Sport im Büro: Die Deutschen sind Bewegungsmuffel

Sport im Büro: Die Deutschen sind Bewegungsmuffel

Sport? Nein, danke! Die Deutschen fahren am liebsten mit dem Auto, sie arbeiten viel im Sitzen und haben keine Lust auf Sport - schon gar nicht vor oder mit Kollegen. Da hilft das beste Betriebssport-Angebot nichts.

Sport ist wichtig, gerade wenn man im Job wenig Bewegung hat. Und das trifft auf die Mehrheit der Deutschen zu, wie eine repräsentative Umfrage von Sodexo, einem Anbieter für betriebliche Sozialleistungen und Incentives, zeigt. Demnach arbeiten 62 Prozent der Deutschen täglich mindestens fünf Stunden im Sitzen. 42 Prozent stehen nicht mal in der Mittagspause von ihrem Schreibtisch auf, sondern verdrücken im Sitzen eine mitgebrachte Stulle oder die bestellte Pizza.

Kein Wunder, dass Deutschland „Rücken“ hat. Die Büroarbeiter sitzen sich krank, wie auch der aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse belegt.

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Demnach fällt im Schnitt jeder deutsche Arbeitnehmer pro Jahr gut fünfzehn Tage wegen Krankheit aus. Die häufigste Ursache: Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, also die typischen Büro-Zipperlein wie Rücken- oder Nackenschmerzen.

Alltagstipps für einen starken Rücken

  • Gewichte verteilen

    Wer schwere Lasten trägt, sollte sie nicht auf einer Seite tragen, sondern auf beide Seiten der Schultern, beziehungsweise des Rückens, verteilen oder eben von Zeit zu Zeit abwechseln.

  • Haltung ändern

    Wer den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzt, dem tun abends oft die Schultern weh und der Rücken ist verspannt. Auch hier gilt: Häufiger mal die Sitzposition wechseln, hilft Muskelverspannungen zu vermeiden.

  • Schreibtisch gut aufbauen

    Auch die richtige Anordnung von Bildschirm, Tastatur, Stuhl und Tisch kann die Haltung beeinflussen. Wer sich über die richtigen Abstände informiert, kann so eine Fehlhaltung vermeiden und ebenfalls den Rücken entlasten.

  • Bewegung

    Die beste Medizin für eine gesunde Wirbelsäule ist und bleibt Bewegung. Egal wofür man sich entscheidet, der meiste Sport ist gut für den Rücken. Natürlich gibt es aber besondere Rückentrainings, auf die man zurückgreifen kann. Übrigens sind Walken, Skilanglauf und Radfahren neben richtigen Rückenschulungen am besten geeignet, um den Rücken zu stärken.

Also ist Bewegung angesagt: Immerhin 31 Prozent der Unternehmen bieten Betriebssport an – vom Yogakurs über Selbstverteidigung bis Rückengymnastik. Viele Fitnesstrainer und Gesundheitsberater reagieren mit speziellen Diensten für Unternehmen auf die Problematik. Bei den Dax-Konzernen und vielen preisgekrönten Arbeitgebern gehört Betriebssport und andere Gesundheitsangebote schon lange zum guten Ton. Der Münchner Elektrotechnikbetrieb Zausinger beispielsweise bietet seinen Mitarbeitern unter anderem Hypnosekurse an, um sich das Rauchen abzugewöhnen und bei SAP gibt es individuelles Gesundheitscoaching nebst umfangreichem Sportangebot.

Das zahlt sich aus: In Unternehmen mit solchen Angeboten sinkt der Krankenstand, die Motivation steigt.

So bringen Sie mehr Bewegung in Ihren Büroalltag

  • Weg zum Büro

    Nicht der kürzeste Weg im Gebäude ist der beste, sondern der längste. Das verschafft Ihnen Bewegung und nebenbei stärkt es sozialen Zusammenhalt und Wissensaustausch, wenn auf dem Weg auch in anderen Abteilungen vorbeigeschaut wird.

  • Treppen steigen

    Nehmen Sie die Treppe und nicht den Aufzug. Treppensteigen fordert und bringt Muskulatur und Kreislauf in Schwung.

  • Aufstehen

    Ordnen Sie Ihre Arbeitsmittel so an, dass Sie ab und zu aufstehen müssen: das Telefon nicht auf dem Tisch, sondern auf dem Sideboard; der Papierkorb nicht unter dem Tisch, sondern entfernt in der Raumecke.

  • Meetings

    Verwandeln Sie Sitzungen in "Stehungen". Das führt nebenbei auch zu deutlich intensiverer Beteiligung, kürzeren Meetingzeiten und höherer Effizienz.

Und die Mitarbeiter? Die legen 59 Prozent ihrer alltäglichen Strecken – zur Arbeit, zum Einkaufen und ins Konzert – mit dem Auto zurück. 40 Prozent machen entweder gar keinen oder maximal eine Stunde Sport in der Woche. 28 Prozent geben an, dass sie keinen Sport im Büro machen müssen, weil sie auch so genug Sport treiben. Für Betriebssport haben diese Hobbysportler keine Zeit. Interessant: Von diesen 28 Prozent, die angeblich so viel Sport machen, dass sie die betrieblichen Angebote nicht nötig haben, hatte zuvor immerhin fast ein Viertel angegeben, gar keinen, nicht jede Woche oder maximal eine Stunde in der Woche Sport zu treiben.

Und Gymnastik am Arbeitsplatz ist den Deutschen offenbar unangenehm: Lediglich sieben Prozent machen in ihrem Büro zwischendurch gymnastische Übungen. Der Rest gibt an, dass er sich dabei albern vorkommen würde, nicht schwitzen möchte, Sorge hat, die Kollegen zu stören oder schlicht keine Lust dazu hat.

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