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Neue Applikation: Nach Facebook soll nun Linkedin zum Sex-Netzwerk werden

Das Internet wird gern genutzt bei der Suche nach anonymen Sex-Partnern. Jetzt will eine App im Online-Netzwerk Linkedin die Suche erleichtern - unter Arbeitskollegen und im eigenen Netzwerk.

Annährung im Büro: Solche Szenen können künftig auch virtuell stattfinden. Quelle: dpa
Annährung im Büro: Solche Szenen können künftig auch virtuell stattfinden. Quelle: dpa

Das Internet verpasst diesem spannungsreichen Raum nochmal eine zusätzliche Würze. Nachdem die Facebook-App Bang with Friends die anonyme Suche nach potenziellen Sex-Partnern auf der Freundesliste ermöglicht, soll jetzt auch das Online-Berufsnetzwerk Linkedin eine Sex-Börse bekommen. Mit der App Bang with Professionals sollen Linkedin-Mitglieder in ihrem Netzwerk nach entsprechenden Kontakten suchen können. Doch ob das dem beruflichen Netzwerken förderlich ist?

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Sexismus: Regeln für Anstand im Büro

  • Vorbild sein

    Chefs sind verantwortlich für das Büroklima. Umso wichtiger, dass sie alle fair behandeln, egal, ob Mann oder Frau.

  • Nie berühren

    Berührungen zwischen Chef und Mitarbeiterinnen sind unangebracht. Auf den Schulterklopfer verzichten.

  • Sechs-Augen-Prinzip

    Bei Gesprächen besser einen neutralen Zeugen hinzuziehen.

  • Vorsicht Lob

    Auch gut gemeintes, persönliches Lob kann zu leicht umgedeutet werden.

  • Nicht flirten

    Schmeicheleien und Komplimente sind in Büro, Betrieb und Kantine tabu.

  • Bewusstsein schaffen

    Unternehmen sollten in Führungskräfte-Coachings sexuelle Belästigung thematisieren.

  • Warnsignale beachten

    Meidet jemand einen Kollegen bewusst? Das kann ein erstes Indiz sein – nicht jeder meldet Belästigung sofort.

  • Gespräch suchen

    Erfahren Vorgesetzte von einer sexuellen Belästigung in ihrer Abteilung, sollten sie es ernst nehmen– ohne voreilig zu urteilen.

  • Sofort handeln

    Bestätigt sich ein Verdacht, Verhalten sanktionieren – bis hin zur Kündigung.

  • Vorfall aufarbeiten

    Nacheinem Übergriff den Vorfall im Team besprechen, ohne die Privatsphäre des Betroffenen zu verletzen.

Die Mitglieder bei Linkedin sollen immerhin sicher und anonym nach Sex-Partnern suchen können. Das Angebot klingt verlockend: Ähnlich wie das Facebook-Pendant markieren Interessenten in ihrem Netzwerk die Personen, mit der sie ein Liebesabenteuer starten möchten. Beruht das Interesse auf Gegenseitigkeit, bekommen beide Personen eine Mail zugesendet. Was dann passiert, bleibt beiden Seiten überlassen.

Genauso unsicher wie das Facebook-Pendant?

Allerdings darf hier die Frage gestellt sein, ob Bang with Professionals die gleichen Fehler macht wie die Macher von Bang with Friends. Die Facebook-App verstieß nämlich zunächst nach Angaben des Blogs Allfacebook.de gegen die Facebook-Richtlinien. So wurde der Jugendschutz erst im Nachhinein eingeführt.

Und so anonym wie die Macher versprechen, ist Bang with Friends nicht. Die App verhält sich nämlich wie jede andere App auch. Sprich: Wenn der Nutzer bei der Installation eingetragen hat, dass sie für alle sichtbar ist, dann ist sie auch für alle sichtbar. Mit dem neuen Suchtool Graph können Nutzer daher mit einer einfachen Sucheingabe herausfinden, wer unter ihren Freunden die Sex-App verwendet. Der Lust zum Seitensprung hat das aber keinen Abbruch getan - nach Angaben der Hersteller kommen bis zu fünf neuen User pro Minute hinzu.

Die Probleme mit der Anonymität haben die bayrische Justizministerin Beate Merk sogar dazu bewogen, die neue Sexbörse bei Facebook zu kritisieren. "Eine App mit einem solchen Angebot" habe bei Facebook nichts zu suchen, sagte sie jüngst dem Focus. Für ein Paar liegen die Probleme auf der Hand: Sollte etwa eine Nutzerin von dem geplanten Seitensprung ihres Freundes oder Mannes herausfinden, hätte das unmittelbar Folgen für die Beziehung.

Probleme mit Minderjährigen dürften bei Linkedin eher nicht entstehen. Die Folgen von Indiskretionen via Bang with Professionals wären für das Berufsleben trotzdem verherrend. Es ist mindestens genauso gefürchtet wie im privaten Leben, geheime Affären unter Arbeitskollegen im Büro preiszugeben. Wie schon in der Welt vor dem Internet gilt: Möglichst niemand soll von dem geheimen Begehren erfahren.

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