Erreichbarkeit wird nicht entlohnt
Bild: Fotolia1. Tipp: Meetings vorbereiten
Klingt banal, erfordert aber viel Disziplin: Verschicken Sie Tagesordnung und Präsentationsunterlagen zur Vorbereitung eines Meetings an alle Teilnehmer. Führen Sie das Gespräch nicht auf informeller Ebene fort, wenn es offiziell beendet ist.
Bild: Fotolia2. Tipp: Erreichbarkeit regeln
Virtuelle Zusammenarbeit erfordert mehr Kommunikation. Ermuntern Sie Ihr Team, regelmäßig zu kommunizieren - auf allen Kanälen, auch zu ungewöhnlichen Zeiten. Aber achten Sie auch darauf, dass sich einzelne Teammitglieder nicht in Debatten verlieren. Und setzen Sie klare Grenzen Ihrer eigenen Erreichbarkeit.
Bild: dpa3. Tipp: Kalender teilen
Richten Sie einen Online-Kalender ein, in den alle Teammitglieder zuverlässig ihre Termine eintragen. Je detaillierter die Einträge sind, desto besser. So können Kollegen erkennen, wer beispielsweise gerade nicht am Platz ist, aber von unterwegs dennoch Zeit hätte, beispielsweise für eine Konferenzschaltung.
Bild: Fotolia4. Tipp: Vertrauen aufbauen
Ironie oder Sarkasmus führen in E-Mails oder Konferenzschaltungen schnell zu Missverständnissen. Achten Sie auf einen streng sachlichen Ton. Das fördert die Vertrauensbildung, unabdingbar für ein Team, das über Distanz zusammenarbeitet.
Bild: Fotolia5. Tipp: Real Treffen
Keine Web-Konferenz, keine E-Mail, kein Anruf kann auf Dauer Treffen von Angesicht zu Angesicht ersetzten. Besuchen Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig vor Ort, berücksichtigen Sie klassische Arbeitsmeetings und gemeinsame Events wie Sport, Kochen, Kino- oder Konzertbesuche frühzeitig in Ihrer Jahresplanung.
Bild: dpa6. Tipp: Beachten Sie unterschiedliche Zeitzonen
Virtuelle Meetings haben den Vorteil, dass es Grenzen überwindet und Mitarbeiter weltweit teilnehmen können. Sie sollten die Termine allerdings so legen, dass alle zu "humanen" Zeiten teilnehmen können. Sollte das nicht möglich sein, sollten die Zeiten angepasst werden, so dass nicht immer die gleiche Person im Schlaf gestört wird.
Bild: Fotolia7. Tipp: Geben Sie einen Fokus vor!
Versuchen Sie es mit einer "Konzentrationsübung" am Anfang des Treffens. So fällt es ihren Mitarbeitern leichter sich auf das Meeting zu konzentrieren und die Aufgabe an der sie gerade arbeiten, zu vergessen.
Bild: Fotolia8. Tipp: Lassen Sie Stille zu!
Ruhe bedeutet nicht, dass jemand abwesend ist, sondern vielleicht lediglich, dass derjenige nachdenkt. Geben Sie ihm die Zeit.
1. Tipp: Meetings vorbereiten
Klingt banal, erfordert aber viel Disziplin: Verschicken Sie Tagesordnung und Präsentationsunterlagen zur Vorbereitung eines Meetings an alle Teilnehmer. Führen Sie das Gespräch nicht auf informeller Ebene fort, wenn es offiziell beendet ist.
Verdi-Sprecher Jan Jurczyk meint, der Drang zur ständigen Erreichbarkeit sei „eine ambivalente Entscheidung“. In manchen Unternehmen seien die Anforderungen gegeben, einige Arbeitnehmer setzten sich aber auch selbst unter Druck. „Es ist eine stillschweigende Erwartung, die mit dieser Technik weitergereicht wird“, sagte Jurczyk. Die Unternehmen dürften aber ihre Fürsorgepflicht für die Beschäftigten nicht vergessen. Auch E-Mails zu schreiben sei Arbeitszeit - würde diese vergütet oder gesondert angerechnet, würden laut Jurczyk auch die Unternehmen genauer darauf achten, dass damit kein Schindluder getrieben werde.
Auch die IG Metall würde strengere Regeln begrüßen. „Frau von der Leyen kann sich nicht aus ihrer eigenen Verantwortung stehlen, selbst für klare und verbindliche Regeln im Arbeitsschutz zu sorgen. Schlichte Appelle an die Arbeitgeber reichen nicht“, sagte Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall. Im Mittelstand weiß man um die Problematik. „Beim Thema betriebliche Gesundheitsförderung haben viele Mittelständler noch Nachholbedarf. Es dient der Gesundheit, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Arbeitsende im wahrsten Sinne des Wortes abschalten“, wird der Präsident der Bundesverbandes mittelständische
Wirtschaft, Mario Ohoven, zitiert.
Der richtige Umgang fehlt
Eine Ausnahme seien leitende Mitarbeiter, die auch in ihrer Freizeit im Notfall erreichbar sein müssten. Wirtschaftspsychologe Alexander Cisik weist darauf hin, dass die Erreichbarkeit nicht jeden stresst: „Ich würde nicht grundsätzlich sagen, dass eine permanente Erreichbarkeit krank machen kann.“ Wenn man auf eine dringende Nachricht warte, könne man sein Informationsbedürfnis ad hoc stillen. „Wenn aber der Arbeitgeber wissentlich oder eher unterschwellig seine Mitarbeiter nachts oder auch am Wochenende kontaktiert, dann entsteht daraus natürlich eine Drucksituation“, sagt der Experte. Deshalb müssten Führungskräfte und Mitarbeiter klare Regeln aufstellen. Das Problem für die Gesundheit liege nicht in der neuen Technik - sondern im Umgang damit, betont auch von der Leyen. Der „Bild“-Zeitung sagte sie: „Wir müssen nur lernen, vernünftig damit umzugehen“.
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Alle Kommentare lesen13.06.2012, 15:25 UhrAnonymer Benutzer:bli
Was muss die Politik (incl. der Gewerkschaften noch nicht alles "bevormunden", regeln. Jetzt bekommen "vollwertige" Angestellte,
Geschäftsführer, Vorstände gezwungender Maßen stressfreie Stunden verpaßt. Von der Leyen recht so,schlage vor, auch Fahrzeiten mit einzubeziehen