Wunsch und Wirklichkeit: Arbeitgeber bieten oft falsche Anreize

Wunsch und Wirklichkeit: Arbeitgeber bieten oft falsche Anreize

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Vieles, was Arbeitgeber anbieten, wollen ihre Mitarbeiter gar nicht.

Dienstwagen statt Home-Office, Büro mit Aussicht statt Teilzeit. Was Arbeitgeber anbieten ist oft nicht das, was Arbeitnehmer wollen. Was der Traumarbeitgeber den Deutschen bieten sollte - und was er sich schenken kann.

Wunsch oder Wirklichkeit? Im Großen und Ganzen stellen die Deutschen ihren Unternehmen ein gutes Zeugnis aus: 83 Prozent aller Befragten gaben an, sich wohl oder sogar sehr wohl (50 Prozent und 32 Prozent) zu fühlen. Allerdings wünschen sich die Deutschen von ihren Arbeitgebern oftmals Dinge, die diese ihnen nicht bieten, so das Ergebnis der Umfrage "Traumarbeitgeber" des Direktversicherers Hannoversche. Beispielsweise wünschen sich 41 Prozent der Berufstätigen eine bessere Bezahlung als in ihrer Branche üblich - doch nur 16 Prozent bekommen sie auch.

Allerdings ist es nicht so, dass die Unternehmen nicht bemüht wären, ihren Arbeitnehmern motivierende Extras zu bieten. 83 Prozent der Deutschen erhalten Zusatzleistungen von ihrem Arbeitgeber. Nur treffen diese Angebote oft nicht die Nachfrage: Firmen in Deutschland bieten ihren Mitarbeitern häufig Services, die diese sich nicht oder kaum wünschen und daher auch nicht zu schätzen wissen.

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Besonders auffällig ist der Abstand beim Betriebssport: Er wird 13 Prozent der Berufstätigen angeboten - aber nur drei Prozent wissen ihn zu schätzen. Auch eine Kantine mit gesundem Essen und Fahrkostenzuschüsse werden häufiger angeboten als nachgefragt.

Was sich die Deutschen von ihrem Arbeitgeber wünschen - und was sie bekommen

  • Flexible Arbeitszeiten

    53 Prozent der Deutschen hätten gerne flexible Arbeitszeiten. Doch nur 46 Prozent bekommen sie auch.

     

    Quelle: Umfrage "Traumarbeitgeber" des Direktversicherers Hannoversche

  • Work-Life-Balance

    Für 44 Prozent wäre eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben wichtig. Nur 31 Prozent können sich tatsächlich darüber freuen.

  • Gehalt

    Der Traumarbeitgeber zahlt für 41 Prozent mehr als branchenüblich. Tatsächlich so viel wie erträumt bekommen jedoch nur 16 Prozent.

  • Zuschüsse zur betrieblichen Altersvorsorge

    27 Prozent sagen, dass ihr Traumarbeitgeber ihre betriebliche Altersvorsorge bezuschussen sollte. In den Genuss der Förderung kommen tatsächlich sogar 30 Prozent.

  • Urlaub

    22 Prozent wünschen sich mehr Urlaub als normalerweise in der Branche üblich. Doch nur bei zehn Prozent wird dieser Traum auch wahr.

  • Verpflegung

    Für 13 Prozent sind kostenloses Essen und Getränke, wie z.B. Obst oder Mineralwasser wichtig. 20 Prozent bekommen Gratis-Essen und Getränke.

  • Kantine

    11 Prozent wünschen sich in ihrer Kantine auch gesundes Essen, statt immer nur Schnitzel und Currywurst. 18 Prozent können tatsächlich auch mal zum Salat greifen.

  • Jobtickets

    Fahrtkostenzuschüsse, z. B. für öffentliche Verkehrsmittel wünschen sich elf Prozent. Tatsächlich zur Verfügung stehen sie jedoch für 15 Prozent der Arbeitnehmer.

  • Büroatmosphäre

    Acht Prozent legen Wert auf eine individuelle Arbeitsplatzgestaltung, z. B. angepasste Möbel und Pflanzen. Angeboten wird es für 14 Prozent.

  • Fitness

    Keine Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit gibt es bei Zuschüssen zur Gesundheitsvorsorge, wie z. B. einem Zuschuss für den Beitrag im Fitnessclub. Sieben Prozent wünschen es sich, sieben Prozent bekommen es.

  • Feelgood-Manager

    Einen Beauftragten, der sich um die Verbesserung des Betriebsklimas kümmert (Feel-Good-Manager) wünschen sich sechs Prozent der Deutschen. Tatsächlich haben ihn jedoch nur drei Prozent der Befragten.

  • Personalrabatt

    Firmenvergünstigungen bei Veranstaltungen und beim Einkaufen wünschen sich nur vier Prozent, wobei zwölf Prozent solche Rabatte in Anspruch nehmen können.

  • Betriebssport

    Fußball, Rückenschule, Yoga: Nur drei Prozent legen Wert auf Betriebssport-Angebote. Dagegen können 13 Prozent solche Angebote nutzen.

  • Wellness

    Drei Prozent würden sich gerne am Arbeitsplatz massieren lassen, vier Prozent können sich tatsächlich einen Masseur an den Schreibtisch bestellen.

  • Meditation

    Außerdem können drei Prozent der Befragten am Arbeitsplatz kostenlose Angebote für Achtsamkeits- und Mediationstrainings wahrnehmen. Allerdings legen nur zwei Prozent tatsächlich Wert auf ein solches Angebot.

Am wichtigsten sind den befragten 1000 Berufstätigen laut der Umfrage übrigens flexible Arbeitszeiten, eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und ein überdurchschnittliches Gehalt. Den Feelgood-Manager oder den Meditationskurs können sich Unternehmen dagegen schenken.

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