Neues Arbeitszeitenmodell: Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Neues Arbeitszeitenmodell: Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

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Arbeitskultur im Wandel: Firmen flexibilisieren ihre Arbeitszeitmodelle - nicht zuletzt um Geld zu sparen. Damit hat die Stechuhr in vielen Unternehmen endgültig ausgedient.

Quelle:dpa

Kommen und gehen, wann man will: Welcher Arbeitnehmer träumt nicht davon? Viele Unternehmen machen das mit der Vertrauensarbeitszeit jetzt möglich. Ein flexibles Konzept, das aber Kritik erntet.

Die Stechuhr hat vielerorts längst ausgedient. Auch in Form von Chipkarten oder Computer-Log-Ins findet sich die gute alte Zeiterfassungsmethode immer seltener, denn in zahlreichen Betrieben gilt die Devise "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" längst nicht mehr.

Mitarbeiter können frei über ihre Arbeitszeit verfügen - entscheidend ist, was am Ende dabei herauskommt. Denn für das Mehr an Eigenverantwortung müssen diese Beschäftigten im Gegenzug ihre Ziele in einer festgelegten Zeitspanne erreichen.

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Was nach innovativem Konzept klingt, stößt aber nicht bei allen Beteiligten auf Gegenliebe. Gewerkschaften warnen vor versteckter Mehrarbeit und drohender Überlastung.

Das Konzept Vertrauensarbeitszeit

Die Arbeitskultur ist im Wandel. Firmen flexibilisieren ihre Arbeitszeitmodelle - nicht zuletzt um Geld zu sparen. Da erscheint das Konzept der Vertrauensarbeitszeit nur konsequent zu sein.

Die Unternehmen bezahlen ihre Mitarbeiter nicht mehr nach der Dauer ihrer Anwesenheit, sondern nach den Ergebnissen ihrer Arbeit. Der Vorteil für die Betriebe: Überstunden fallen weg, häufig auch kostspielige Zeiterfassungssysteme.

Das lässt das Gewerkschaftslager natürlich nicht kalt: „Die Gefahr einer Überlastung der Beschäftigten ist groß. Zu einer Ausbeutung darf es aber nicht kommen“, sagt Sylvia Skrabs von der Gewerkschaft Verdi. „Die Praxis zeigt, dass unter Vertrauensarbeitszeit viele unterschiedliche Modelle verstanden werden.“

Die Erwartungen der Beschäftigten würden dabei meist aber nicht erfüllt, da das unternehmerische Interesse immer im Vordergrund stünde.

Die Arbeitnehmervertreterin will die Idee nicht verdammen. Ihrer Ansicht nach muss es aber über ein starres Arbeitszeitkonzept hinausgehen: Skrabs spricht sich für eine Arbeitszeitkultur aus, „die den Mitarbeitern Zeitsouveränität und mehr Selbstständigkeit gibt und eben auch gesundheitsverträglich ist“.

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