Pensionswelle bei Lehrern: Zahl der Ruheständler auf Höchststand

Pensionswelle bei Lehrern: Zahl der Ruheständler auf Höchststand

Die Lehrer-Generation der 70er geht in Rente. Die Zahl der Pensionäre erreicht eine Rekordmarke. Dienstunfähigkeit ist in den wenigsten Fällen Grund für die Pensionierung.

So viele Lehrer wie noch nie sind im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangen. Auch die Zahl der pensionierten Lehrer insgesamt hat damit einen Rekordstand erreicht. Rund 26 600 verbeamtete Pädagogen traten ihre Pension an, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zu 2012 stieg die Zahl um neun Prozent. Der starke Anstieg ist nach Angaben der Statistiker eine Folge der zahlreichen Einstellungen von Lehrern in den 1970er Jahren. Deshalb werde sich der Trend in den nächsten Jahren fortsetzen.

Die unterschiedlichen Studenten-Typen

  • Sucher-Simon

    Sein Profil ist sehr diffus. Nichts ist ihm so richtig wichtig. Er scheint sich noch nicht entschieden zu haben, was er einmal erreichen möchte. Weder Selbstverwirklichung noch der Erfolg seines Arbeitgebers ist diesem Typ besonders wichtig. Am meisten Wert legt er noch auf Work-Life-Balance. „Wenn sich Sucher-Simon bis zum Ende des Studiums nicht erheblich ändert, wird er es in der Wirtschaft ganz schön schwer haben“, sagt Hesse.

  • Familien-Franzi

    Work-Life-Balance ist für diesen Typ zentral. Der Kinderwunsch ist ausgeprägt, Traditionen hält sie hoch. Sie ist auf der Suche nach einem langfristigen Karriereweg, bei einem Arbeitgeber der sie gut entlohnt und bei dem sie nach Dienstschluss getrost das Handy abschalten kann.

  • Helfer-Hannes

    Dieser Typ ist besonders darauf bedacht, anderen Menschen zu helfen, seinen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten und sein Leben mit Sinn zu füllen. Deshalb fordert er von seinem Arbeitgeber eine Unternehmenskultur, die sich an ideellen Werten orientiert. Geld und persönlicher Erfolg sind für ihn zweitrangig. Sich selbst bei der Arbeit zu verwirklichen und einen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens zu leisten, ist für ihn wichtiger.

  • Alles-Anna

    Familie? Ja – Führungsposition? Ja – Sich sozial engagieren? Ja. An erster Stelle steht bei all dem stets das ausgeglichene Verhältnis zwischen Beruf und Privatleben. Eine gute Bezahlung vom Arbeitgeber ist ihnen ebenso wichtig, wie sein gesellschaftliches Engagement und seine herausragenden Produkte. Sie wollen langfristige Perspektiven genauso wie flexible Arbeitszeiten. Die hohen Ansprüche stellen sie auch an sich selbst. Sie sind engagiert, interessiert und ambitioniert. „Aber auch sie werden den ein oder anderen Kompromiss eingehen müssen“, sagt Hesse.

  • Karriere-Kai

    Sein persönlicher Erfolg und sein Job stehen für ihn im Vordergrund. Gute Bezahlung und andere materielle Werte sind für ihn wichtig. Er ist ehrgeizig. Ein Viertel aus diesem Cluster ist bereit mehr als 60 Stunden pro Woche zu arbeiten. „Sie verkörpern die klassische Karriereorientierung, wie sie sie bei den Babyboomern kennengelernt haben“, heißt es in der Studie.

Insgesamt erhielten Anfang 2014 rund 346 400 ehemalige Lehrer Pensionsbezüge, 6,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und so viele wie noch nie seit Beginn der statistischen Erfassung 1993. In den fünf Jahren von 2008 bis 2012 waren jedes Jahr im Schnitt 20 600 verbeamtete Lehrer in den Ruhestand gegangen. Vor 1999 hatte es pro Jahr nie mehr als 11 000 Pensionierungen gegeben.

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Gleichzeitig wurden noch nie so wenige Lehrkräfte wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt wie 2013. Ihr Anteil betrug im vergangenen Jahr nur noch 13 Prozent. Grund dürfte die Einführung von Abschlägen bei vorzeitiger Pensionierung sein. Davor - von 1993 bis 2001 - war mehr als die Hälfte der Pädagogen wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand gegangen. Seitdem sank der Anteil kontinuierlich.

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