Pausder auf den Punkt: Frauenquote: Was Start-ups besser machen als Konzerne

kolumnePausder auf den Punkt: Frauenquote: Was Start-ups besser machen als Konzerne

Kolumne von Verena Pausder

Start-ups sind einfach flexibler: Die Unternehmen der modernen Gründerszene brauchen - anders als die herkömmlichen Konzerne - keine Vorschriften, um Frauen in höhere Positionen zu hieven. Eine Kolumne.

Das neue Gesetz schreibt es vor: Die 101 börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen in Deutschland müssen von 2016 an dafür sorgen, dass bei der Neubesetzung von Aufsichtsratsposten in mindestens 30 Prozent der Fälle Frauen zum Zuge kommen. Andernfalls bleibt der Posten unbesetzt. Zudem müssen sich diese sowie 3500 weitere kleinere Unternehmen ein Ziel setzen, welchen Anteil Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat sie bis wann erreichen sollen.

Die Realität ist in beiden Fällen beschämend. Trotz des Gesetzes und aller Versprechen der Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren liegt der Frauenanteil bei den Firmen mit vorgeschriebener fester Quote im Aufsichtsrat aktuell bei 22 Prozent. Ein knappes Fünftel dieser Unternehmen kommt nicht einmal auf zehn Prozent.

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Diese Unternehmen bieten die besten Karrierechancen für Frauen

  • Platz 10

    Für den Frauen-Karriere-Index des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bekommen die teilnehmenden Unternehmen eine Wertung auf einer Skala von 0 bis 100. Je höher die Punktzahl, desto besser die Karrierechancen für Frauen in dem Betrieb.

    Die Symrise AG kam im Jahr 2015 auf 73 von 100 Punkten - im Ranking reicht das für Platz zehn.

    Quelle: Frauen-Karriere-Index

  • Platz 9

    GFT Technologies AG - 75 Punkte

  • Platz 8

    Jeweils 76 Punkte entfallen auf:

    Intel GmbH / Intel Mobile Communications

    DATEV eG

    TÜV Rheinland

    ING-DiBa AG

  • Platz 7

    Jeweils 78 Punkte gehen an

    Bombardier Transportation GmbH

    Uniklinik Köln

  • Platz 6

    Jeweils 79 Punkte für

    Hydro Aluminium Rolled Products GmbH, Grevenbroich

    SEB AG

    KfW

  • Platz 5

    Jeweils 80 Punkte gehen an

    Siemens Betriebskrankenkasse SBK

    HypoVereinsbank

    SMA Solar Technology

  • Platz 4

    Charité Universitätsmedizin Berlin - 81 Punkte

  • Platz 3

    Jeweils 82 Punkte erreichten

    Randstad Deutschland

    Airbus Group Deutschland

  • Platz 2

    Deutsche Telekom AG - 83 Punkte

  • Platz 1

    Hewlett Packard GmbH - 85 Punkte

In den Vorständen der betreffenden Firmen sind nicht einmal 4,5 Prozent Frauen. Die (teilverstaatlichte!) Commerzbank, der Energiekonzern E.On und der Stahlkonzern Thyssenkrupp geben für den Anteil der Frauen im Vorstand gar das Ziel „null“ vor.

Eigentlich müsste man verzweifeln, wie bigott es in den Chefetagen der allermeisten deutschen Großunternehmen zugeht. Und es zeigt auf traurige Weise, dass diese Unternehmen daran nur durch eine gesetzlich aufgezwungene Frauenquote etwas ändern. Die nicht nötig gewesen wäre, hätten sie einfach konsequent Frauen gefördert und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert.

So hoch ist der Frauenanteil in den Dax-Konzernen

  • Adidas

    Bei Adidas liegt der Frauenanteil in Deutschland bei exakt 50 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind es ebenfalls 50 Prozent. Die Führungskräfte des Konzerns sind jedoch nur zu 28 Prozent weiblich.  

  • Allianz

    Bei der Allianz liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 47,5 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 52,9 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind aber nur zu 31,5 Prozent weiblich.  

  • BASF

    Bei der BASF liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 23,7 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 24,4 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind aber nur zu 19,1 Prozent weiblich.  

  • Bayer

    Bei Bayer liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 31 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 37 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind aber nur zu 26 Prozent weiblich.  

  • Beiersdorf

    Bei Beiersdorf liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 50,8 Prozent (Stand: 2014). Die Führungskräfte des Konzerns sind in Deutschland zu 27,5 Prozent und weltweit zu 26 Prozent weiblich.  

  • BMW

    Bei BMW liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 14,8 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 17,8 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind zu 14,2 Prozent weiblich.  

  • Commerzbank

    Bei der Commerzbank liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 51,2 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 52 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind aber nur zu 28,2 Prozent weiblich.  

  • Continental

    Bei Continental liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 21 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 27,3* Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind aber nur zu 10* Prozent weiblich.  

    *Ergänzung der systematischen Belegschaftsdaten um 6 weitere Länder in 2014 mit unterdurchschnittlichem Frauenanteil

  • Daimler

    Bei Daimler liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 15,5 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 16,8 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind ebenfalls zu 15,5 Prozent weiblich.  

  • Deutsche Bank

    Bei der Deutschen Bank liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 47,5 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 41,7 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind aber nur zu 19,4 Prozent weiblich.  

  • Deutsche Börse Group

    Bei der Deutsche Börsen Group liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 37 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 40 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind aber nur zu 15 Prozent (oberes und mittleres Management) und 24 Prozent (Unteres Management) weiblich.  

  • Deutsche Post DHL Group

    Bei der Deutschen Post liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 45,2 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 36 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind aber nur zu 19,3 Prozent weiblich.  

  • Eon

    Bei Eon liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 27 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 29 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind aber nur zu 15,8 Prozent weiblich.  

  • Fresenius

    Bei Fresenius liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 71,5 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind es nur 68,4 Prozent. Die Führungskräfte des Konzerns weltweit sind sogar nur zu 29,9 Prozent weiblich.  

  • Fresenius Medical Care

    Bei Fresenius Medical Care liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 46,5 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 68,7 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind aber nur zu einem Drittel (32,4 Prozent) weiblich.  

  • Heidelberg Cement

    Bei Heidelberg Cement liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 14 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 13 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind aber nur zu 9 Prozent weiblich.  

  • Henkel

    Bei Henkel liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 36 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 33,2 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind aber nur zu einem Drittel (32,5 Prozent) weiblich.  

  • Infineon

    Bei Infineon liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 25,5 Prozent (Stand: 30.09.2014). Weltweit sind 37,1 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind aber nur zu 12,5 Prozent weiblich.  

  • K+S

    Bei K+S liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 9,2 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 12,1 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind weltweit aber nur zu 14 Prozent weiblich.  

  • Lanxess

    Bei Lanxess liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 17,1 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 18 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind weltweit aber nur zu 15,4 Prozent weiblich.  

  • Lufthansa

    Bei der Lufthansa liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 45,8 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 44,7 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind weltweit jedoch nur zu 14,2 Prozent weiblich. Bezieht man Frauen mit Personalverantwortung (inkl. Leitungsebenen und Vorstand) mit ein, liegt der Wert bei 33,7 Prozent.

  • Merck

    Bei Merck liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 38 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind sogar 41 Prozent der Mitarbeiter Frauen. In den Führungskräften des Konzerns sind weltweit jedoch nur 26 Prozent weiblich.  

  • Munich RE

    Bei Munich RE liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 52 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind sogar 54 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die weiblichen Führungskräfte des Konzerns liegen jedoch nur bei 31 Prozent weltweit.

  • RWE

    Bei der RWE liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 21,5 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 26,6 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind aber nur zu 14,3 Prozent weiblich.  

  • SAP

    Bei SAP liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 28,7 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 31* Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind weltweit zu 21,3* Prozent weiblich.

    *Aktuelle Akquisitionen einbezogen und historische Daten entsprechend angepasst 

  • Siemens

    Bei Siemens liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 22* Prozent. Weltweit sind 24* Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind aber nur zu 16* Prozent weiblich.  

    *Stand jeweils 30.09.2013: Siemens ohne Osram

  • Telekom

    Bei der Telekom liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 31,4 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 35,5 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind aber nur zu 25,6 Prozent weiblich.  

  • The Linde Group

    Bei The Linde Group liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 25,4 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 28,7* Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind weltweit aber nur zu 13,9* Prozent weiblich.  

    *inklusive Akquisition von Lincare in den USA

  • Thyssen Krupp

    Bei Thyssen Krupp liegt der Frauenanteil sowohl in Deutschland, als auch weltweit bei 14,5 Prozent (Stand: 2014). Die Führungskräfte des Konzerns sind jedoch nur zu 8,6 Prozent weltweit weiblich.  

  • VW

    Bei Volkswagen liegt der Frauenanteil in Deutschland bei 17,5 Prozent (Stand: 2014). Weltweit sind 15,7 Prozent der Mitarbeiter Frauen. Die Führungskräfte des Konzerns sind aber nur zu 12,1 Prozent weiblich.  

Doch glücklicherweise gibt es Ausnahmen und Lichtblicke: die wachsende Zahl der Start-ups und neu gegründeten Unternehmen meist aus der Digitalwirtschaft. In diesen Unternehmen herrscht eine andere Grundeinstellung in Bezug auf Frauen in Führungspositionen und in Hinsicht auf flexible Arbeitszeitmodelle: Gefördert und befördert wird, wer gut ist. Output ist König, wo und wann der Input erbracht wird, ist zweitrangig. In diesen Unternehmen, in denen es von Anfang an immer auch um selbstbestimmtes Arbeiten und den Sinn der Arbeit geht, wird das Thema Frauenemanzipation, -beteiligung und -gleichberechtigung automatisch mitgedacht. Das heißt, die Frage einer Frauenquote stellt sich hier nicht mehr, weil sie sich durch die gelebte Praxis immer mehr überholt hat.

Aus meiner Sicht ist der entscheidende Faktor, ob Frauen in Unternehmen Karriere machen wollen und können, derjenige, ob ihnen die Freiheit gegeben wird, ihre Inputzeit selber zu steuern, solange der Output stimmt. Und ihren Männern auch.

Denken in starren Strukturen

Mir als Unternehmerin ist es doch viel lieber, wenn eine Mitarbeiterin sagt: Wir haben heute eine Deadline, wenn ich die halten will, muss ich mein krankes Kind mitbringen und vielleicht etwas früher weg, arbeite dafür aber zu Hause weiter. Das setzt Flexibilität der Chefs und der Mitarbeiter voraus, die Fähigkeit, sich in die Situation anderer hinein zu versetzen, und die Bereitschaft, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Mich wundert es am meisten, wenn Konzernchefs, selber Väter vieler Kinder, die Möglichkeiten ersticken, in ihren Unternehmen und während der Arbeit Familie zu leben, weil sie in Hierarchien und starren Strukturen denken.

In der Start-up-Welt steht der Output im Vordergrund, nicht die Art und Weise, wie die Arbeit erbracht wird und an welchem Ort.

Die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern

  • Wie werden die 21 Prozent errechnet?

    Die Berechnung stützt sich allein auf den durchschnittlichen Stundenlohn. Aus den 21 Prozent lässt sich also nicht ableiten, dass alle Frauen in Deutschland 21 Prozent weniger als Männer verdienen. Die Qualifikation der Beschäftigten und ob sie Voll- oder Teilzeit arbeiten, wird nicht berücksichtigt. Daran stören sich Kritiker. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall wendet zum Beispiel ein, die Berechnung sei „kein Indikator für mögliche Diskriminierung, denn er vergleicht eben gerade nicht vergleichbare Tätigkeiten miteinander“.

  • Warum gibt es die Ungleichheit?

    Die Statistiker führen rund zwei Drittel der Differenz darauf zurück, dass Frauen in eher schlechter bezahlten Berufen tätig sind - zum Beispiel als Reinigungskraft (Frauenanteil 85 Prozent) oder Verkäuferin (73 Prozent). Deutlich mehr Frauen als Männer arbeiten in Teilzeit, deutlich weniger in höheren Führungsebenen.

    Das letzte Drittel der Lohnlücke zwischen den Geschlechtern lässt sich daraus aber nicht erklären: Dem Statistischen Bundesamt zufolge verdienen Frauen auch bei ähnlicher Tätigkeit und Qualifikation im Schnitt sieben Prozent weniger pro Stunde als ihre männlichen Kollegen. Das wird unter anderem damit erklärt, dass Frauen häufiger eine Auszeit vom Beruf nehmen - um sich um Kinder zu kümmern oder Angehörige zu pflegen. Und sie treten bei Gehaltsverhandlungen anders auf.

  • Wie schneidet Deutschland im europäischen Vergleich ab?

    Denkbar schlecht. EU-weit betrug der Rückstand 2013 lediglich 16 Prozent. In Slowenien zum Beispiel verdienten Frauen im Schnitt 3,2 Prozent weniger als Männer, in Italien 7,3 Prozent. Nur in Estland (30 Prozent), Österreich (23 Prozent) und Tschechien (22 Prozent) war die Lücke noch größer als hierzulande.

  • Wird die Lücke durch den Mindestlohn korrigiert?

    Davon gehen Experten zumindest aus. „Wenn der Mindestlohn eingehalten wird, werden Frauen davon profitieren, weil eben der größere Teil derjenigen, die unter 8,50 Euro verdient haben, Frauen waren“, sagt Christina Klenner vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Auch Hermann Gartner vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erwartet einen solchen Effekt. Erhebungen gibt es aber noch nicht.

  • Wie soll die Ungleichheit sonst noch überwunden werden?

    Union und SPD haben sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf festgelegt, die Entwicklung zumindest abzumildern. Ein Ziel ist demnach, dass Unternehmen ab 500 Beschäftigte künftig transparenter machen sollen, was Frauen und Männer verdienen. Einen Gesetzesentwurf gibt es allerdings noch nicht.

Das Geheimnis, dass die Mitarbeiter darauf eingehen statt auf ihrem gesetzlichen Recht zu beharren, liegt in einer höheren Identifikation mit dem Unternehmen. Wenn sie wissen, dass ihre persönlichen Angelegenheiten Berücksichtigung im Arbeitsalltag

finden.

In Start-ups ist es im Vergleich zu herkömmlichen Unternehmen so, dass das Ziel  im Vordergrund steht und die Mitarbeiter viel mehr bestimmen können, auf welchem Weg sie es erreichen. Sie werden mehr gefragt, erfahren mehr Wertschätzung, können sich mehr einbringen.

Diese Länder haben den höchsten Anteil von Frauen in Führungspositionen

  • Moldawien

    44,1 Prozent

  • Bahamas

    44,4 Prozent

  • Guatemala

    44,8 Prozent

  • Lettland

    45,7 Prozent

  • Weißrussland

    46,2 Prozent

  • Panama

    47,4 Prozent

  • Phillipinen

    47,6 Prozent

  • Santa Lucia

    52,3 Prozent

  • Kolumbien

    53,1 Prozent

  • Jamaika

    59,3 Prozent

Wenn es so in einem Unternehmen läuft, erübrigt sich die Festlegung einer Frauenquote automatisch.

Empirische Untersuchungen über den Anteil von Frauen und ihre Rolle in Start-ups gibt es leider noch keine. Ich habe vor drei Jahren in Berlin die Ladies-Dinner-Runde gegründet, zu der sich Start-up-Gründerinnen alle drei, vier Monate zum Austausch bei einem gemeinsamen Essen treffen.

Beim ersten Mal standen 30 Gründerinnen auf der Gästeliste, heute sind es 120. Diese Gründerinnen sind keine One-Woman-Shows, sondern stehen viel mehr für Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern, die teilweise schon international tätig sind.

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Das sind keine Frauen, die – ach wie süß – sich etwas Ausgefallenes in der Nische einfallen ließen, sondern die schon Millionen an Risikokapital eingesammelt haben.

Mir zeigt das: In den neuen Unternehmen ist die Beteiligung der Frauen auf allen Hierarchie-Ebenen Teil der Firmen-DNA.

Oder um es in Anlehnung an die raffinierte Doppeldeutigkeit des Dichters Berthold Brecht zu sagen: Glückliches Unternehmen, das keine Frauenquote braucht, glücklicher Konzern, für den eine Frauenquote gilt.

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