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Mehr Führungskompetenz: Potenzial ausschöpfen

Mehr Führungskompetenz: So schaffen Sie den Karrieresprung

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Potenzial ausschöpfen

Schnelle Teambildung
Wer an der Spitze steht, wie VW-Chef Martin Winterkorn, braucht ein Team in seiner Umgebung, auf das er sich verlassen kann. Ob Vorstandskollege, Pressesprecher oder persönliche Assistenz: Hier zählt nur absolute Loyalität. Wer die nicht mitbringt, fliegt. Denn ohne Vertrauen ins direkte Umfeld kann kein CEO erfolgreich arbeiten. Machtkämpfe blockieren wichtige Entscheidungen und kosten unnötig Nerven.

Bild: dpa

Hier können externe Coachs wertvolle Unterstützung für den Wachstumsprozess bieten, denn: Führung ist lernbar. Auf partnerschaftlicher Ebene vermitteln sie jungen Chefs, wie sie an ihrem eigenen persönlichen Wachstum arbeiten und im gleichen Zuge das Potenzial ihrer Mitarbeiter entwickeln.

Susanne Weber, Führungskräftecoach in der Schweiz und in Deutschland, betont die Wichtigkeit von persönlicher Entwicklung auf Führungsebene: „Vorgesetzte müssen in der Lage sein, mit ihren Mitarbeitern konstruktiv zu kommunizieren. Dazu gehört auch, sich immer wieder selbst zu hinterfragen und gezielt an den eigenen Schwächen zu arbeiten. Eine Unternehmenskultur der Verbesserung, der Optimierung, der Selbstreflexion ist heute eine Notwendigkeit, um wirtschaftlich und sozial zu überleben.“

Daran erkennen Sie einen guten Coach

  • Coach setzt klaren Zeitrahmen

    Das Coaching soll vom Volumen her überschaubar sein. "Never-Ending-Stories" sollen vermieden werden auch, um Abhängigkeitsverhältnissen vorzubeugen.

  • Coach prüft, ob die Maßnahme überhaupt sinnvoll ist

    Ein guter Coach prüft, ob Coaching für seinen Adressaten überhaupt die richtige Maßnahme ist. Das Interesse des Auftraggebers (also der Oraganisation oder des Unternehmens) muss sich mit den Interessen des Coachees nicht decken. Ein guter Coach muss aber die Interessen aller Beteiligten berücksichtigen.

  • Der Coach sagt auch "nein".

    Ein guter Coach lehnt Aufträge ab, wenn sie nicht seinen Kompetenzen entsprechen oder sich nicht mit seinen Schwerpunktthemen befassen. Damit gemeinsam definierte Ziele erreicht werden können, muss die Leistungserwartung des Klienten und das Leistungsvermögen des Coaches einander entsprechen.

  • Coach spricht über seine Methoden

    Ein guter Coach benennt die einzelnen Prozessphasen explizit und stellt in Grundzügen sein methodisches und konzeptionelles Vorgehen dar. Der Auftraggeber soll genau überblicken können, worauf er sich einlässt.

  • Coach lässt Zeit zum Nachdenken

    Die Entscheidung für ein Coaching soll der Klient bewusst und ohne Druck treffen - deshalb gibt ein guter Coach dem Klienten nach dem Kennenlerngespräch Bedenkzeit.

  • Coach erkennt seine Grenzen

    Ein guter Coach erkennt Themen und Umstände, die zusätzlicher Beratung bedürfen und leitet diese ein. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine Therapie, Eheberatung oder medizinische Behandlung handeln.

  • Quelle

    Deutscher Bundesverband Coaching e.V. (Hrsg.): Checkliste für Auftraggeber und Klienten. Vorgelegt vom Fachausschuss Mittelstand. Osnabrück: 2010.

Gerade in Start-ups, die anfangs gerne auf Hierarchieebenen verzichten, müsse die ursprünglich erfolgreiche ‚Macherkultur’ durch eine langfristig tragfähige ‚Entwicklungskultur’ ersetzt werden. Die Förderung von Mitarbeitern zu Führungskräften, die Fachwissen, Sozialkompetenz und Führungskompetenz vereinen, sei eine Kernaufgabe, eine wichtige Voraussetzung für Expansion und Erfolg.

Weber: „Start-ups, die noch nicht genug eigene Ressourcen haben, sollten auf Unterstützung von außen zurückgreifen, um eine interne Personalentwicklung aufzubauen. Dabei geht es nicht nur um individuelle Förderung der jungen Führungskräfte, um die Schulung der sogenannten Key-Skills – Beziehungs-, Change-, Kreativitäts- und Projektkompetenz –, sondern im gleichen Zug um den Aufbau von Instrumenten wie zum Beispiel Stellenbeschreibungen, Tätigkeitsprofilen, offiziellen Leistungsbeurteilungen, Zielgesprächen, Feedbackterminen.“

Junge Menschen wollen Freiräume und Feedback

Auch Personalverantwortliche bereits etablierter, konventionell strukturierter Firmen stoßen im Bereich Mitarbeiterentwicklung an ihre Grenzen, wie z. B. bei der Integration einer neuen Generation von Berufseinsteigern: Herkömmliche Führungs- und Arbeitsstrukturen von Unternehmen, die vor einer Dekade – orientiert an hierarchischen Ebenen, festen Produktionsabläufen und Aufstieg nach Senioritätsprinzip – noch funktionierten, schrecken junge Menschen heute eher ab. Sie wünschen sich Flexibilität, Freiräume und regelmäßiges direktes Feedback.

Gestandene Personalleiter, wie Peter M., der seit zwölf Jahren für die Mitarbeiter eines großen Food-Unternehmens verantwortlich ist, fühlen sich schon mal irritiert: „Früher gab es eine solche Anspruchshaltung nicht. Es gehört immer mehr zu meiner Aufgabe, Erwartungen unserer Berufseinsteiger mit der Unternehmensrealität in Einklang zu bringen. Für mich persönlich ist das eine ziemliche Herausforderung, denn ich selbst habe gelernt, dass ich erst mal etwas leisten muss, bevor ich Ansprüche stellen kann. Vielleicht ist das eine altmodische Einstellung, aber damit bin ich hier in unserem Unternehmen nicht alleine.“

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