St. Gallen Symposium: So tickt die Wirtschaftselite von morgen

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St. Gallen Symposium: So tickt die Wirtschaftselite von morgen

von Kristin Schmidt

In einer aktuellen Studie wurden mehr als 1000 Top-Talente von den renommiertesten Universitäten der Welt zu ihren Karrierezielen und Zukunftsplänen befragt. Mit verblüffenden Ergebnissen.

Ein gängiges Vorurteil über die junge Generation: Sie halten Hierarchien für ein Auslaufmodell. Entscheidungen im Team fällen – das neue Modell. Doch weit gefehlt.

Eine aktuelle Studie unter 1095 Top-Talenten von den renommiertesten Universitäten der Welt ergab, dass 64 Prozent der Befragten einen Verantwortlichen, der die Entscheidungen trifft, in einem Projektteam für unersetzlich halten.

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„Es stimmt einfach nicht, dass die Digital Natives immer alles gleichberechtigt entscheiden wollen. Sie fordern aber sehr wohl, dass ihnen zugehört wird“, kommentiert Andreas Neus, Studienautor und stellvertretender Geschäftsführer des GfK Vereins, das überraschende  Ergebnis. Das nur eines von vielen aus dem diesjährigen „Global Perspektive Barometer“ ist, den der GfK Verein gemeinsam mit dem St. Gallen Symposium herausgegeben hat.

Peter Fankhauser "Die Jungen haben schon immer die Alten kritisiert"

Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser über die größten Herausforderungen der nächsten Managergeneration und wie er als Berufseinsteiger die Geschäftswelt verändern wollte.

Peter Fankhauser von der Thomas Cook AG. Quelle: dpa

Die Befragung ist auch deshalb so einzigartig, weil die Teilnehmer ausgewählte, herausragende  Talente sind.

Sie stammen entweder aus dem Netzwerk rund um das jährlich stattfindende St. Gallen Symposium, bei dem sich die aktuelle Wirtschafts- und Politikelite zum Austausch mit der nächsten Generation trifft. Oder sie wurden direkt von ihren Dozenten an den renommiertesten Universitäten der Welt von Cambridge, über Yale bis Shanghai als High Potentials identifiziert und zur Teilnahme ermutigt. „Wir können hier einzigartige Einblicke in die Gedankenwelt des internationalen Führungskräftenachwuchses gewinnen“, sagt Neus.

So überrascht es auch, dass die vermeintlichen Chefs von morgen sich gar nicht so sehr in der Rolle des Top-Managers sehen. 44 Prozent wollen viel lieber Experte auf dem eigenen Fachgebiet werden.

„Wenn jemand vor dreißig Jahren eine coole Idee hatte, konnte er sie nur umsetzen, wenn er im Unternehmen eine Führungsposition innehatte“, sagt Johannes Berchtold vom St. Gallen Symposium. „Heute kann er seine Idee vielleicht ganz alleine und ohne viel Budget zum Beispiel in Form einer App umsetzen.“ Macht und Karrierestufe sagen nicht mehr so viel über den Gestaltungsspielraum.

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Und gerade dieser ist der nächsten Generation wichtig. Mehr als die Hälfte der Befragten will im Laufe des Berufslebens als Unternehmer selbst etwas auf die Beine stellen. Eine ungewöhnlich hohe Quote, die anscheinend zum Zeitgeist passt. Sind es doch gerade die großen Innovatoren aus dem Silicon Valley von Jeff Bezos, über Elon Musk bis hin zu Mark Zuckerberg, die für die junge Generation als Vorbilder taugen.

Wenn Sie außerdem wissen wollen, in welchen Branchen die junge Elite einsteigen möchte, wonach sie ihren Arbeitsplatz aussucht und wie sie es mit dem Thema Work-Life-Balance hält, schauen Sie doch einfach in die neue WirtschaftsWoche.

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