Machtspielchen: Wenn Mitarbeiter dem Chef sagen, wo es lang geht

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GastbeitragMachtspielchen: Wenn Mitarbeiter dem Chef sagen, wo es lang geht

Kommunikation, Austausch, Befehlsketten: Differenzen gehören im Job zum Büroalltag fast täglich zum Programm. Besonders schwierig wird es, wenn Spezialisten ihren Vorgesetzten fachlich überlegen sind.

Vom Teamleiter, über Projektmanager bis zum kreativen Kopf definiert jeder die eigene Macht über seine Position. Je weiter oben, desto mehr Macht. Doch die formelle Hierarchie als Maß der Dinge hat in vielen Unternehmen ausgedient: Zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten wird die Aufteilung häufig aufgehoben – die Verteilung der Verantwortlichkeiten kann auch von unten nach oben stattfinden. Die Folge: Die machtvolle Position im Unternehmen wird nicht zwangsläufig von demjenigen bekleidet, der vertraglich geordnet vordergründig am längeren Hebel sitzt.

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Das kann Schwierigkeiten nach sich ziehen: Je größer die Verantwortung der Mitarbeiter wird, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass sich der nächsthöhere Entscheidungsträger vom Elan der darunterliegenden Position überholt fühlt. Noch schlimmer wird es, wenn das vermeintlich schwächere Glied der Kette mehr oder besseres Expertenwissen als der Chef besitzt.

Zur Person

  • Klaus Grochowiak

    Klaus Grochowiak ist Gründer und Leiter der Creative NLP Academy in Wiesbaden sowie mehrfacher Buchautor. Grochowiak bietet Coachings für Führungskräfte und Privatpersonen an.

Dann bleiben sachliche Aspekte auf der Strecke und es geht um gekränkte Gefühle. Wer in einer schwierigen Machtkonstellation steckt, sollte sich die folgenden Punkte zu Herzen nehmen:

1. Übertriebener Angst vor einer Konfrontation kann Sie als Mitarbeiter Kopf und Kragen kosten. Führungskräfte und auch Kritik sind keine Gefahr – vermeiden Sie es unbedingt Autoritätskonflikte auf den Chef zu projizieren.

2. Eruieren Sie als Mitarbeiter die tatsächlichen Machtverhältnisse und lernen Sie ihre eigenen Fähigkeiten und ihre informelle Macht zu begreifen.

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3. Bleiben Sie bei Diskussionen mit Ihrem Chef souverän. Wer sich ohnmächtig fühlt beginnt zu schreien, wer sich stark und sicher ist, bleibt ruhig und gelassen.

4. Suchen Sie sich im Unternehmen den wahren Chef und klären Sie Ihr Anliegen an dieser Position.

5. Verschriftlichte Absprachen mündlich getroffener Vereinbarungen sichern Sie ab. Protokolle sollten unterschrieben werden oder als Mailantwort gesichert werden.

6. Die Machtinteressen Ihres Chefs müssen nicht mit den Machtinteressen seines Chefs oder anderen Führungskräften auf gleicher Ebene identisch sein. Geraten Sie nicht zwischen die Fronten.

7. Lassen Sie sich doch auch einmal auf direkte Machtkonfrontationen ein. Allerdings immer unter der Voraussetzung, dass Sie sich der eigenen Position entsprechend sicher sind.

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