Potenzial ausschöpfen
Bild: dpaSchnelle Teambildung
Wer an der Spitze steht, wie VW-Chef Martin Winterkorn, braucht ein Team in seiner Umgebung, auf das er sich verlassen kann. Ob Vorstandskollege, Pressesprecher oder persönliche Assistenz: Hier zählt nur absolute Loyalität. Wer die nicht mitbringt, fliegt. Denn ohne Vertrauen ins direkte Umfeld kann kein CEO erfolgreich arbeiten. Machtkämpfe blockieren wichtige Entscheidungen und kosten unnötig Nerven.
Bild: FotoliaPersönlicher Sparringspartner
So wie wir im Privaten gern eine enge Bezugsperson haben, mit der wir über alles ungeschützt und ohne taktische Vorgaben sprechen können, brauchen Personen an der Spitze jemanden, mit dem sie ohne Scheuklappen sprechen können. Denn dort oben ist es einsam, die Gefahr der Isolation groß. Dieser persönliche Sparringspartner kann der Vorgänger im eigenen Amt sein, ein Aufsichtsrat oder Vorstandskollege, aber auch ein externer Berater, der durch seine Außenperspektive.
Bild: dpaDie wichtigsten operativen Themen verstehen und sofort angehen
Ein guter CEO ist nur, wer versteht, wie das operative Geschäft im eigenen Haus funktioniert. Macht er dort Schwachstellen aus, sollte er unverzüglich handeln und Missstände abstellen.
Bild: FotoliaGrundlegende strategische Entscheidungen nicht überstürzen
Auch wenn die Versuchung groß sein sollte: Grundlegende strategische Schwenks brauchen Zeit. Erst wenn das Unternehmen auf stabilen Füßen steht und der CEO das bestehende operative Kerngeschäft im Griff hat, ist die Zeit gekommen, gegebenenfalls über radikale Richtungsänderungen nachzudenken.
Bild: dpaVertrauen durch Transparenz
Neue CEOs stehen unter besonderer Beobachtung – von Mitarbeitern, Konkurrenten, Anteilseignern, Interessengruppen. Gerade gegenüber Kritikern ist Transparenz oberstes Gebot – das schafft Vertrauen bei allen beteiligten Gruppierungen.
Bild: dpaAm Auftritt feilen
Die Strategie des Neuen kann noch so brillant sein – ohne den passenden Auftritt verpufft der Inhalt wirkungslos. Erfolgreiche und angesehene Unternehmenschefs treten derzeit in der Regel bodenständig und bescheiden auf, sind voll informiert über das operative Geschäft, hören Mitarbeitern, Aktionären, Interessengruppen genau und ausführlich zu.
Bild: dpaDirekt kommunizieren
Seitdem digitale Kommunikationskanäle wie Twitter oder Facebook ihren Siegeszug angetreten haben und auch aus der Unternehmenswelt nicht mehr wegzudenken sind, müssen auch CEOs ihr Kommunikationsverhalten überdenken. Im Vergleich zu früher müssen sie ein viel stärkeres Augenmerk auf aufkeimende Gerüchte richten, schneller reagieren und in der Lage sein, auch durch persönlichen Einsatz sich aufheizende Situationen zu entschärfen.
Bild: dpaDie Balance halten
Der Druck, der auf der Person an der Unternehmensspitze lastet, ist enorm. Das bedeutet: Diese Person muss nicht nur ein Unternehmen managen, auch das eigene Leben darf nicht aus dem Ruder laufen. Planen Sie also genügend Puffer ein für Zeit mit Freunden und Familie, für Sport, Schlaf, Nichtstun. Nur so können Sie die nötige Kraft tanken, um Ihrer Aufgabe auf Dauer gewachsen zu sein.
Schnelle Teambildung
Wer an der Spitze steht, wie VW-Chef Martin Winterkorn, braucht ein Team in seiner Umgebung, auf das er sich verlassen kann. Ob Vorstandskollege, Pressesprecher oder persönliche Assistenz: Hier zählt nur absolute Loyalität. Wer die nicht mitbringt, fliegt. Denn ohne Vertrauen ins direkte Umfeld kann kein CEO erfolgreich arbeiten. Machtkämpfe blockieren wichtige Entscheidungen und kosten unnötig Nerven.
Hier können externe Coachs wertvolle Unterstützung für den Wachstumsprozess bieten, denn: Führung ist lernbar. Auf partnerschaftlicher Ebene vermitteln sie jungen Chefs, wie sie an ihrem eigenen persönlichen Wachstum arbeiten und im gleichen Zuge das Potenzial ihrer Mitarbeiter entwickeln.
Susanne Weber, Führungskräftecoach in der Schweiz und in Deutschland, betont die Wichtigkeit von persönlicher Entwicklung auf Führungsebene: „Vorgesetzte müssen in der Lage sein, mit ihren Mitarbeitern konstruktiv zu kommunizieren. Dazu gehört auch, sich immer wieder selbst zu hinterfragen und gezielt an den eigenen Schwächen zu arbeiten. Eine Unternehmenskultur der Verbesserung, der Optimierung, der Selbstreflexion ist heute eine Notwendigkeit, um wirtschaftlich und sozial zu überleben.“
Daran erkennen Sie einen guten Coach
Coach setzt klaren Zeitrahmen
Das Coaching soll vom Volumen her überschaubar sein. "Never-Ending-Stories" sollen vermieden werden auch, um Abhängigkeitsverhältnissen vorzubeugen.
Coach prüft, ob die Maßnahme überhaupt sinnvoll ist
Ein guter Coach prüft, ob Coaching für seinen Adressaten überhaupt die richtige Maßnahme ist. Das Interesse des Auftraggebers (also der Oraganisation oder des Unternehmens) muss sich mit den Interessen des Coachees nicht decken. Ein guter Coach muss aber die Interessen aller Beteiligten berücksichtigen.
Der Coach sagt auch "nein".
Ein guter Coach lehnt Aufträge ab, wenn sie nicht seinen Kompetenzen entsprechen oder sich nicht mit seinen Schwerpunktthemen befassen. Damit gemeinsam definierte Ziele erreicht werden können, muss die Leistungserwartung des Klienten und das Leistungsvermögen des Coaches einander entsprechen.
Coach spricht über seine Methoden
Ein guter Coach benennt die einzelnen Prozessphasen explizit und stellt in Grundzügen sein methodisches und konzeptionelles Vorgehen dar. Der Auftraggeber soll genau überblicken können, worauf er sich einlässt.
Coach lässt Zeit zum Nachdenken
Die Entscheidung für ein Coaching soll der Klient bewusst und ohne Druck treffen - deshalb gibt ein guter Coach dem Klienten nach dem Kennenlerngespräch Bedenkzeit.
Coach erkennt seine Grenzen
Ein guter Coach erkennt Themen und Umstände, die zusätzlicher Beratung bedürfen und leitet diese ein. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine Therapie, Eheberatung oder medizinische Behandlung handeln.
Quelle
Deutscher Bundesverband Coaching e.V. (Hrsg.): Checkliste für Auftraggeber und Klienten. Vorgelegt vom Fachausschuss Mittelstand. Osnabrück: 2010.
Gerade in Start-ups, die anfangs gerne auf Hierarchieebenen verzichten, müsse die ursprünglich erfolgreiche ‚Macherkultur’ durch eine langfristig tragfähige ‚Entwicklungskultur’ ersetzt werden. Die Förderung von Mitarbeitern zu Führungskräften, die Fachwissen, Sozialkompetenz und Führungskompetenz vereinen, sei eine Kernaufgabe, eine wichtige Voraussetzung für Expansion und Erfolg.
Weber: „Start-ups, die noch nicht genug eigene Ressourcen haben, sollten auf Unterstützung von außen zurückgreifen, um eine interne Personalentwicklung aufzubauen. Dabei geht es nicht nur um individuelle Förderung der jungen Führungskräfte, um die Schulung der sogenannten Key-Skills – Beziehungs-, Change-, Kreativitäts- und Projektkompetenz –, sondern im gleichen Zug um den Aufbau von Instrumenten wie zum Beispiel Stellenbeschreibungen, Tätigkeitsprofilen, offiziellen Leistungsbeurteilungen, Zielgesprächen, Feedbackterminen.“
Junge Menschen wollen Freiräume und Feedback
Auch Personalverantwortliche bereits etablierter, konventionell strukturierter Firmen stoßen im Bereich Mitarbeiterentwicklung an ihre Grenzen, wie z. B. bei der Integration einer neuen Generation von Berufseinsteigern: Herkömmliche Führungs- und Arbeitsstrukturen von Unternehmen, die vor einer Dekade – orientiert an hierarchischen Ebenen, festen Produktionsabläufen und Aufstieg nach Senioritätsprinzip – noch funktionierten, schrecken junge Menschen heute eher ab. Sie wünschen sich Flexibilität, Freiräume und regelmäßiges direktes Feedback.
Gestandene Personalleiter, wie Peter M., der seit zwölf Jahren für die Mitarbeiter eines großen Food-Unternehmens verantwortlich ist, fühlen sich schon mal irritiert: „Früher gab es eine solche Anspruchshaltung nicht. Es gehört immer mehr zu meiner Aufgabe, Erwartungen unserer Berufseinsteiger mit der Unternehmensrealität in Einklang zu bringen. Für mich persönlich ist das eine ziemliche Herausforderung, denn ich selbst habe gelernt, dass ich erst mal etwas leisten muss, bevor ich Ansprüche stellen kann. Vielleicht ist das eine altmodische Einstellung, aber damit bin ich hier in unserem Unternehmen nicht alleine.“


























