Weiterbildungstrends 2017: Unternehmen erwarten viel, aber schulen zu wenig

Weiterbildungstrends 2017: Unternehmen erwarten viel, aber schulen zu wenig

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Digitale Skills sind in der Arbeitswelt unentbehrlich, aber noch nicht ausreichend geschult.

Kaum eine Berufsgruppe kommt noch ohne Weiterbildung aus: Was gestern gelernt wurde, ist heute schon alt. Besonders die sogenannten digitalen Skills sind gefragt. Nur mit der Schulung hapert es.

Vom professionellen Umgang mit dem Internet bis zum Einsatz cloudbasierter Tools: Personaler erwarten von Bewerbern und Mitarbeitern vielfältige digitale Fähigkeiten. Kein Englisch, kein Internet: keine Chance. Dafür sorgt schon der technische Fortschritt, der weder vor der Produktion noch vor der Buchhaltung halt macht: Fertigungsprozesse verändern sich, Mensch und Maschine sind immer stärker vernetzt, Teams rund um die Welt arbeiten dank cloudbasierter Tools so zusammen, als säßen sie auf derselben Abteilung.

Nur: Das Weiterbildungsangebot vieler Unternehmen hinkt den Anforderungen noch hinterher, wie die aktuelle Studie "Weiterbildungstrends in Deutschland 2017" von TNS Infratest und der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) zeigt.

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Personaler rechnen mit großem Weiterbildungsbedarf

Kein Englisch, kein Internet - keine Chance. Vom professionellen Umgang mit dem World Wide Web bis zum Einsatz von Spezialsoftware: Personaler erwarten von Bewerbern und Mitarbeitern vielfältige digitale Fähigkeiten. Dafür sorgt schon der technische Fortschritt, der weder vor der Produktion noch vor der Buchhaltung halt macht. Fertigungsprozesse verändern sich, Mensch und Maschine sind immer stärker vernetzt, Teams rund um die Welt arbeiten dank cloudbasierter Tools eng zusammen.

Weiterbildung "Im Vertrieb klappt Präsenztraining nicht"

Wer auf dem Arbeitsmarkt bestehen will, muss kontinuierlich lernen. Das ist vor allem eine Herausforderung für Unternehmen. Sie müssen ihre Mitarbeiter schulen. Aber welches Weiterbildungsangebot soll es sein?

Ein klassisches Seminar eignet sich nicht für alle. Quelle: Fotolia

Nur: Das Weiterbildungsangebot vieler Unternehmen hinkt den Anforderungen hinterher. Das zeigt die aktuelle Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2017“ von TNS Infratest und der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD).

300 Personalverantwortliche wurden befragt, was die Mitarbeiter ihres Unternehmens drauf haben sollten - und wie die Weiterbildung im Betrieb aussieht. Wenig verwunderlich sind der sichere Umgang mit Software, dem Internet und das Wissen um IT-Sicherheit aus Sicht der Befragten sehr wichtig.

So sagen 91 Prozent der Befragten, dass es ohne Online-Kompetenzen heute nicht mehr geht. Dagegen bieten aber nur 55 Prozent gezielt Weiterbildungen rund um Internetkompetenzen an, wie die untenstehende Auflistung zeigt. Gleiches beispielsweise auch bei der IT-Sicherheit: 88 Prozent der Befragten gaben an, dass das Wissen um IT-Sicherheit und Sicherheitslücken zu den wichtigsten Kompetenzen im digitalen Arbeitsumfeld gehören. Eine große Rolle in der Weiterbildung spielt das Thema aber nur bei 59 Prozent der Befragten.

Digitale Skills: Wie wichtig ist der sichere Umgang mit...?

  • Internet

    91 Prozent der befragten 300 Personalverantwortlichen sagen: Wer im Netz nicht fit ist, kommt nicht weiter. Dagegen sagen nur 55 Prozent, dass diese Kompetenzen in ihrem Unternehmen in hohem, beziehungsweise sehr hohen Maß geschult werden.

    Quelle: "Weiterbildungstrend in Deutschland 2017" von TNS Infratest/Studiengemeinschaft Darmstadt

  • Berufsrelevanten Software-Programmen

    90 Prozent gaben an, dass der sichere Umgang der Mitarbeiter mit entsprechenden Software-Lösungen kriegsentscheidend sei. In 70 Prozent der Unternehmen wird entsprechender Aufwand betrieben, um die Mitarbeiter fit zu machen.

  • Sicherheitsrichtlinien für IT

    Digitalisierung funktioniert nicht ohne IT-Sicherheit. Entsprechend halten 88 Prozent der Personaler den sicheren Umgang beziehungsweise entsprechende Kenntnisse für eine sehr wichtige Kompetenz. In 59 Prozent der befragten Unternehmen ist der Weiterbildungsumfang bei IT-Sicherheit entsprechend hoch oder sehr hoch.

  • Kommunikations-Tools

    Zusammenarbeit funktioniert nicht ohne Kommunikation. Entsprechend sagen 88 Prozent der Personaler, dass ihre Mitarbeiter sicher mit entsprechenden Tools umgehen können müssen. In 58 Prozent der Unternehmen ist der Schulungsumfang entsprechend hoch.

  • Tools zur Selbstorganisation

    Und weil die Digitalisierung von allen mehr Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Selbstorganisation verlangt, sollten Mitarbeiter auch mit Tools zur Selbstorganisation umgehen können. Sagen zumindest 85 Prozent der Befragten. Entsprechend hoch ist der Schulungsumfang für derartige Tools bei 58 Prozent der Betriebe.

  • Tools zur Wissensaneignung

    Lernen ist wichtig, den Umgang mit Lernsoftware halten entsprechend 79 Prozent der Personaler für eine sehr wichtige Kompetenz. In 54 Prozent der Unternehmen sind Tools zur Wissensaneignung entsprechend ein sehr wichtiger Gegenstand von Weiterbildungsmaßnahmen.

  • Cloudbasierte Kollaborations-Tools

    Da Zusammenarbeit auch Standorte übergreifend organisiert werden muss, ist der sichere Umgang mit cloudbasierten Kollaborations-Tools für 75 Prozent der Personaler eine sehr wichtige Kompetenz. Der aktuelle Schulungsumfang zum Thema ist aber nur in 51 Prozent der Unternehmen hoch oder sehr hoch.

Den größten Weiterbildungsaufwand betreiben die Unternehmen noch im Bereich Software. 70 Prozent bieten Schulungen für neue berufsbezogene Programme an. Da drängt sich die Frage auf, ob die Beschäftigten in den anderen Unternehmen neue Software kommentarlos vorgesetzt bekommen. Nach dem Motto: Die werden sich schon selbst beibringen, wie das funktioniert.

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