US-Studie: Raucher sind für ihre Chefs besonders teuer

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US-Studie: Raucher sind für ihre Chefs besonders teuer

4600 Euro - das ist die Summe, die rauchende Mitarbeiter einen Arbeitgeber in den USA pro Jahr mehr kostet als ein Nichtraucher. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Ohio State University

Der größte Kostenfaktor ist demnach, die Zigarettenpausen, die Einnahmeausfälle von 3077 Dollar im Jahr produzieren. Kleinere Posten sind zu dem Fehltage (517 Dollar) und die verminderte Produktivität (462 Dollar), die aus der Nikotinsucht resultiert. Beträge, die sich allerdings höchstwahrscheinlich nicht auf Deutschland übertragen lassen, schreibt zumindest "Spiegel Online". Außerdem seien die Methoden der Studie angreifbar. Die Zahlen basiert auf Untersuchungen in verschiedenen Zweigen der Privatwirtschaft.

Die wichtigsten Fakten zur E-Zigarette

  • Was ist das Prinzip der E-Zigarette?

    Bei jedem Zug verdampft ein Brennelement ein sogenanntes Liquid. Dieses kann Nikotin in verschiedenen Konzentrationen enthalten - es gibt sie aber auch nikotinfrei. Außerdem können alle erdenklichen Aromen zugesetzt sein. Um die Illusion perfekt wirken zulassen, glüht bei manchen Modellen eine Leuchtdiode an der Spitze auf.

  • Machen E-Zigaretten weniger süchtig?

    Wissenschaftliche Beweise gibt es nicht. Sicher ist, dass Nikotin schnell süchtig macht. Die Elektro-Kippen sind wenig erforscht, Auswirkungen möglicher Schadstoffen unbekannt, sagen Kritiker. Auch ist unklar, was dem Konzentrat beigemischt ist. Das wissen nur die Hersteller. Nachfragen bleiben mit Verweis aufs Betriebsgeheimnis unbeantwortet. Die US-Kontrollbehörde FDA fand im Jahr 2009 giftige Substanzen in Proben - darunter krebserregende Nitrosamine. Gegen eine hohe Qualität der E-Zigaretten spreche auch der variierende Nikotingehalt in den Kapseln. Auch in als nikotinfrei deklarierten Patronen konnte mitunter Nikotin gefunden werden.

  • Was weiß man über gesundheitliche Folgen?

    Die gesundheitlichen Folgen für E-Dampfer und passive "Mit-Atmer" sind in der Wissenschaft äußerst umstritten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatte zuletzt im Februar 2012 betont, dass Gefahren für Dritte „nach derzeitigem Kenntnisstand nicht auszuschließen“ seien. Es gebe so viele verschiedene Flüssigkeiten, die sogenannten Liquids, dass fraglich sei, was ein Nutzer im konkreten Fall tatsächlich inhaliere.

    Das Deutsche Krebsforschungszentrum spricht von einem erheblichen Forschungsbedarf und fordert geeignete wissenschaftliche Studien.

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO forderte im Juli 2014, Rauchverbote auch auf E-Zigaretten zu übertragen - mit einer Einschränkung: Diese Empfehlung gelte nur, solange nicht belegt sei, dass der Dampf für Umstehende ungefährlich ist.

  • Darf eine E-Zigarette überall geraucht werden?

    Behörden, Forscher und Politiker warnen vor möglichen Gesundheitsgefahren – sowohl für die E-Dampfer, als auch für die Passiv-Dampfer. Sie wollen die Rauchverbotszonen auch zu dampffreien Zonen machen. Zuletzt entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster am 4. November 2014, dass Wirte ihren Gästen weiter den Konsum von elektrischen Zigaretten erlauben dürfen - zumindest in Nordrhein-Westfalen. Das strenge Nichtraucherschutzgesetz in NRW gelte nicht für die Verdampfer. Weil bei E-Zigaretten kein Tabak verbrannt werde, handele es sich nicht um Rauchen, argumentierten die Richter. Zudem seien die Gefahren für Dritte nicht mit denen des schädlichen Zigarettenqualms vergleichbar (Az.: 4 A 775/14).

  • Urteil zu freiem Handel

    Das Oberverwaltungsgericht Münster befasste sich im September 2013 mit dem Verkauf von E-Zigaretten. Die Richter entschieden damals in einem Grundsatzurteil, dass nikotinhaltige Flüssigkeiten weiterhin außerhalb von Apotheken verkauft werden dürfen. Die Produkte seien keine Arzneimittel. Der freie Handel und Verkauf von Produkten rund um E-Zigaretten ist damit nicht strafbar. Das NRW-Gesundheitsministerium hat dagegen Revision beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt.

  • Wie groß ist der Zulauf zur E-Zigarette?

    E-Zigaretten erfreuen sich in Deutschland wachsender Beliebtheit. Laut dem Portal Statista wurden im Jahr 2010 fünf Millionen Euro auf dem E-Zigarettenmarkt umgesetzt - 2013 waren es schon 100 Millionen Euro. Für 2014 werden 150 bis 200 Millionen Euro erwartet.

In Deutschland sterben jährlich 110.000 Menschen wegen Rauchens - insgesamt rauchen 29,7 Prozent der 18- bis 79-Jährigen, Männer mit 32,6 Prozent häufiger. In Deutschland gibt es keine entsprechenden Studien.

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In den USA raucht etwa ein Fünftel der erwachsenen Bevölkerung: 443.000 Tote soll es in der Folge jährlich geben. Die Studie von Micah Berman, Rob Crane, Eric Seiber und Mehmet Munur erschien am Montag in der Fachzeitschrift „Tobacco Control“, die zur Gruppe des „British Medical Journal“ gehört. Das Forscherteam nutzt in seiner Metastudie Vorarbeiten kanadischer und US-amerikanischer Autoren, die sich unter anderem auf Analysen US-Seuchenschutzbehörde und des Conference Board of Canada stützen. Bei letzterem handelt es sich um ein unternehmensfinanziertes Wirtschaftsforschungsinstitut.

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Nach eigenen Angaben ist es Ziel der Forscher so auf die Tabak-Politik einzelner Unternehmen "einzuwirken". Schon heute, so schreibt "Spiegel Online" fordern einige Unternehmen Zusatzbeteiligungen an der Krankenversicherung, wenn geraucht wird. Andere entlassen rauchende Mitarbeiter, sofern sie in einem bestimmten Zeitraum nicht aufhören, oder stellen sie gar nicht erst ein.

Und auf eins weisen die Forscher auch noch hin: Ein rauchender Arbeitnehmer verdient in den USA - bei gleicher Position und Qualifikation - durchschnittlich 3400 Dollar weniger als sein nichtrauchender Kollege - die Mehrkosten werden also schon längst an die Beschäftigten weitergegeben.

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