Vielfalt in Unternehmen : Gemischte Teams sind selten - und unerwünscht

Vielfalt in Unternehmen : Gemischte Teams sind selten - und unerwünscht

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Diversity: Bunt gemischte Teams sind in deutschen Unternehmen offenbar die Ausnahme.

Seit zehn Jahren setzt sich die Charta der Vielfalt für Chancengleichheit ein. Und der Frauenanteil ist auch tatsächlich überall gestiegen. Eine Umfrage zeigt: noch vielfältiger wollen es die Deutschen oft gar nicht.

Vor dem W20-Gipfel haben Deutschlands Top-Managerinnen ein Kommuniqué vorbereitet, das die Wirtschaft stärker in die Pflicht nehmen soll, Frauen zu fördern. Rund 25 Unternehmen, darunter Dax-Konzerne wie SAP, Continental und Beiersdorf, haben das Kommuniqué unterzeichnet.

Denn die Frauen außen vor zu lassen, das kann sich heute kein Unternehmen mehr leisten - egal, ob es von der Frauenquote betroffen ist oder nicht. Das belegt auch eine Umfrage der Personalberatung SThree unter mehr als 1000 Berufstätigen in Deutschland. 49 Prozent sagen: Bei uns halten sich Männer und Frauen die Waage.

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Charta der Vielfalt Diversity heißt vor allem: Den Kunden verstehen

Am heutigen Diversity-Tag unterzeichnen wieder viele Unternehmen die Charta der Vielfalt. Andere sind genervt von dem Schlagwort – "Nicht schon wieder Frauenquote". Dabei verbirgt sich dahinter etwas ganz anderes.

Männer und Frauen verschiedenen Alters schauen von oben in die Kamera Quelle: Fotolia

Nur bei allen anderen Aspekten der Vielfältigkeit hapert es offenbar. So sagen jedenfalls 24 Prozent der Befragten, dass sie in eher homogenen Teams arbeiten. Mitarbeitern mit verschiedener Religionen (22 Prozent) oder Kollegen mit einer Behinderung (12 Prozent) sind eher selten. Auch was das Alter der Kollegen angeht, ist noch Luft nach oben. Nur bei 32 Prozent arbeiten Jung und Alt zusammen.


Gleich und gleich gesellt sich gern

Allerdings: das stört die Befragten auch nicht weiter. 38 Prozent der Befragten wollen grundsätzlich nicht in vielfältigen Teams arbeiten. Die Befragten machen hier jedoch Unterschiede: Während immerhin 20 Prozent mehr Vielfalt hinsichtlich Geschlecht und Alter begrüßen würden, finden Diversity-Kriterien wie Herkunft (16 Prozent) und körperliche Einschränkungen (5 Prozent) nur wenige Fürsprecher.

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