Machtwechsel: So reagieren Sie auf einen neuen Chef

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Machtwechsel: So reagieren Sie auf einen neuen Chef

Mit der Ankunft eines neuen Vorgesetzen werden die Karten im Team neu verteilt. Wer sich geschickt verhält, kann den Führungswechsel als Karriereturbo nutzen.

Ein Chefwechsel führt im Team oft zu vielen Gefühlen: Erleichterung, dass der alte Chef endlich weg ist. Hoffnung, dass jetzt alles besser wird. Gleichgültigkeit, weil man ohnehin weg will. Oder auch Angst, die über Jahre erarbeitete Position zu verlieren.

Mit dem neuen Vorgesetzten fängt auch für die Mitarbeiter oft etwas Neues an. Die Regeln der Zusammenarbeit werden neu abgesteckt, gegenseitiges Vertrauen muss erst erarbeitet werden. Als Doppelbewerbung bezeichnet der Berliner Diplom-Psychologe und Karriereberater Jürgen Hesse von Hesse/Schrader diese Situation. „Der neue Chef muss das Vertrauen des Teams gewinnen und sich einen Eindruck verschaffen, wem er was zutrauen kann“, sagt Hesse. „Um diese Gunst des Chefs müssen sich die Mitarbeiter neu bewerben.“ Jeder sei in der Position sich präsentieren zu müssen. „Teaminterne Hierarchien können ins Wanken geraten“, sagt Hesse. „Alte Verdienste gelten vielleicht nichts mehr.“

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Eine vorausschauende Positionierung fängt schon bei der Verabschiedung des alten Chefs an. „Wer einen guten Draht zum Chef hatte, sollte schauen, dass man in Verbindung bleibt“, sagt Jobcoach Caroline Krüll. Dafür eignen sich etwa Karrierenetzwerke wie Xing oder LinkedIn. „Zum Geburtstag gratulieren oder Weihnachtsgrüße senden –  wer ein gutes Verhältnis hatte, sollte das einfach beibehalten“, rät Krüll. Auch Vorgesetzte seien auf ein Netzwerk guter Mitarbeiter angewiesen, auf die sie bei Bedarf gerne zurückkämen.

Zusagen schriftlich fixieren

Den alten Chef nicht einfach wortlos ziehen zu lassen, rät auch Karriereberaterin Svenja Hofert. Sie empfiehlt, den bisherigen Vorgesetzten um eine kurze schriftliche Referenz zu bitten. „Das können vier Zeilen sein, in denen sich der Chef für die Zusammenarbeit bedankt und kurz aufzählt, was er am Mitarbeiter schätzt.“

Der Vorteil an diesem Mini-Zeugnis: Aufgrund der Form ist die Einschätzung immer positiv, was bei einem Zwischenzeugnis nicht unbedingt der Fall sein muss. Bei einem guten Verhältnis kann aber auch dieses nicht schaden. Deshalb empfiehlt Caroline Krüll, sowohl um Referenz als auch Zwischenzeugnis zu bitten: „Gibt es Ärger mit dem neuen Chef, hat man etwas in der Hand, worauf man verweisen kann.“ Schriftlich fixiert werden sollten auch unter vier Augen getroffene Zusagen, wie die Aussicht auf Beförderung, mehr Gehalt oder Urlaub. „Diese müssen noch vom alten Chef bei der Personalabteilung verankert werden, etwa in Beförderungsplänen“, rät Krüll.

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