Mehr Geld, mehr Glück: Warum sich Besserverdiener gesünder fühlen

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Mehr Geld, mehr Glück: Warum sich Besserverdiener gesünder fühlen

Quelle:Handelsblatt Online

Sag mir, wie es dir geht, und ich weiß, wie lange du lebst: Laut einer aktuellen Studie fördert ein höheres Einkommen das persönliche Gesundheitsempfinden. Sorgen macht nur die psychische Belastung jüngerer Menschen.

Macht mehr Geld gesund? Eine Frage, mit der sich das Medienunternehmen Nielsen beschäftigt hat. Das Institut hat gut 6.000 Haushalte in Deutschland nach ihren „gesundheitsspezifischen Einstellungen“ und Gewohnheiten befragt, und ist dabei zu einem zentralen Ergebnis gekommen: Je älter wir sind und je mehr Einkommen wir haben, desto besser schätzen wir unsere persönliche Gesundheit ein. Während sich 75 Prozent der Befragten mit einem ordentlichen Gehalt rundum gesund fühlen, sind dies bei Befragten mit niedrigerem Pro-Kopf-Einkommen nur 60 Prozent. Insgesamt zwei Drittel aller Befragten fühlen sich gesund.

Junge Menschen leiden unter psychischem Stress

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Betrachtet man diejenigen, die sich nicht gesund fühlten – insgesamt also rund ein Drittel der Befragten – so ist davon rund die Hälfte sowohl körperlich als auch psychisch belastet. Weitere 37 Prozent sind hingegen nur körperlich und 12 Prozent nur psychisch belastet. Jüngere Menschen leiden dabei eher unter psychischem Druck als ältere. Das könnte laut Nielsen in der wirtschaftlichen Unsicherheit beim Einstieg in das Berufsleben und in der Doppelbelastung junger Familien liegen. Dementsprechend ist die psychische Belastung der jüngeren Befragten in 2012 im Vergleich zum Vorjahr auch stärker gestiegen als bei den älteren Studienteilnehmern. Insgesamt stieg dieser Wert über alle Bevölkerungsgruppen hinweg um 3 Prozentpunkte.

In acht Schritten zum Burn-Out

  • Erster Schritt

    Es beginnt alles mit dem Wunsch, sich zu beweisen. Dieser aber treibt einen in den Zwang, sich noch mehr anzustrengen, noch mehr zu leisten bzw. es allen recht zu machen. Man nimmt jeden Auftrag an, sagt immer seltener Nein. Jettet von Termin zu Termin. Und nimmt abends Arbeit mit nach Hause.

    (Quelle: Lothar Seiwert, Zeit ist Leben, Leben ist Zeit)

  • Zweiter Schritt

    Man nimmt seine eigenen Bedürfnisse nicht mehr wahr. Schläft zu wenig, isst hastig oder gar nichts. Sagt den Kinobesuch mit Freunden ab.

  • Dritter Schritt

    Man missachtet die Warnsignale des Körpers, wie Schlafstörungen, Verspannungen, Kopfschmerzen, hoher Blutdruck, flaches Atmen, Konzentrationsschwäche.

  • Vierter Schritt

    Um wieder funktionieren zu können, greifen manche zu Drogen wie Schmerzmitteln, Schlaftabletten, Alkohol, Aufputschern.

  • Fünfter Schritt

    Das eigene Wertesystem verändert sich. Die Freunde sind langweilig, der Besuch mit dem Kollegen im Café verschwendete Zeit. Die Probleme mit dem Partner oder Familie nimmt man einfach nicht mehr wahr. Man zieht sich zurück aus gesellschaftlichen Kontakten. Und endet oft in völliger Isolation.

  • Sechster Schritt

    Die Persönlichkeit verändert sich. Alles dreht sich nur noch darum, zu funktionieren, zu arbeiten. Gefühle und Emotionen werden verdrängt. Man verliert den Humor, reagiert mit Schärfe und Sarkasmus, empfindet Verachtung für Menschen, die das Faulsein genießen. Man verhärtet.

  • Siebter Schritt

    Man verliert das Gefühl für die eigene Persönlichkeit. Spürt nur noch Gereiztheit, Schmerzen, Erschöpfung, Überlastung, Angst vor einem Zusammenbruch. Und sonst nichts mehr. Keine Freude, keine Fröhlichkeit, keine Neugierde. Der Mensch funktioniert wie eine Maschine. Die Seele erstarrt.

  • Achter Schritt

    Die wachsende innere Leere, genährt von dem Gedanken "Wenn ich nicht arbeite, was bin ich dann?", führt zur Depression, zur völligen Erschöpfung, zum Zusammenbruch, zum Ausgebranntsein.

Das Einkommen spielt auch beim Gefühl des Abgesichert-Seins gegen Krankheiten eine Rolle. Die Haushalte mit einem hohen Einkommen stimmen der Aussage „Ich bin gut gegen Krankheiten abgesichert“ mit 78 Prozent zu, während die Haushalte mit einem niedrigeren Einkommen nur zu 55 Prozent zustimmen konnten. Insgesamt geben aber zwei Drittel an, gut gegen Krankheiten abgesichert zu sein.

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