Trend zum 'Down-Shifting': Karriere? Nein danke

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Trend zum 'Down-Shifting': Karriere? Nein danke

von Nora Jakob

Beruf- und Privatleben unter einen Hut zu bekommen, ist manchmal schwierig: Immer mehr Menschen entscheiden sich deshalb dafür einen Gang herunterzuschalten. Einen neuen Begriff gibt es dafür auch schon: 'down-shifting'.

Immer mehr Arbeitnehmer, vor allem aus den Management-Etagen, entscheiden sich bewusst dafür, beruflichen einen Gang herunterzuschalten und so einem möglichen Burnout vorzubeugen. Mittlerweile gibt es dazu sogar einen eigenen Fachbegriff und Trainer, die sich auf diese Mode spezialisiert haben: das 'down-shifting'. Es kann ein Jobwechsel sein oder auch das Kürzertreten bei den sowieso zu vielen Hobbies und Verpflichtungen. Wichtig ist nur, dass man einen Schritt tut, um in einem bestimmten Lebensbereich kürzer zu treten - und das bewusst entscheidet, um die Prioritäten im bisherigen Alltag anders zu sehen. Wichtig ist dabei auch, dass die innere Zufriedenheit zunimmt, quasi einen Sinn im Leben abseits von Geld und Karriere zu finden.

Erholung Schlechter Schlaf wirkt wie Burnout

Hektik, Druck und Überstunden: Das Leben auf der beruflichen Überholspur ist anstrengend, seelisch wie körperlich. Umso wichtiger ist genügend Schlaf. Nicht trotz des hohen Pensums – sondern gerade deswegen.

Quelle: Fotolia

In den USA gibt es das 'Downshifting' schon seit den 60er Jahren und meint: weniger Arbeit für mehr Leben. Studien in den Vereinigten Staaten besagen, dass fast die Hälfte aller Berufstätigen, Beförderungen abgelehnt, Arbeitszeit verringert oder Arbeitsziele heruntergeschraubt zu haben - und das alles freiwillig. Die Gründen sind dabei ganz verschieden. Bei manchen war es ein drohender Kollaps, bei anderen das Scheitern einer Beziehung oder zu wenig Zeit für sich und die Familie. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile immer mehr Kurse, die möglicherweise die Frage in den Mittelpunkt stellen "Was brauche ich um wirklich glücklich zu sein?". Denn darauf kommt es an: Das Leben soll möglichst durch Konsumverzicht geprägt sein. Einen Namen hat das Prinzip übrigens dann in den 90er Jahren von Management- Guru Charles B. Handy bekommen.

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In Deutschland sollen - nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit - 300.000 Menschen an chronischer Erschöpfung, mit ansteigender Tendenz. Zwischen 2004 und 2010 hat sich die Zahl der Burnout-bedingten Arbeitsunfähigkeitstage hinweg von rund acht auf mehr als 72 pro 1000 Beschäftigte fast verneunfacht - und damit wurden nur die DAX-Konzerne berücksichtigt. In einer aktuellen Gallup-Studie geben immerhin 83 Prozent der Befragten an, sich mindestens ein wenig mit ihrem Arbeitgeber zu identifizieren und loyal zu sein. In der gleichen Studie gaben aber auch 17 Prozent der Angestellten an, innerlich bereits ihren Job gekündigt zu haben. Über die Hälfte der Befragten sind mit Arbeitsaufgaben, beruflichen Perspektiven und ihren Chefs zufrieden.

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