Stilratgeber: Die elf schlimmsten Modesünden im Beruf

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Stilratgeber: Die elf schlimmsten Modesünden im Beruf

von Lin Freitag

Hochwasserhose, weiße Socken, Bildchen-Krawatte: Selbst als Anzugträger kann man viel falsch machen. Die beiden Modedesigner Anke Schmidt-Hildebrand und Dietrich Hildebrand geben in ihrem Buch "Image+Stil=Erfolg" Tipps, worauf man achten sollte.

Zu lange Sakko-Ärmel und Blümchen auf dem Hemd

Die Sünde Der Hemdsärmel ist zu kurz, der Sakko-Ärmel zu lang, von der Manschette ist nichts zu sehen. Die Folge: Das Business-Outfit wirkt unvollständig.

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Steht dann noch der Kragen ab und hängt die Schulter über, ist das Bild komplett. Der Träger sieht aus, als müsste er noch in den Anzug hineinwachsen. Das suggeriert, dass die Person auch in seine Aufgaben erst hineinwachsen müsse.

Die Erlösung Der Saum des Sakkos sollte am besten nicht ganz bis zur Daumenwurzel reichen, die Hemdmanschette schaut gut einen Zentimeter hervor. Ein Tipp für den Hemdenkauf: Nach dem Waschen sind exakt passende Hemden häufig zu klein, weil das Material einläuft. Kaufen Sie das Hemd mit etwas längeren Ärmeln.

In ihrem Stilratgeber "Image + Stil = Erfolg - Maßgeschneiderte Tipps für den perfekten Business-Auftritt" (Redline Verlag) geben die beiden Modedesigner Anke Schmidt-Hildebrand und Dietrich Hildebrand Tipps, worauf Sie bei Jacke wie Hose, Hemd wie Schuh und Krawatte wie Strumpf beachten sollten. Quelle: Presse

In ihrem Stilratgeber "Image + Stil = Erfolg - Maßgeschneiderte Tipps für den perfekten Business-Auftritt" (Redline Verlag) geben die beiden Modedesigner Anke Schmidt-Hildebrand und Dietrich Hildebrand Tipps, worauf Sie bei Jacke wie Hose, Hemd wie Schuh und Krawatte wie Strumpf beachten sollten.

Bild: Presse

Die Sünde Florale Muster, Fransen oder Pelzbesatz am Ärmel, riesige Goldknöpfe oder farblich abgesetzte Taschen - allzu feminine Kostüme werden häufig mit Begriffen wie verspielt oder romantisch assoziiert. Beides Eigenschaften, mit denen sich karrierebewusste Frauen im Beruf wohl nicht beschreiben würden.

Die Erlösung Schlichte Schnitte, kein Schnickschnack. Schlicht heißt nicht langweilig. Ein perfekt geschnittener Anzug oder Kostüm steht für Eleganz und Geradlinigkeit. Das schnörkellose Design lenkt den Betrachter auf das Wesentliche, die Persönlichkeit.

Außerdem ist ein Anzug praktisch. Jacke und Rock oder Hose bilden eine Einheit. Es sind keine langen Entscheidungsprozesse nötig, um ein passendes Kombiteil zu finden. Dadurch verkürzt sich die morgendliche Zeit vor dem Kleiderschrank.

So kleiden Sie sich richtig

  • Wie Sie stilsicher werden

    Wie kleidet man sich ordentlich? Dabei geht es um mehr als die Frage, ob mit oder ohne Krawatte. Welche Aussagen lassen sich durch welche Kleidung transportieren? Das ist keineswegs Jacke wie Hose. Ein Crashkurs.

  • It fits

    Im Englischen heißt es „it fits“, wenn etwas passt. Daher das Wort „Outfit“. Ihre Kleidung sollte in drei Kategorien passen: Dem Anlass entsprechend, dem Typ entsprechend und der individuellen Aussage entsprechend. Genau in der Schnittmenge liegt das für sie optimale Outfit.

  • Für Banken, Versicherungen, Rechtsabteilungen und Buchhaltung

    Anzug oder Kostüm sollten Werte wie Vertrauen und Sicherheit widerspiegeln. Das gilt auch für Mitarbeiter im Back-Office. Ein Ziel ist Understatement. Die Kleidung sollte modern und nicht bieder wirken; dunkle Business-Farben wirken am besten.

  • In Management, Controlling, Marketing und PR

    Es gilt, einen Tick schicker zu sein als im klassischen Business. Hosen mit Pullover gehen maximal in der Werbebranche. Ansonsten eher kompletter Hosenanzug oder Blazer-Hose-Kombi für Damen, Anzüge und Kombinationen für Herren. Anspruchsvoll, gehobene Qualität und dunklere Farben.

  • Im B2B

    Professioneller Look ist hier unabdingbar. Klassische Kostüme, Anzüge und Kombinationen in mittleren bis dunkleren Farbtönen. Farben dürfen nicht ins Auge springen, sollten aber modern sein.

  • In Kreativ-Jobs

    In der Werbung oder bei den Medien darf es bunter und ausdrucksstark zugehen. Hier ist Nähe angesagt und schwarze Kleidung ist da sehr hinderlich.

  • Große Männer brauchen Unterteilungen

    Für besonders große Männer empfehlen sich farbliche Unterteilungen. Also zum Beispiel blaue Hose oder roter Pullover. Das unterbricht die Größe und lässt Sie weniger lang wirken. Männer mit langen Beinen tragen am besten längere Jacken und Ärmel.

  • Kleine Männer eher eintönig

    Ist Ihr Körper insgesamt kurz, empfiehlt sich farblich Ton in Ton. Farbliche Unterteilungen würden die Kürze betonen. Haben Sie kurze Beine, sollten Sie von Hosenaufschlägen absehen – und auch davon, Ärmel aufzukrempeln.

  • Passend zum Typ

    Tiefsinnige und Kreative wollen sich ausdrücken. Die Erscheinung darf Außergewöhnliches bieten, also kreativer Kragen, Schmuck, extravagante Brille oder bunte Farben. Bodenständige Typen verwenden besser natürliche Materialien und Erdtöne. Dramatiker und Extrovertierte mögen vielleicht asymmetrisch geschnittene Kleidung – sie sollten dann aber darauf achten, dass sie niemals billig wirkt. Zu sportlichen Typen passen Blau und Grün.

  • Nicht nur beim Mann entscheidet die Figur

    Sollten Sie eine schlanke Frau sein und Kleidergröße 32 bis 34 tragen, sehen Röhrenjeans super aus. Ab Kleidergröße 40 sehen Sie mit ihnen dicker aus. Es liegt also stets an der Form ihres Körpers.

  • Rechteckige Figurform

    Sind Schulter, Taille und Hüfte gleich breit, empfiehlt sich eine gerade Hose oder ein gerader Rock.

  • Dreieckige Figurform

    Die Schulter ist schmaler als die Hüfte. Hier sollten Sie Hosen und Rücke in der sogenannten A-Linie mit kurzen Oberteilen kombinieren.

  • Umgekehrtes Dreieck

    Die Schulter ist breiter als die Hüfte: Hier empfehlen sich Caprihosen, Röhrenhosen und enge Röcke. Die schmalen Hosen lassen sich gut in Stiefel stecken.

  • Die Achter-Figur

    Die Figur ist wie eine 8 geformt. Sie ist eine sehr weibliche Figurform. Die Röcke sind konisch geschnitten, sie werden zum Knie hin schmaler. Passende Hosen sind Hosen in Bootcut-Schnitten.

Die Sünde Wilde Muster und der falsche Schnitt eines Hemdes können das gesamte Outfit zerstören. Zum Beispiel, wenn ein viel zu langes und weites Hemd in einer schmal geschnitten Anzughose steckt. Die Falten der Stoffmassen lassen eine schlanke Silhouette nur noch erahnen. Ein wild gemustertes Hemd lenkt die gesamte Aufmerksamkeit auf sich und hat somit im Job nichts zu suchen.

Die Erlösung: Das zeitgemäße Business-Hemd ist angemessen schmal geschnitten – aber immer passend zur Figur. Das bezieht sich nicht nur auf die Rumpfweite, sondern auch auf Ärmelweite und Armlochtiefe. Der perfekte Hemdensaum endet auf Schritthöhe.

Bei den Materialien wählen Sie bitte Naturfasern, also Baumwolle, Seide, Leinen. Verzichten Sie auf Synthetisches und vor allem auf bügelfreie Hemden. Sie mögen praktisch sein, mit gutem Stil haben sie jedoch nichts zu tun. Bei der Farbe entscheiden Sie sich am besten für das Bewährte und nicht für das Experiment. Wählen Sie ein weißes Hemd. So lenken Sie den Blick Ihres Gegenübers auf Ihr Gesicht und somit, auf das, was Sie zu sagen haben. Die Kombination aus dunklem Anzug und weißem Hemd sorgt für mehr Präsenz.

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