Kultusministerkonferenz: Lehrerexamen künftig bundesweit anerkannt

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Kultusministerkonferenz: Lehrerexamen künftig bundesweit anerkannt

Die Länder wollen alle in Deutschland erworbenen Lehrerexamen künftig bundesweit anerkennen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde nach dpa-Informationen am Donnerstagabend auf der Kultusministerkonferenz in Berlin beschlossen.

Damit soll die berufliche Mobilität von Lehrern in der gesamten Bundesrepublik garantiert werden. Bisher war es häufig zu Problemen gekommen, wenn ein Lehrer in ein anderes Bundesland wechseln wollte. Besondere Schwierigkeiten hatten auch angehende Lehrer, wenn sie sich nach erfolgreichem Hochschulabschluss für den Vorbereitungsdienst in einem anderen Bundesland bewarben.

Zwar garantiert eine EU-Richtlinie auch den Lehrern europaweit berufliche Mobilität. Doch innerhalb Deutschlands tun sich die Kultusminister seit Jahren schwer, Lehrerexamen aus anderen Bundesländern vorbehaltlos anzuerkennen. Betroffen sind vor allem Junglehrer, die nach erfolgreichem Studienabschluss den Vorbereitungsdienst - das Referendariat - in einem anderen Bundesland antreten wolle

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Seit Monaten brüteten die Gremien der Kultusministerkonferenz über „Ländergemeinsame Umsetzungsrichtlinien für die Anpassung von Regelungen und Verfahren bei der Einstellung in Vorbereitungs- und Schuldienst“. Auf einem Ministertreffen in Berlin wollte man am Donnerstag den Durchbruch erzielen. Doch wie so oft steckt der Teufel im Detail. Während sich 15 Bundesländer im Grundsatz nahezu einig waren, wurde noch bis zuletzt über bayerische Sonderwünsche gestritten. Hintergrund ist, dass das Bundesbildungsministerium die völlige berufliche Mobilität der Pädagogen innerhalb Deutschlands zur Vorbedingung für ein Sonderprogramm zur Verbesserung der Lehrerausbildung gemacht hat. Der Bund hat dafür den Ländern in Aussicht gestellt, bis 2023 Ausbildungsprojekte an den Hochschulen mit jeweils 50 Millionen Euro jährlich zu unterstützen. Doch ohne Mobilitäts-Garantie soll kein Bundesgeld fließen.

Schon nach der deutschen Einheit stritt die Kultusministerkonferenz drei Jahre darüber, wie mit den in der DDR abgelegten Lehramtsprüfungen umzugehen sei. Erst als der Fachlehrermangel immer größer wurde, waren Pädagogen aus den neuen Bundesländern auch in Hessen und Baden-Württemberg willkommen.

Ab 2014 soll es für Lehrer leichter werden, das Bundesland zu wechseln, so das Versprechen der Kultusminister. Verwiesen wird darauf, dass heute schon tausende Lehrer ohne Probleme einen Platz im Schuldienst eines anderen Bundeslandes fänden. Exakte Zahlen gibt es dazu allerdings nicht, nur Schätzungen.

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Quelle: dpa

So wird davon ausgegangen, dass jährlich etwa 6000 bis 9000 Bewerber nach erfolgreichem Studienabschluss den Vorbereitungsdienst in einem anderen Bundesland antreten - häufig weil im Heimatland die Kapazitäten begrenzt und die Wartezeiten zu lang sind. Doch eingeräumt wird auch, dass allein im Schuljahr 2011/2012 bei etwa 700 Bewerbern der gewünschte Sprung über die Landesgrenze nicht geklappt hat.

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