Ziele 2014: So schaffen Sie, was Sie sich vorgenommen haben

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Ziele 2014: So schaffen Sie, was Sie sich vorgenommen haben

von Daniel Rettig

Haben Sie zum Jahreswechsel neue Vorsätze gefasst? Und gleichzeitig festgestellt, dass Sie viele alte gebrochen haben? Das muss nicht sein. So schaffen Sie 2014, was Sie sich vornehmen.

Herbert Hainer vergleicht das Leben eines Managers gern mit dem eines Athleten: Beide, sagt der Adidas-Chef, benötigten Talent, Leidenschaft und Ehrgeiz. Die wichtigste Parallele zwischen Spitzensport und Management: Führungskraft wie Hochleistungssportler bräuchten vor allem eines – klare Ziele. Und weil Adidas 2013 nicht alles erreicht habe, was sich das Unternehmen vorgenommen habe, sei sein Ziel als CEO von Deutschlands größtem Sportartikelhersteller klar: „Wir müssen uns 2014 noch mehr anstrengen.“

Ein nachvollziehbares Gefühl. Wer blickt zum Jahresende nicht zurück und hält zwischen Weihnachtsbraten und Silvesterfeuerwerk inne. Denkt darüber nach, was in den zurückliegenden zwölf Monaten gut gelaufen ist und was schlecht. Überlegt, welche Fehler er gemacht, welche Chancen er verpasst hat.

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Viele stellen in diesen Tagen nicht nur ihre mentale Uhr auf null, sie blicken auch auf die kommenden Monate und fassen konkrete Vorsätze fürs neue Jahr, privat wie beruflich. Die einen wollen, wieder mal, den Zigaretten abschwören, mehr Sport machen, weniger Alkohol trinken oder sich gesünder ernähren. Andere wollen auf der Karriereleiter nach oben klettern, neue Kunden gewinnen, Projekte anstoßen oder einfach mehr Geld verdienen.

Denn diese Ziele sollen unser Verhalten positiv beeinflussen. Uns dabei unterstützen, pragmatisch zu handeln, diszipliniert zu bleiben und konzentriert zu arbeiten. Im Privatleben ebenso wie im Job. Das bestätigt auch eine Studie der Unternehmensberatung Accenture aus dem Jahr 2011, die 3400 Personen weltweit nach ihren wichtigsten beruflichen Plänen und Wünschen befragte. Die meisten wollten sich Wissen und Können aneignen, ihre Karriere planen oder flexibel arbeiten.

Mit diesen Ratschlägen erreichen Sie Ihre Ziele einfacher.

  • Ehrgeiz wagen

    Setzen Sie sich ruhig hohe Ziele – dann sind Sie hinterher umso glücklicher. Natürlich riskieren Sie, das Ziel nicht zu erreichen. Aber auf dem Weg werden Sie so oder so dazulernen.

  • Erfolg einreden

    Wer sich vorher einredet, dass er ein Ziel definitiv erreicht, erhöht seine Erfolgschancen. Denken Sie an frühere Erfolge. Was ist Ihnen schon einmal gut gelungen? Wie haben Sie das geschafft?

  • Fristen setzen

    Setzen Sie sich enge Fristen. Ist eine Präsentation auf Freitag terminiert, legen Sie Ihr Ultimatum auf Mittwoch. Das verhindert Hektik und schafft Puffer für den Feinschliff.

  • Stolz sein

    Konzentrieren Sie sich darauf, wie stolz und zufrieden Sie im Erfolgsfall sein werden. Scham oder Schuld machen ein schlechtes Gewissen – und lassen uns gute Vorsätze über Bord werfen.

  • Zeit nutzen

    Wenn morgens Ihr Rechner hochfährt, nutzen Sie die Zeit und notieren die wichtigsten Pläne des Tages. Dasselbe können Sie wiederholen, wenn Sie ihn abends ausschalten.

  • Ziele zuspitzen

    Ziele müssen spezifisch, messbar, realistisch erreichbar sein und einen konkreten zeitlichen Rahmen haben. „Ich will konzentrierter arbeiten“ ist zu schwammig formuliert. Besser: „Ich will nur alle 60 Minuten E-Mails checken.“

  • Ziel fokussieren

    Nehmen Sie sich immer nur eine Sache vor. Zu viele Ziele verwirren und lassen die Disziplin sinken. Weiterer Vorteil: Dann können Sie sich schneller über einen Erfolg freuen – und der erhält die Konzentration.

Doch etwas zu wollen ist das eine. Es zu tun und die Pläne gegen Widerstände – nicht zuletzt gegen eigene psychologische Blockaden – durchzusetzen das andere. Das Bauchgefühl belegt auch ein Blick auf die Statistik: etwa eine Untersuchung des britischen Psychologen Richard Wiseman, der vor einigen Jahren mehr als 3000 Briten zu diesem Thema befragt und begleitet hat. 52 Prozent der von Wiseman beobachteten Personen glaubten, dass sie ihre Pläne einhalten würden. Die ernüchternde Bilanz nach einem Jahr: Gerade einmal zwölf Prozent der Probanden hatten geschafft, was sie sich fürs abgelaufene Jahr vorgenommen hatten. Auch in Deutschland ist es mit der Disziplin in Sachen Vorsätze nicht weit her: Nur etwa jeder Fünfte schafft es, sich an seine Vorsätze zu halten – und selbst das nur zwei bis drei Monate.

Schon seltsam. Menschen haben heute mehr Freiheit denn je. Sie können das Studienfach ebenso frei wählen wie den Beruf. Dennoch scheitern viele dabei, ihre Ziele zu erreichen. Trotzdem – oder gerade deswegen? Was also kann jeder Einzelne dafür tun, seine Vorsätze in die Tat umzusetzen? Und wie gelingt es Führungskräften, im Unternehmen eine Kultur zu schaffen, die Mitarbeitern hilft, ihre Ziele zu erreichen?

„Wollen allein genügt nicht“, sagt Hugo Kehr, Psychologieprofessor und Motivationsforscher an der Technischen Universität München. Er rät Managern, Angestellten regelmäßig drei Fragen zu stellen: Erledigen Sie Ihre Aufgaben wirklich gerne? Wie wichtig sind sie Ihnen? Und haben Sie die notwendigen Fähigkeiten?

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