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Wochenend- und Nachtarbeit: Deutsche müssen mehr nachts und am Wochenende arbeiten

Von den Beschäftigten in Deutschland wird immer mehr verlangt. In 15 Jahren sind Wochenend- und Nachtarbeit viel häufiger geworden. Die Jobs der Jungen sind unsicherer. Trotzdem wurde 2011 so selten gestreikt wie nie.

1. Klarheit schaffen

Bevor Sie überstürzt kündigen, wagen Sie eine ehrliche Bestandsaufnahme: Wollen Sie wirklich den Job wechseln? Oder flüchten Sie vor temporären Problemen? Haben Sie diese Fragen für sich klar beantwortet, bewahrt Sie das vor einer Kurzschlussreaktion, die Sie im Nachhinein womöglich bereuen.

Bild: Fotolia

Die Menschen in Deutschland arbeiten häufiger am Wochenende und in der Nacht als noch vor 15 Jahren. Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes musste im vergangenen Jahr fast ein Viertel (24,5 Prozent) aller Beschäftigten auch samstags arbeiten. 1996 waren es nur 18,8 Prozent. Auch der Anteil der Nachtarbeiter (23 bis 6 Uhr) erhöhte sich in den 15 Jahren von 6,8 auf 9,6 Prozent, wie das Amt in seinem neuen Indikatorenbericht zur Qualität der Arbeit berichtete.

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Ein großer Trend in dem Zeitraum war die Ausweitung der Teilzeitbeschäftigung von 14 auf 27 Prozent, die dazu führte, dass die durchschnittliche Arbeitszeit aller Erwerbstätigen auf 35,5 Stunden sank. Das waren fast drei Stunden weniger als unmittelbar nach der Wiedervereinigung.

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Menschen in vollen Jobs mussten hingegen länger arbeiten: Arbeitnehmer legten im Schnitt 40 Minuten auf 40,7 Stunden drauf, was leicht über dem EU-Wert von 40,4 Stunden lag. Besonders lange Arbeitszeiten beobachteten die Statistiker bei Selbstständigen und Führungskräften.

Teilzeit ist in Deutschland zu rund 80 Prozent Sache der Frauen, die meist (54 Prozent) wegen der Familie beruflich kürzertreten. Der Anteil der unfreiwilligen Teilzeitbeschäftigten, die also eigentlich einen vollen Job suchen, ist seit 2010 wieder deutlich auf nun 16 Prozent gesunken. Im Jahr 1992 suchte hingegen nur jeder 20. Teilzeitbeschäftigte (fünf Prozent) einen Vollzeitjob.

Je mehr Kinder zu versorgen sind, desto seltener sind die Mütter zusätzlich noch erwerbstätig, stellten die Statistiker fest. So ist von Müttern mit drei oder mehr Kindern nur knapp jede Vierte (24,5 Prozent) im Job. Von 100 Frauen hatten 46 im Jahr 2011 eine bezahlte Arbeit. Bei einem Bevölkerungsanteil von 51 Prozent sind sie damit zwar immer noch am Arbeitsmarkt unterrepräsentiert, holen aber auf.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 21.08.2012, 10:42 Uhrrolf

    Wenn immer mehr Leute im Dienstleistungssektor arbeiten (sollen), ist es doch klar dass die Nacht- und Wochenendarbeit zunimmt.

  • 20.08.2012, 15:14 Uhrskyjellyfetty

    Wir opfern unser Leben einer Produktions-und Arbeitsgesellschaft.
    Ist das alles?War´s das?
    Und obwohl die Produktivität immer weiter steigt,macht uns das nicht freier.Bis auf einige wenige,aber das war nie anders.
    Haben die uns im Würgegriff?Muss das sein?
    "Ora et labora - Im Schweiße Deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Ackerboden; von ihm bist du ja genommen. Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück."
    War dies einst Begründung des mühevollen Daseins,so hat der Mensch doch inzwischen viel zur Erleichterung erfunden.Aber mit allem was uns Zeit einspart werden wir nicht glücklicher,denn die ersparte Zeit wird flugs mit neuen Anforderungen gefüllt.Sysiphos läßt grüßen.

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