Bild: dpa/dpawebAstronautenkorps der ESA
Die Europäische Raumfahrtagentur ESA wählt nur alle paar Jahre eine kleine Zahl von Astronauten aus. Das letzte Verfahren begann im Mai 2008 und endete etwa ein Jahr später mit der Einstellung von neun Astronauten. Bewerber müssen dieselben ärztlichen Atteste wie Privatpiloten vorlegen; die Untersuchung muss von einem vom jeweiligen nationalen Luftfahrtgesundheitsamt zugelassenen Fliegerarzt vorgenommen werden. Dann folgen: Zwei psychologische und fachliche Eignungsprüfungen, darunter Verhaltenstests und Beurteilung der kognitiven Fähigkeiten. Ärztliche Untersuchungen durch Flieger- und andere Fachärzte, Laboruntersuchungen und weitere spezifische Verfahren. Alle durchgekommenen Bewerber werden dann von einem Auswahlausschuss der ESA befragt. Die ausgewählten Bewerber werden ins Europäische Astronautenkorps eingegliedert und beginnen im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln mit ihrer Grundausbildung.
Bild: Rohan SethiIndian Institute of Technology
Rund 300.000 junge Inder bewerben sich alljährlich für einen Studienplatz an einer der sieben Universitäten des Indian Institute of Technology. Nur zwei Prozent von ihnen werden aufgenommen. Der Test findet im April gleichzeitig an 600 Orten in ganz Indien statt. Absolventen haben auch in Nordamerika und Europa beste Chancen auf einen Arbeitsplatz. Die Prüfungen in Mathe, Chemie und Physik ist für alle natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge identisch. Am beliebtesten sind Informatik und Elektrotechnik. Nur die besten 300 Bewerber werden dafür zugelassen.
Bild: photothek/Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt
Das Auswahlverfahren für den höheren Auswärtigen Dienst besteht aus einer schriftlichen Prüfung - am 16. Juli 2012 – und für diejenigen, die sie bestanden haben, einer mündlichen im Zeitraum 29. Oktober bis 30. November 2012. Im schriftlichen Teil des Auswahlverfahrens soll ein außenpolitisches oder außenwirtschaftspolitisches Thema schriftlich analysiert werden. Außerdem werden Englisch- und Französischkenntnisse (ersatzweise auch die einer anderen UN-Amtssprache (Arabisch, Chinesisch, Russisch oder Spanisch), sowie Kenntnisse in Völker-, Europa- und Staatsrecht, Wirtschaft, Geschichte und Politik und Allgemeinwissen geprüft. Dazu kommt ein psychologischer Eignungstest. Das mündliche Auswahlverfahren findet an der Akademie Auswärtiger Dienst in Berlin statt. Es besteht aus: Vorstellungsgespräch mit dem Auswahlausschuss, Einzelgespräch mit dem Psychologen, Kurzplädoyer von ca. fünf Minuten vor dem Auswahlausschuss, mündlicher Sprachprüfung, zwei Gruppenübungen. Aus mehreren Tausend ursprünglichen Bewerbern, wählt das Auswärtige Amt am Ende meist eine niedrige zweistellige Zahl aus.
Bild: dapdWirtschaftsprüfer
Das Examen zum Wirtschaftsprüfer gilt als eine der härtesten Prüfungen im deutschen Bildungswesen. Um sich überhaupt bei der Wirtschaftsprüferkammer anmelden zu dürfen, braucht man ein abgeschlossenes Studium und etwa drei Jahre Berufserfahrung als Assistent in einer Prüfungsgesellschaft. Der Lernaufwand (Wirtschaftliches Prüfungswesen, Unternehmensbewertung und Berufsrecht, Angewandte Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre Wirtschaftsrecht, Steuerrecht) ist so hoch, dass die Kandidaten sich vom Arbeitgeber meist monatelang freistellen lassen. Für Vorbereitungskurse zahlen sie in der Regel mehrere Tausend Euro. Und nur etwa die Hälfte der Kandidaten besteht beim ersten Versuch ohne Nachprüfung. Wer schon Steuerberater ist, muss statt sieben nur fünf Klausuren schreiben.
Bild: dpaLufthansa-Pilot
Sichere Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch und eine ausgezeichnete Raumorientierung, Merkfähigkeit, Wahrnehmungsgeschwindigkeit, Aufmerksamkeitskapazität, Psychomotorik und Multi-Tasking-Fähigkeit erwartet die Lufthansa von angehenden Piloten. Den Eignungstest bestehen nur fünf Prozent aller Bewerber. Eine eintägige Grunduntersuchung ist der erste Teil des Eignungs-Marathons. Es folgt die zweitägige Firmenqualifikation: In Einzel- und Gruppendiskussionen sowie in Flugalltagssimulationen werden Konfliktfähigkeit, Auffassungsgabe, Geschicklichkeit und Belastbarkeit der Kandidaten auf die Probe gestellt. Der anschließende einwöchige DLR-Test gilt als einer der schwierigsten Eignungstests Deutschlands. Nach erneuten Englisch- und Mathetests und verschiedenen Tests zu Merkfähigkeit, räumlicher Orientierung, Langzeitbelastung und Reaktionsfähigkeit, muss man auch seine Fähigkeiten als Fluglotse zeigen. Zum Schluss kommen verschiedene Belastungstests, Teamübungen, eine medizinische Untersuchung, eine mündliche Englischprüfung und ein Interview. Wer all das nicht besteht, darf sich nicht wieder bewerben. Und wer gewonnen hat, darf seine zweijährige Ausbildung mit rund 60.000 Euro selbst finanzieren.
Bild: dapdGoogle
Soft Skills und Kreativität sind den Personalchefs des Internet-Giganten "Google" wichtiger als Bestnoten im Examen. Somit darf auch nur auf einen der heißbegehrten Jobs hoffen, wer etwas eigenes, besonders Kreatives vorweisen kann. Wichtig ist somit weniger der 1A-Abschluss an einer Eliteuni, sondern beispielsweise die erfolgreiche Selbständigkeit als Hundesitter oder auch ein eigener Weltrekord. Die monatlich etwa 100.000 Bewerber werden mit unkonventionellen Fragen und Aufgaben in den Job-Interviews ausgesiebt. In den Einstellungs-Tests gilt es beispielsweise einen Evakuierungsplan für eine Großstadt zu entwerfen oder die richtige Antwort auf Fragen wie "Warum sind Gullydeckel rund?" oder "Wie oft überlappen sich die Zeiger einer Uhr an einem Tag?" zu geben.
Bild: dpa/dpawebHenri-Nannen-Schule
Der Aufnahmetest zur Henri-Nannen-Schule gilt als der härteste aller Journalistenschulen. Rund 2000 Bewerber fordern die Unterlagen an, am Ende werden nur 20 genommen. Jährlich etwa 1500 Kandidaten schreiben je eine Reportage und einen Kommentar zu vorgegebenen Themen und reichen ein Rechercheprotokoll ein. 80 erhalten eine Einladung zum zweitägigen Eignungstest, wo sie unter anderem in dreieinhalb Stunden eine Reportage recherchieren und den Text in drei Stunden schreiben müssen. In einem Zehn-Minuten-Gespräch müssen sie dann die zwölfköpfige Prüfungskommission aus Chefredakteuren und Schulleitung von sich überzeugen. Zudem wird von den Bewerbern erwartet, dass sie mit Allgemeinbildung punkten und ihr Wissen in einer klaren Sprache vermitteln können.
Bild: dpaMensa – Verein der Hochbegabten
Wer seine eigene Hochbegabung durch die Mitgliedschaft beim Verein Mensa belegen möchte, muss an einem anerkannten Intelligenztest teilnehmen und dabei ein besseres Ergebnis erzielen, als 98% der Bevölkerung es erreichen würden. In Deutschland entspricht dies mindestens einem IQ von 130. Der Test von Mensa dauert ca. 90 Minuten, die Gebühr beträgt 49 Euro. Wer das Aufnahmekriterium erfüllt hat, erhält zusammen mit der Auswertung des Tests einen Aufnahmeantrag. Wer das Kriterium verfehlt, kann den Intelligenztest nach frühestens einem Jahr wiederholen.
Bild: dpaSpezialeinsatzkommandos der Polizei
Polizeibeamte unter 34 Jahren können sich bewerben. Das Auswahlverfahren an vier voneinander getrennten Tagen beginnt mit einer ärztlichen Untersuchung. Beim physischen Eignungstest ist das Augenmerk auf den sicheren Umgang mit den Dienstwaffen, die sportliche Leistungsfähigkeit wie Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer und Höhenfestigkeit gerichtet. Flexibilität, Gruppen- und Teamverhalten, Aufgabenanalyse und Aufgabenbearbeitung, Konfliktfähigkeit und Einfühlungsvermögen werden beim wissenschaftlichen Eignungstest geprüft. Die Auswahlkommission thematisiert die Motivation zur Bewerbung, das Verhalten in Gefahrensituationen oder auch die persönliche Einstellung zum Risiko. Etwa jeder fünfte Bewerber darf an den Einführungsfortbildungen teilnehmen. Die überwiegende Mehrzahl scheidet aufgrund mangelnder gesundheitlicher Eignung aus.
Bild: PersonaldisponentKampfschwimmer der Bundeswehr
Außer den normalen Einstellungsvoraussetzungen für Soldaten müssen Bewerber für die Waffentauchergruppe sich mindestens für vier weitere Dienstjahre verpflichten und außerdem folgende Bedingungen erfüllen Borddienst-, Kraftfahrer und Fallschirmspringertauglichkeit, Taucher-, U-Boot und Kampfschwimmerverwendungsfähigkeit. Die sportlichen Anforderungen sind hart: mindestens fünf Klimmzüge im Ristgriff, 1000m Schwimmen in höchstens 25 Minuten, 5000m Laufen in höchstens 25 Minuten, mindestens 45 Sekunden Zeittauchen, 25m Streckentauchen mit einer Wende
Astronautenkorps der ESA
Die Europäische Raumfahrtagentur ESA wählt nur alle paar Jahre eine kleine Zahl von Astronauten aus. Das letzte Verfahren begann im Mai 2008 und endete etwa ein Jahr später mit der Einstellung von neun Astronauten. Bewerber müssen dieselben ärztlichen Atteste wie Privatpiloten vorlegen; die Untersuchung muss von einem vom jeweiligen nationalen Luftfahrtgesundheitsamt zugelassenen Fliegerarzt vorgenommen werden. Dann folgen: Zwei psychologische und fachliche Eignungsprüfungen, darunter Verhaltenstests und Beurteilung der kognitiven Fähigkeiten. Ärztliche Untersuchungen durch Flieger- und andere Fachärzte, Laboruntersuchungen und weitere spezifische Verfahren. Alle durchgekommenen Bewerber werden dann von einem Auswahlausschuss der ESA befragt. Die ausgewählten Bewerber werden ins Europäische Astronautenkorps eingegliedert und beginnen im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln mit ihrer Grundausbildung.
57 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland haben die Erfahrung gemacht, dass Persönlichkeitstests an den konkreten beruflichen Anforderungen vorbeizielen. Doch die Ergebnisse solcher Tests seien trotzdem bedeutsam für die Karriere, das glauben zumindest 47 Prozent der 1.100 Arbeitnehmer, die repräsentativ von den Assessment-Spezialisten der "Metaberatung" befragt wurden.
59 Prozent der Arbeitnehmer erscheinen die Tests der Unternehmen nicht ausreichend fundiert zu sein, um die eigene Persönlichkeit und beruflichen Fähigkeiten treffend zu erfassen. „Die Ergebnisse der Umfrage decken sich weitgehend mit den Beobachtungen, die wir in der Unternehmenspraxis machen“, sagt Rainer M. Neubauer, Geschäftsführer der Metaberatung.
Bild: FotoliaAlternative Frage
"Warum möchten Sie sich beruflich verändern? Entspricht das jetzige Gehalt nicht Ihren Vorstellungen? Oder reizt Sie bei uns das internationale Umfeld?"
Darum geht´s: Der Personaler will Ihre Überzeugungen aufspüren - und er sucht keinen Mitarbeiter, der nur durch ein hohes Gehalt zu motivieren ist. Aber: Weder die eine noch die andere dargebotene Antwortvariante muss die Sachlage tatsächlich treffen. Vermutlich gibt es noch zig weitere Gründe für einen Arbeitgeberwechsel. Nennen Sie lieber einen, der sich mit dem Bedarf des neuen Arbeitgebers deckt.
Clevere Antwort: Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden auf meiner jetzigen Stelle. Mein Einsatz bei der Firma x hat gezeigt, dass ich Mitarbeiter gut motivieren kann. Der Krankenstand ist in meinem Team um 15 Prozent gesunken und die Fluktuation hat sich bei 3 Prozent eingependelt. Ich suche nach einer Herausforderung, bei der ich mich in ähnlicher Weise engagieren kann, und wünsche mir ein Umfeld, in dem ich mich selbst auch noch weiterentwickeln kann.
Quelle: Karriere.de
Bild: FotoliaSuggestivfrage
"Sie arbeiten doch lieber im Team, wie die meisten anderen auch, oder?"
Darum geht´s: Diese Frageart ist eine getarnte Vermutung und scheint praktischerweise die Antwort gleich mitzuliefern. Doch Vorsicht, all zu leicht ist man in die Mainstream-Falle getappt. Erst prüfen, welche Arbeitsweise die jeweilige Stelle erfordert.
Clevere Antwort: Das hängt ganz von der Aufgabenstellung ab. Manche Ziele lassen sich wie beim Sport nur in einer gemeinsamen Anstrengung erreichen, in dem man sich gegenseitig den Ball zuwirft. Dann wiederum gibt es Aufgaben, die man schneller und besser allein bewältigt. Das ist eine Frage der Selbstmotivation und Disziplin.
Bild: FotoliaTriadische Fragen
Mit welchen Worten würde Ihr Lebenspartner Ihre größte Schwäche beschreiben?"
Darum geht´s: Hier werden nicht anwesende Dritte wie Partner, Freunde, Kollegen oder Vorgesetzte in das Gespräch einbezogen, um weitere Charaktermerkmale wie die Fähigkeit zu Selbstkritik zu Tage zu fördern und nebenbei noch die Beziehungsfähigkeit zu ergründen.
Clevere Antwort: Das ist eine gute Frage. Mein Partner würde wahrscheinlich sagen, dass ich manchmal sehr direkt sein kann. Das stimmt auch, denn ich bringe die Dinge gern auf den Punkt. Ich habe mir aber angewöhnt, mehr zu hinterfragen und anderen mehr Zeit zu geben.
Bild: dpaProvokative Frage
"Man munkelt, dass Ihr derzeitiger Arbeitgeber wirtschaftliche Schwierigkeiten hat, Sie wollen also schnellstens das sinkende Schiff verlassen?"
Darum geht´s: Der Personaler möchte Sie aus der Reserve locken, um Ihre Frustrationstoleranz und Ihre Loyalität zu prüfen. Wer beleidigt oder aggressiv reagiert, hat verloren!
Clevere Antwort: Sie wissen ja, dass gern über Wettbewerber geredet wird. Ich persönlich kann nichts Schlechtes über meinen Arbeitgeber sagen. Und mal ehrlich: Würde ich das tun, würde mich das aus charakterlichen Gründen für die Aufgabe in Ihrem Haus disqualifizieren.
Bild: FotoliaHypothetische Frage
"Welchen alternativen Lebensplan können Sie sich für sich vorstellen?"
Darum geht´s: Der Personaler checkt, ob der Job für Sie womöglich nur eine Übergangslösung ist.
Clevere Antwort: Ich bin in einer äußerst spannenden Branche tätig und mir sicher, dass ich auf einer Position mit persönlicher Entwicklungsperspektive wie Sie sie bieten, langfristig sehr viel positiv bewegen und somit zum Unternehmenserfolg beitragen kann. Ein alternativer Lebensplan ist daher in meinen Augen unnötig.
Bild: FotoliaMehrfachfragen
"Als Außendienstmitarbeiter leiden Sie ja sicher nicht unter Flugangst, oder? Wie Sie wissen, legen wir besonderen Wert auf Flexibilität. Sehen Sie Probleme, auch die nordischen Länder zu betreuen? Oder würden Sie aufgrund Ihrer Sprachkenntnisse lieber die Betreuung unserer südamerikanischen Kunden übernehmen?"
Darum geht´s: Uff. Nicht verwirren lassen. Diese Fragen erfordern von Ihnen hohe Konzentration und stellen Ihre Merkfähigkeit auf die Probe.
Clevere Antwort: Auf die Beantwortung von Teilfragen beschränken und zum Beispiel nur auf den Aspekt eingehen, auf den Sie am besten vorbereitet sind.
Bild: FotoliaSelbsteinschätzungsfragen
"Bewerten Sie sich selber auf einer Skala von eins bis zehn."
Darum geht´s: Der Personaler will, dass der Bewerber sein Selbstbewußtsein und seine Selbstachtung unter Beweis stellt. Achtung: Sagen Sie zehn, werden Sie als unerträglich eingestuft, bleiben Sie unter sieben, können Sie sich auch verabschieden.
Clevere Antwort: Am besten mit acht oder neun einstufen und hinzufügen: "Es gibt immer Raum für Verbesserungen. Daher arbeite ich kontinuierlich an der Erweiterung meiner Fähigkeiten." Günstige Gelegenheit auf die aktuellste Fortbildung zu verweisen.
Bild: FotoliaSituative Fragen
"Beschreiben Sie eine Situation, in der Ihre Arbeit oder eine Ihrer Ideen kritisiert wurde."
Darum geht´s: Der Personalmanager will Ihre Erfahrung und Ihre Kritikfähigkeit ausloten. Auf gar keinen Fall schlechte Arbeit schildern, lieber eine schlechte Idee ankedotenhaft beschreiben.
Clevere Antwort: "Es schien damals eine gute Idee zu sein" - und zum Schluß erläutern Sie, wie Sie die Kritik aufnahmen. Sie könnten sagen: "Ich hörte den Einwänden meines Chefs aufmerksam zu, stellte noch einige nachfassende Fragen. Gemeinsam spielten wir einige Ansätze durch und ich kam später zurück und unterbreitete meine Idee in einer praxisnäheren Form. Die Kritik meines Vorgesetzten war sehr nützlich für das Projekt."
Bild: FotoliaSpiegelfragen
Ich habe den Eindruck, dass es neben Ihrem Wunsch nach einem internationalen Umfeld zwischenmenschliche Gründe gibt, die Sie zu einem Jobwechsel veranlassen. Habe ich Recht?"
Darum geht´s: Der Personaler spiegelt den Eindruck, den er von Ihnen gewonnen hat und erhofft sich eine Bestätigung oder Widerlegung. Aber Obacht, einen notorischen Nörgler oder Nestbeschmutzer will er nicht ins Unternehmen holen.
Clevere Antwort: Verbessern lässt sich immer etwas, das gilt natürlich auch für zwischenmenschliche Beziehungen. Ich denke, das Wichtigste ist jedoch, dass man auf sachlicher Ebene gemeinsam daran arbeitet, gesteckte Ziele zu erreichen.
Bild: FotoliaUnterschiedsfragen
"Was unterscheidet Sie von anderen Bewerbern?"
Darum geht´s: Der Personaler will wissen, wie hoch Ihre Auffassungsgabe ist und ob Sie über ein realistisches Bild vom neuen Job verfügen. Hier dem Gesprächspartner unbedingt eine für ihn wertvolle Eigenschaft wie zum Beispiel die stark ausgeprägte Kommunikationseigenschaft servieren.
Clevere Antwort: Ich halte meine Kommunikationsfähigkeit für überdurchschnittlich ausgeprägt. Und ich kann Menschen begeistern. Das ist für den Job des von Ihnen gesuchten Vertriebsingenieurs von enormem Vorteil. Denn ich begegne potenziellen Kunden nicht nur fachlich auf Augenhöhe, ich schaffe es auch, überdurchschnittliche Geschäftsabschlüsse zu erzielen, was sich für das Unternehmen sofort in barer Münze bemerkbar macht.Alles zum Thema Bewerbung finden Sie unter wiwo.de/themen/bewerbung
Bewerbung Die fünf Schlüsselfragen im Vorstellungsgespräch
Jobsuche Die 10 fiesesten Fragen im Vorstellungsgespräch
Pimp my Lebenslauf Wie sehr darf man die eigene Vita aufmotzen?
Alternative Frage
"Warum möchten Sie sich beruflich verändern? Entspricht das jetzige Gehalt nicht Ihren Vorstellungen? Oder reizt Sie bei uns das internationale Umfeld?"
Darum geht´s: Der Personaler will Ihre Überzeugungen aufspüren - und er sucht keinen Mitarbeiter, der nur durch ein hohes Gehalt zu motivieren ist. Aber: Weder die eine noch die andere dargebotene Antwortvariante muss die Sachlage tatsächlich treffen. Vermutlich gibt es noch zig weitere Gründe für einen Arbeitgeberwechsel. Nennen Sie lieber einen, der sich mit dem Bedarf des neuen Arbeitgebers deckt.
Clevere Antwort: Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden auf meiner jetzigen Stelle. Mein Einsatz bei der Firma x hat gezeigt, dass ich Mitarbeiter gut motivieren kann. Der Krankenstand ist in meinem Team um 15 Prozent gesunken und die Fluktuation hat sich bei 3 Prozent eingependelt. Ich suche nach einer Herausforderung, bei der ich mich in ähnlicher Weise engagieren kann, und wünsche mir ein Umfeld, in dem ich mich selbst auch noch weiterentwickeln kann.
Quelle: Karriere.de
„Von den rund 1.000 in Deutschland verwendeten Testverfahren halten gut 80 Prozent neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Human-Resources-Forschung nicht stand.“ Der Mangel an methodischer Professionalität führt zudem dazu, dass die wenigsten Testanwender zertifiziert sind (DIN 33430). Sie entsprechen oft nicht den neuesten Anforderungen des deutschen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und werden oft den bekannten internationalen Fachstandards nicht gerecht, die von der American Psychological Association aufgestellt wurden.
Die Arbeitnehmer kritisieren jedoch nicht nur die fachliche Qualität, sondern auch die Verfahren der durchgeführten Tests. Drei Viertel der Befragten bemängeln, dass die Auswertung ihres Persönlichkeitstests durch den Arbeitgeber derzeit hinter verschlossenen Türen stattfindet. Die Ergebnisse der Tests werden den Getesteten nicht detailliert mitgeteilt.
Gleichzeitig ist das Interesse der Berufstätigen an Gesprächen über die Karriereaussichten mit den Vorgesetzten groß. Zwei Drittel der Mitarbeiter wünschen sich einen Austausch über die Ergebnisse von Persönlichkeitstests, um den beruflichen Werdegang gemeinsam zu gestalten.
"Wie die Praxis zeigt, werden die Persönlichkeitstests mangels Schulung des Personals häufig nicht richtig angewendet oder die Ergebnisse liefern langfristig keine haltbaren Aussagen", sagt Neubauer. Daher sollten Arbeitgeber umdenken und wissenschaftlich fundierte Persönlichkeitstests anwenden, die den Dialog mit den Arbeitnehmer erleichtern. "So lassen sich insbesondere Talente im eigenen Unternehmen zuverlässig identifizieren und auf Grundlage einer gemeinsamen Strategie fördern. Angesichts des Fachkräftemangels ist die Einführung eines solchen modernen Talent-Managements unverzichtbar“, so Neubauer.





















