platz zwei: Locker bleiben

    Trotzdem wollen 33 Prozent die Arbeit im nächsten Jahr lockerer sehen.


  • Platz eins: Abschalten

    Vollgas geben, okay, aber nur innerhalb der Arbeitszeit: 34 Prozent wollen in Zukunft nach Feierabend besser abschalten.

"Das bedeutet aber nicht, dass die Deutschen sich auf die faule Haut legen wollen und ihren Job nicht mehr ernst nehmen. Im Gegenteil: Im Büro wollen sie ihre Aufgaben kompetent und zielstrebig erledigen, um dann den Feierabend genießen zu können", sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland.

Mehr Gehalt als Teil der Anerkennung

Auf dem Wunschzettel an den Arbeitgeber steht aber vor allem eines: mehr Geld. 51 Prozent der Befragten wollen im nächsten Jahr von ihrem Arbeitgeber eine Gehaltserhöhung. Im Vorjahr waren es nur 45 Prozent. Damit hat die Frage der Bezahlung wieder an Bedeutung gewonnen.

Die wichtigsten Tipps für Gehaltsverhandlungen

  • Der richtige Zeitpunkt

    Überraschen Sie Ihren Vorgesetzten nicht mit einer Gehaltsforderung. Vereinbaren Sie ein Gespräch und machen Sie deutlich, dass Sie über eine Gehaltserhöhung sprechen möchten. Der beste Zeitpunkt für eine Gehaltsverhandlung bietet sich vor allem dann an, wenn Sie ein Projekt erfolgreich abgeschlossen, einen Neukunden gewonnen haben oder die Personalbudgets erhöht wurden.

  • Vorbereitung

    Sammeln Sie im Vorfeld schlagkräftige Argumente für die Gehaltsverhandlung. Welche Erfolge haben Sie seit Ihrer letzten Gehaltserhöhung erzielt? Hat sich Ihr Aufgabenbereich verändert? Haben Sie Teamverantwortung oder Aufgaben, die nicht direkt zu Ihrem Verantwortungsbereich gehören, übernommen? Ihre Argumente müssen Ihre Forderung stützen, wenn Sie wollen, dass sie erfüllt wird.

  • Vergütung

    Informieren Sie sich über marktübliche Gehälter von Fachkräften mit ähnlicher Qualifikation und Berufserfahrung. Die Robert Half Gehaltsübersicht bietet beispielsweise die Gehaltsspannen für über 100 Berufe im Finanz- und Rechnungswesen, IT- und kaufmännischen Bereich.

  • Alternativen zur Gehaltserhöhung

    Ist aktuell keine monetäre Gehaltserhöhung möglich, sollten Sie nach Zusatzleistungen oder anderen Verbesserungen, wie Zuschüsse zur Weiterbildung, mehr Urlaub oder flexible Arbeitszeiten, fragen. Zeigen Sie Ihrem Arbeitgeber, dass Sie eine Lösung finden möchten, die für beide Seiten akzeptabel ist.

  • Haltung bewahren

    Wichtig ist, bleiben Sie während des gesamten Gesprächs freundlich und professionell. Dies gilt insbesondere dann, wenn aus bestimmten Gründen derzeit keine Gehaltserhöhungen möglich ist. Fragen Sie, wann der richtige Zeitpunkt ist, das Thema erneut anzusprechen. Und in der Zwischenzeit sollten Sie weiter daran arbeiten, Ihre Performance zu verbessern und Ideen einzubringen, die das Unternehmen voranbringen.

Gleichzeitig ist Deutschlands Arbeitnehmern auch die Wertschätzung für die eigene Leistung so wichtig wie noch nie: Jeder Dritte wünscht sie sich für 2017 (33 Prozent im Vergleich zu 27 Prozent im Vorjahr). Knapp jeder Vierte würde zudem seine Arbeitszeit gern selbständig einteilen dürfen.

"Der Ehrgeiz und die Leistungsorientierung der Beschäftigten ist deutlich sichtbar. Dafür wünschen sie sich Anerkennung und Bezahlung", sagt Brune. Arbeitgeber sollten das ernst nehmen. Sonst steigt am Ende die Zahl derer, di 2017 den Arbeitgeber wechseln wollen.

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