
Schlauer als der Mensch? IBMs Supercomputer Watson hat das Duell gegen die stärksten Kandidaten der US-Quizshow Jeopardy gewonnen.

Thomas Watson sr., war IBMs erster Chef. Er galt als geschickter Verkäufer und hat viele Management-Prinzipien eingeführt.

Die Hollerith-Lochkarten-Maschine war der Anfang eines globalen Technik-Imperiums. Foto: IBM

Eine Fertigungshalle für Lochkarten-Maschinen vom Typ IBM 602 aus dem Jahr 1947.
Foto: IBM

RAMAC war der erste Computer mit einem Plattenspeicher, dem Vorläufer der Festplatte. Der Plattenspeicher fasste etwas mehr als 1 Megabyte und wog zehn Tonnen. Foto: IBM

Vorreiter der Gleichberechtigung: Eine Frau arbeitet an einem RAMAC-Rechner. Foto: IBM

Klassiker des Industriedesigns: Schreibmaschine IBM Selectric, 1961. Foto: IBM

Der Flug eines Saturn-Rakate zum Mond in den 60er Jahren wurde mit einem IBM 7090-Rechner simuliert. Die Maschine konnte 229 000 Rechenoperationen pro Sekunde ausführen. Foto: IBM

Ein Foto aus dem Jahr 1965: Techniker testen das Modell 40 aus der System 360-Produktfamilie. Foto: IBM

Am 26. Juni 1974 wurde das erste Produkt von einem Barcode-Scanner registriert, eine Packung Kaugummi für 67 Cent. Der Barcode wurde zwar nicht in den IBM-Labors erfunden, wurde dort aber bis zur Marktreife weiterentwickelt. Foto: IBM
Schlauer als der Mensch? IBMs Supercomputer Watson hat das Duell gegen die stärksten Kandidaten der US-Quizshow Jeopardy gewonnen.
Unternehmen haben zwei Möglichkeiten, auf Enthüllungen der Medien zu reagieren: Sie können sich entweder äußern – oder einfach schweigen. Es sieht so aus, als hätten sich die Verantwortlichen von IBM Deutschland für die zweite Alternative entschieden.
"Revolution der Arbeitswelt"

Vor wenigen Tagen berichtete das Handelsblatt, dass der US-Technologiekonzern in Deutschland 8.000 von 20.000 Arbeitsplätzen abbauen will. Bislang hat IBM diese Meldung nicht kommentiert. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ wiederum schreibt in seiner aktuellen Ausgabe, IBM plane eine „Revolution in der Arbeitswelt“. Auch zu dieser Meldung schweigt das Unternehmen bislang – obwohl die Pläne durchaus dazu taugen, die Arbeitswelt nachhaltig zu verändern.
Apokalyptische Pläne
Der „Spiegel“ zitiert in seinem Artikel eine vertrauliche IBM-Präsentation mit dem Titel "Das Beschäftigungsmodell der Zukunft". Vereinfacht gesagt geht es darum, Tausende fester Arbeitsplätze abzubauen, lediglich eine Kernbelegschaft fest zu beschäftigen – und die meisten Spezialisten nur auf Projektbasis einzustellen. Wahlweise einige Tage, Wochen oder Monate.
Natürlich kommen im „Spiegel“-Bericht auch die Gewerkschaften zu Wort, für die solche Pläne einer Apokalypse gleichen. IBM sei dabei, die „Freiberuflichkeit zu pervertieren“ und „sich außerhalb dessen aufzustellen, was in dieser Gesellschaft als verantwortungsbewusst gilt“, wird Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder zitiert.
Solche Zitate zeugen nicht nur von rhetorischer Phantasie – sondern vor allem von bemerkenswerter Realitätsferne.













