Steuerentlastung: Überraschendes Geldgeschenk

Steuerentlastung: Überraschendes Geldgeschenk

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Die Steuersenkung bringen dem Durchschnittsverdiener weniger Geld als Änderungen an den Steuergesetzen

2012 sinken die Beiträge in der Rentenversicherung. Diese und andere Gesetzesänderungen bescheren den Arbeitnehmern mehr Geld. Sogar mehr, als die versprochene Steuerentlastung.

Und täglich grüßt die Steuersenkung. Was die FDP vor ihrer Wahl zur Regierungspartei fest versprochen hat, ist seither Dauerthema in der Politik. 2013 soll es endlich so weit sein, die Steuern sollen runter. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) warnt jetzt schon und nicht ganz zu unrecht vor diesem Schritt. Man könne nicht bei steigender Schuldenlast auch noch Geld verschenken. Die "schwarz-gelbe Koalition sollte die geplante Steuerentlastung besser unterlassen", sagte DIW-Chef Gert Wagner.

Gehaltsklasse 24.000 bis 66.000 Euro jährlich

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20 bis 25 Euro soll ein Durchschnittsverdiener ab Januar 2013 mehr im Portemonnaie haben. Der steuerliche Grundfreibetrag soll in zwei Schritten um rund 350 Euro erhöht werden: 2013 um 126 Euro und 2014 um 224 Euro. Die Änderungen sollen der "kalten Progression" entgegenwirken. Heißt, die Steuersenkung soll dafür sorgen, dass ein höherer Lohn nicht von der Steuer gefressen wird, weil zwar die Löhne, nicht aber die Steuersätze an die Inflation angepasst werden. Das klingt gut, ist aber lange nicht so wirkungsvoll wie die automatische Lohnerhöhung, die den Arbeitnehmern 2012 beschert wird. Dank vieler kleiner Gesetzesänderungen haben Angestellte im Jahr 2012 160 Euro mehr in der Tasche. Das berechnete der Ökonom Frank Hechtner für die Süddeutsche Zeitung.

Als Durchschnittsverdiener klassifiziert Hechtner Menschen mit einem Jahreseinkommen zwischen 24.000 und 66.000 Euro. Wer in diese Gehaltsklasse fällt, dem kommt unter anderem zu Gute, dass der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung von 19,9 auf 19,6 Prozent sinkt. Das bringt schon einmal rund 60 Euro im Jahr mehr. Außerdem steigt der Arbeitnehmerpauschbetrag von 920 auf 1000 Euro, was in der Gehaltsabrechnung berücksichtigt wird. Auch hier kommt also wieder mehr Geld beim Arbeitnehmer an. Des Weiteren können Angestellte einen größeren Teil ihrer Altersvorsorge von der Steuer absetzen und die Kosten für Kinderbetreuung können von der Steuer abgesetzt werden - ohne dass Eltern nachweisen müssen, ob die Betreuung nötig war.

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