MINT-Herbstreport 2016: Es fehlen so viele Naturwissenschaftler wie nie

MINT-Herbstreport 2016: Es fehlen so viele Naturwissenschaftler wie nie

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Ende Oktober 2016 waren in den MINT-Berufen insgesamt 400.300 Stellen zu besetzen. So viele wie noch nie.

Die deutsche Wirtschaft hat einen neuen Rekord zu vermelden: Noch nie wurden so viele Naturwissenschaftler, Informatiker und Techniker gebraucht, wie heute. Doch am gefragtesten sind dabei nicht Akademiker.

Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) hat das aktuelle Herbstgutachten zu MINT-Kräften vorgestellt. Die gute Nachricht: Noch nie gab es in Deutschland so viele Akademiker mit einem Abschluss in Mathe, Chemie, Physik oder Informatik wie heute. Mehr als 2,6 Millionen MINT-Akademiker arbeiten in Deutschland. Hinzu kommen nochmal 9,1 Million Menschen mit einer dualen Ausbildung in einem naturwissenschaftlichen Bereich.

Und jetzt die schlechte Nachricht: Es reicht trotzdem nicht. "Ende Oktober 2016 waren in den MINT-Berufen insgesamt 400.300 Stellen zu besetzen. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat gab es damit insgesamt 32.700 oder 8,9 Prozent mehr offene Stellen in technisch-naturwissenschaftlichen Berufen", sagt Axel Plünnecke. Er ist Leiter des Kompetenzfeld Bildung, Zuwanderung und Innovation am IW. Nie wurden so viele MINT-Kräfte gebraucht, wie derzeit.

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Und es sind gar nicht mal nur die Akademiker, die händeringend gesucht werden: 66 Prozent der offenen Stellen warten auf Facharbeiter, Meister und Techniker.

Die Engpässe wären jedoch noch größer, wenn es keine ausländischen Einwanderer gäbe, so Plünnecke. Demnach stammen viele der MINT-Akademiker aus China, Frankreich und der Russischen Föderation. Die hierzulande tätigen Techniker und Meister kommen häufig aus Polen, Spanien und Indien, die MINT-Fachkräfte aus Polen, Rumänien und Ungarn. "Der Beitrag ausländischer MINT-Arbeitskräfte zur Fachkräftesicherung in Deutschland reicht folglich vom Elektriker bis zum Ingenieur", erklärt Plünnecke.

Warum die Deutschen lieber kaufmännische Berufe ergreifen, lässt sich schwer erklären. Denn sowohl Löhne als auch Arbeitsbedingungen und Jobaussichten von MINT-Fachkräften sind sehr gut. Vielleicht liegt es daran, dass sich deutsche Kinder schon in der Grundschule mit Mathematik schwer tun.

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