Studie: Die Gefahr ständiger Erreichbarkeit

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Studie: Die Gefahr ständiger Erreichbarkeit

von Daniel Rettig

Lesen Sie auch abends noch berufliche E-Mails? Das sollten Sie sein lassen. Laut einer neuen Studie gilt: Wer sein Smartphone am Feierabend beruflich nutzt, schläft schlechter – und ist am nächsten Tag lustloser.

Die Meinungsforscher von Forsa befragten im vergangenen Jahr im Auftrag der Techniker Krankenkasse 1.000 Deutsche zu Ihrem Kommunikationsverhalten. Etwa 21 Prozent der 46- bis 55-Jährigen gaben an, im Alltag ständig erreichbar zu sein. Bei den 36- bis 45-Jährigen waren es 35 Prozent, bei den 18- bis 25-Jährigen sogar 87 Prozent.

Irgendwie verständlich. Es ist schwierig, eintreffende SMS oder E-Mails komplett zu ignorieren. Wenn das Display neue Nachrichten anzeigt, siegt meist die Neugier auf den Inhalt. Auch am Feierabend oder am Wochenende.

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Doch genau davor warnt nun der US-Wissenschaftler Christopher Barnes von der Universität von Washington: „Wer sein Smartphone am Feierabend beruflich nutzt, ist am Arbeitsplatz müder und lustloser.“

Stress Ständige Erreichbarkeit hat psychische Folgen

Der Stress wächst, wenn Menschen auch außerhalb des Büros erreichbar sind. Doch Psychologen erkennen in einer Meta-Studie auch positive Folgen. 

Mehr als jeder zweite deutsche Angestellte arbeitet in Urlaub und Freizeit, von fast jedem vierten erwarten Arbeitgeber Erreichbarkeit Quelle: obs

Zu diesem Ergebnis gelangte Barnes in einer neuen Studie. Dafür befragte er zum einen 82 Führungskräfte im Alter zwischen 31 und 50, andererseits 161 Angestellte ohne Personalverantwortung.

Alle füllten zehn Tage lang einen Fragebogen aus. Morgens um sechs Uhr gaben sie an, wie gut und lange sie in der Nacht zuvor geschlafen hatten, ob sie sich erschöpft fühlten und ob sie vor dem Einschlummern ihr Smartphone beruflich genutzt hatten. Nachmittags um 16 Uhr erstatteten sie Auskunft darüber, wie engagiert sie gerade bei der Arbeit waren.

Dabei entdeckte Barnes: Jene Angestellten, die ihr Smartphone abends und nachts beruflich nutzten, schliefen wesentlich schlechter. Mehr noch: Sie fühlten sich am nächsten Morgen auch wesentlich erschöpfter – und waren am folgenden Tag im Büro lustloser und weniger engagiert.

Ein Grund mehr, das Handy abends zu ignorieren – oder am besten gleich ganz auszuschalten.

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