Die 7 goldenen Regeln des Selbstmarketings

Serie: Zukunft der Arbeit: Die 7 goldenen Regeln des Selbstmarketings

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Sabine Hahn, freie Dozentin und Coach.

von Dieter Dürand

Wie können sich Unternehmer erfolgreich im Internet vermarkten? Zwei Experten erklären, worauf es dabei ankommt. Diese sieben Fragen müssen Unternehmer beantworten können.

Eine aktuelle Studie des Karlsruher Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) hat es wissenschaftlich untermauert: In der vernetzten Wirtschaft vergeben Unternehmer Arbeiten über Online-Plattformen wie Clickworker, Jovoto oder Topcoder immer öfter nach draußen. Sie beauftragen spezialisierte Forscher mit Technikanalysen, vergeben Grafikentwürfe an freiberufliche Designer, lassen Apps von selbstständigen Programmierern schreiben.

Spiegelbildlich wächst die Zahl der Solounternehmer sprunghaft, die um diese Aufträge konkurrieren. Der Deutsche Crowdsourcing Verband schätzt allein das Heer der digitalen Heimwerker, die sich bei Crowdworking-Portalen angemeldet haben, auf mehr als ein Viertelmillion. Zugleich müssen die Selbstständigen aktiv Kunden für ihre Dienstleistungen gewinnen. Schließlich beziehen sie kein festes Gehalt. Auch hier wächst durch die Vernetzung der Wettbewerbsdruck. Schließlich sucht kaum noch jemand seinen Maler, Pflegebetreuer oder Nachhilfelehrer über die Gelben Seiten.

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Die Entwicklung erfordere nicht nur eine „ausgeprägte Fähigkeit zur Selbstorganisation“, resümieren die ISI-Forscher. Wer auf dem freien Internetmarkt konkurriere, müsse vor allem die Kunst der Selbstvermarktung beherrschen. Wer das nicht tut, mahnen sie, „wird schnell abgehängt“.

Hendrik-Send Quelle: Presse

Hendrik Send, Professor an der Hochschule Anhalt.

Bild: Presse

Damit es nicht soweit kommt, haben wir zwei Experten gebeten, den WiWo-Lesern die wichtigsten Regeln des Selbstmarketings im digitalen Zeitalter zu verraten: Die Kölner Dozentin und Business-Trainerin Sabine Hahn und Hendrik Send, Professor für Online-Kommunikation an der Hochschule Anhalt in Bernburg an der Saale.

Die gute Nachricht vorweg. Beide sehen in den virtuellen Netzwerken wie Facebook und Xing auch für weniger talentierte Selbstdarsteller die Chance, sich ein Geflecht an auftragsträchtigen Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Und beide sind überzeugt, dass jeder „lautes Trommeln im Netz lernen kann“. Hier ihre Tipps:

Vitas

  • Sabine Hahn

    Die promovierte Geisteswissenschaftlerin arbeitet in Köln als freie Dozentin und coacht Führungskräfte. Zuvor war sie in London als Quereinsteigerin in der Computer- und Videospieleindustrie tätig und leitete bei Electronic Arts in Deutschland ein Team. Sie  ist unter www.sabine-hahn.com zu erreichen.

  • Hendrik Send

    Der Professor verantwortet an der Hochschule Anhalt den Masterstudiengang digitale Kommunikation und ist Projektleiter Forschung am Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft.

1) Wie werde ich zu einer Marke im Netz und verschaffe mir eine digitale Aura?

Sabine Hahn hält es für unabdingbar, zu Beginn drei Dinge zu klären: Was sind meine Kernkompetenzen? Was will ich erreichen? Und wie hebe ich mich von meinen Wettbewerbern in genau meiner Branche, in genau meinem Arbeitsfeld ab. Es gehe darum, sich klug zu positionieren, sagt Hahn. „Je klarer das Alleinstellungsmerkmal, umso eher rage ich aus der Masse heraus und werde wahrgenommen.“ Die Differenzierung kann der Preis sein, spezielle Fähigkeiten oder die Art der Kundennähe. Zum Beispiel der Masseur, der auch Hausbesuche macht, oder der, der besondere Bewegungsbecken in seiner Praxis anzubieten hat.

Anteil der Internet-User, die Soziale Medien nutzen

  • Jordanien

    Der Spitzenreiter ist mit 90 Prozent Jordanien. In keinem anderen Land sind so viele der Internet-User in Sozialen Netzwerken aktiv.

  • Indonesien

    Auf dem Inselstaat Indonesien benutzen 89 Prozent Social Meedia

  • Türkei

    In der Türkei und in Venezuela bewegen sich 88 Prozent der Internet-User bei Facebook und Co.

  • Russland

    Russland und Venezuela liegen mit 85 Prozent Social-Meedia-Quote gleich auf.

  • Israel

    Von den Israelis mit Internetzugang haben 76 Prozent einen Account bei einem Sozialen Netzwerk.

  • USA

    Im Heimatland der meisten Social Meedia Unternehmen haben gerade einmal 71 Prozent einen Account.

  • China

    Damit sind die Amerikaner aber immer noch besser vernetzt, als die Chinesen. Bei ihnen liegt die Social-Meedia-Quote bei gerage einmal 63 Prozent.

  • Frankreich

    Selbst unsere französichen Nachbarn haben mit 57 Prozent Social-Meedia-Quote einen höheren Wert, als die ...

  • Deutschland

    ... Deutschen. Hierzulande haben gerade einmal die Hälfte (50 Prozent) aller Internet-User einen Account bei einem Sozialen Netzwerk. Damit bildet Deutschland das Schlusslicht der verglichenen 40 Staaten.

  • Pakistan

    Nur Pakistan hat mit 50 Prozent eine genau so geringe Social-Meedia-Quote.

Die Business-Trainerin empfiehlt, sich für diesen ersten Schritt professionellen Rat einzuholen. Ein Coach könne die Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung aufdecken und neutraler beurteilen, welche Angaben für potenzielle Kunden und Auftraggeber wirklich wichtig sind und welche Form der Selbstdarstellung anziehend oder eher abschreckend ist.

Ist der USP, der Unique Selling Point, herausgearbeitet, gebührt ihm der prominenteste Platz im Online-Auftritt. Er prägt, so Hahn, Image und Bekanntheit. Und die beeinflussen laut internationaler Studien mit 30 beziehungsweise 60 Prozent Anteil am stärksten die berufliche Karriere. Hahns Erfahrung: „Gute Selbstdarsteller werden per se als erfolgreich und kompetent angesehen.“

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Quelle: Fotolia

2) Warum ist eine Internetpräsenz so wichtig?

Das Web helfe, vor allem bei Neukunden Standing und Reputation aufzubauen, sagt Hahn. „Sie verschaffen sich über das Internet ein Bild von mir.“ Deshalb sei es so wichtig, regelmäßig zu googeln, welche Treffer der eigene Name bringe. Wer geschäftsschädigende Kommentare oder Bewertungen in Foren und Blogs oder unvorteilhafte Fotos von sich entdeckt, sollte alles daran setzen, dass diese gelöscht werden. Zumindest sei es jedoch wichtig zu wissen, was über einen kursiert, um reagieren zu können. „Das kann sonst kreuzgefährlich werden“, warnt die Beraterin.

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