Plaudern im Berufsalltag: Smalltalk kann man lernen

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Plaudern im Berufsalltag: Smalltalk kann man lernen

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Manchmal muss es eben belanglos sein: Wer sich nur über todernste oder hochwissenschaftliche Themen austauschen kann, kommt im Job schlecht voran.

Smalltalk ist nicht nur Zeitvertreib, sondern auch Türöffner: Wer die zwanglose Plauderei beherrscht, kommt auch im Job weiter. Doch gerade sehr intelligenten Menschen fällt Smalltalk schwer. Wie es richtig geht.

"Und, was machen Sie beruflich?" oder "Schönes Wetter heute, nicht?": Wer im Aufzug, in der Kantine oder bei der Firmenfeier mit fremden Menschen zusammentrifft, muss sich über irgendwas unterhalten. Oder sollte das zumindest tun, wenn er nicht wahlweise ganz schnell in Vergessenheit geraten oder als unhöflicher Stoffel in Erinnerung bleiben möchte.

Anders gesagt: Smalltalk ist gefragt - allerdings fällt es nicht jedem leicht, sich mit Fremden über Belangloses zu unterhalten.

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Mehr noch: Je intelligenter jemand ist, desto schwerer fällt das Geplapper. Das beweist auch eine Studie der Vanderbilt Universität in Nashville, über die das Magazin "Wirtschaftspsychologie aktuell" berichtet. Den Hochbegabten erscheint Smalltalk als Zeitverschwendung. Und warum sollte man auch seine Energie auf Gespräche über das Wetter vergeuden?

Im Zweifelsfall wird ohnehin derjenige befördert, der am besten beim Chef ankommt. So fällt auch das Fazit der erwähnten Studie "Mathematisch hochbegabte Jugendliche" des Psychologen Harrison Kell aus: Nur wenige Hochbegabte machen später im Berufsleben auch Karriere - sie scheitern oft am Miteinander und ecken bei Kollegen und Vorgesetzten an.

Die gute Nachricht: Den Spaß an zwanglosen Plaudereien kann man sich zwar nicht antrainieren, aber auch für Smalltalk gibt es ein paar Regeln.

Tipps für den gelungenen Smalltalk

  • Mit einem Lächeln beginnen

    Zum Smalltalk gehört auch eine entsprechende Körperhaltung: Es geht um eine nette, harmlose Plauderei, also beginnen Sie diese mit einem netten Lächeln. Und verschränken Sie die Arme nicht vor der Brust und verstecken Sie Ihre Hände nicht hinter dem Rücken oder in den Hosentaschen.

  • Auf die Distanz kommt es an

    Smalltalk betreiben wir meist mit Menschen, die wir nicht besonders gut kennen. Deshalb ist es wichtig, einen angenehmen Gesprächsabstand einzuhalten. Wer seinem Gegenüber zu dicht auf die Pelle rückt, darf sich nicht wundern, wenn er sich unbeliebt macht.

  • Themen

    Am liebsten smalltalken die Deutschen übrigens über ihren Urlaub, Ärger mit Handwerkern, ihre Hobbies, Berufliches oder die Gesundheit.

  • Tabuthemen

    Vermeiden Sie die Themen Politik, Religion, Geld und private Probleme: Solche Themen sind nur für den Freundes- oder Verwandtenkreis bestimmt. Für eine unverbindliche Plauderei mit Fremden eignen sie sich nicht.

  • Humor ja, Witze nein

    Auch wenn es sich um Ihren absoluten Lieblingswitz handelt, beginnen Sie ein Gespräch bitte nicht mit: "Kennen Sie den?..." Niemand hat etwas gegen humorvolle Bemerkungen und Schlagfertigkeit, aber Sprücheklopfer und Witzbolde kommen einfach nicht gut an.

  • Offene Fragen

    Bringen Sie Ihr Gegenüber dazu, etwas zu erzählen. Wer geschlossene Fragen stellt, auf die der Gesprächspartner nur mit "Ja" oder "Nein" antworten kann, schafft keine angenehme Gesprächsatmosphäre. Versuchen Sie es lieber mit einer Frage wie "Woher kennen Sie den Gastgeber?"

  • Neutrale Fragen stellen

    Achten Sie darauf, neutrale Fragen zu stellen und freundlich zu bleiben. Wer fragt: "Finden Sie Fußball auch so doof?" wird es sich mit einem eingefleischten Fan verscherzen. Dann lieber fragen, was das Gegenüber beruflich macht. Zur Not reden Sie über das Wetter, das geht immer.

  • Aufmerksam zuhören

    Damit sich wirklich ein nettes Gespräch ergibt, müssen Sie natürlich nicht nur Fragen stellen, sondern auch zuhören. Schenken Sie Ihrem Gegenüber also die volle Aufmerksamkeit, auch wenn Sie sich über belanglose Themen unterhalten. Sonst verliert er schnell die Lust am Gespräch mit Ihnen.

  • Sparen Sie sich Lästereien und Angeberei

    Auch wenn Lästern im Freundeskreis Spaß macht, beim Smalltalk sollten Sie es sich sparen. Es fällt nur negativ auf Sie zurück. Das hat der Psychologieprofessor John Skowronski von der Northern- Illinois-Universität in mehreren Experimenten herausgefunden. Zuhörer übertragen jene Eigenschaften, die Person A einer Person B andichtet, unbewusst und automatisch auf Person A. Ebenfalls verzichten sollten Sie auf Redebeiträge nach dem Motto "Mein Haus, mein Auto, meine Yacht".

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