Volkswagen
Gutes Ergebnis auch bei VW. Hier leiden im Verhältnis gesehen die zweitwenigsten Mitarbeiter am Burn-out. Von insgesamt 224 851 Angestellten erkrankten 3400 und 6 300 Mitarbeiter pro Jahr, das sind im Höchstfall 2,8 % der Belegschaft. Bei den anderen deutschen Autobauern sieht die Situation hingegen schon etwas anders aus...

Das ist meiner Ansicht nach kein Wunder. Die Firmen wollen mit immer weniger Mitarbeitern die gleiche Leistung halten bzw. die Leistung der Firma verbessern. Da ist es für mich klar, dass das auf die Gesundheit der Mitarbeiter geht.
In diesen Zeiten der hohen Arbeitslosigkeit hat jeder Angst, seinen Job und damit seine Lebensgrundlage zu verlieren. Also sagt man nichts, macht seinen Job und frisst alles in sich hinein. Dazu kommen noch Mobbing, der Leistungsdruck, im Monat seine Zielvorgaben zu schaffen, die natürlich von Seiten der Firma immer wieder nach oben geschraubt werden. Irgendwann kann man das nicht mehr leisten und ist ausgebrannt, sprich "burn-out".
Man kann sich in dem Fall professionelle Hilfe suchen und kommt da auch wieder raus. Allerdings nur, wenn sich die Umstände ändern. Sprich man sucht sich einen neuen Job, geht in Rente oder bleibt zu Hause. Leider haben diesen Mut die Wenigsten.
Geht man zu einem Therapeuten oder Psychologen bekommt man in der Regel irgendwelche Psychopharmaka, die sehr schnell abhängig machen. Leider gibt es heute ganz selten noch gute Gesprächstherapien und Psychologen, die sich die Zeit nehmen und den Menschen wirklich helfen und sie unterstützen.
Ich habe das in mehreren Fällen erlebt. Die Patienten kommen in ihrer Tiefphase zum Psychologen/Therapeuten und wollen Hilfe. Es wird ein wenig mit ihnen geredet, die meiste Zeit beim Erstgepräch, und dann kommen sie mit irgendwelchen Psychopharmaka nach Hause. In Abständen von 4-6 Wochen müssen sie sich dort wieder vorstellen und erhalten die nächsten Psychopharmaka. Das ist in meinen Augen keine Hilfe. Wer darunter leidet, sollte sich seinen Therapeuten sehr sehr gut ausuchen, damit ihm wirkliche Hilfe zuteil wird.

Interessant, sehr interessant! Noch interessanter wäre es
allerdings einmal zu erfahren, wie die Zahlen aus dem
Öffentlich - Rechtlichen Bereich aussehen.

Interessanter Artikel, aber sehr allgemein gehalten. Was diese Analyse viel spannender macht: Aus welchen Geschäftsbereichen bzw. Abteilungen kommen die meisten Fälle von Burnout? In welchen Altersklassen gibt es Häufungen? Welchen Aus- und Weiterbildungshintergrund haben die Patienten? Welchen Führungskräften sind mit verantwortlich? Wie transferstark sind die Beteiligten? Wie lange fallen die KollegInnen aus und was kostet das die Unternehmen?
Freue mich über tiefergehende Artikel zu dem Thema für bessere Lösungen.