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Alternativen: Noch gibt es freie Studienplätze

von Nora Jakob

Viele Studienbewerber haben den Brief mit der Entscheidung, wo sie ihr Studium beginnen werden, erhalten. Wer bislang keinen Platz bekommen hat, kann auf das Nachrückverfahren hoffen. Oder er studiert von zu Hause aus an einer amerikanischen Eliteuniversität - kostenlos und mit Zertifikat.

Ingenieurwissenschaften

In dieser Fächergruppe fiel der Rückgang besonders stark aus: Noch knapp 106.300 junge Menschen begannen dieses Studium. Das sind 8,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem die Zahl der männlichen Studienanfänger sank, während die Anzahl der Frauen stieg. Ursache ist nach Angaben der Statistiker die Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011, die damals zu einem deutlichen Anstieg der männlichen Erstimmatrikulierten geführt hatte.

Bild: dpa/dpaweb

Die meisten Zusagen für den Studienplatz sind verteilt - viele werden gejubelt haben, einige nicht. Doch noch gibt es Möglichkeiten für alle die, die bislang noch nicht wissen, wo sie ab Oktober studieren werden. Im vergangenen Wintersemester haben 15.384 Personen angefangen zu studieren. Eine Zahl, die das Statistische Bundesamt mitteilte.

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Für das kommende Wintersemester erwarten viele Universitäten einen Anstieg der Studierenden. Demgegenüber gibt es 420 Hochschulen in Deutschland, die etwa 10.000 Erststudiengänge anbieten. Obwohl die Anzahl der Studiengänge in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut wurde, so werden auch dieses Jahr nicht alle Bewerber für einen Platz berücksichtigt werden können. Eine Alternative könnte deshalb die Teilnahme an einem Onlinekurs einer amerikanischen Eliteuniversität oder des Hasso-Platter-Instituts in Potsdam sein.

Die Universitäten Harvard, Berkeley und das Massachusetts Institute of Technology in Cambridge bieten auf der Lernplattform "edX" sieben interaktive Onlinekurse für Interessierte an. Am Ende des Kurses bekommt der Studierende ein Zertifikat, dass die Teilnahme am Kurs bescheinigt und von der Universität ausgestellt wird, deren Seminar besucht wurde. Der Nutzen für die Elite-Universitäten liegt darin, dass während des Lernens erforscht wird, wie die Studierenden lernen wie Technologie das Lernen sowohl auf dem Campus als auch weltweit beeinflusst.

Tipps für die Studienplatzsuche in letzter Minute

  • Studienplatzbörse

    Auf www.freie-studienplaetze.de informiert die Stiftung für Hochschulzulassung über Hochschulen, in denen es wenige Wochen vor Semesterbeginn noch freie Studienplätze gibt.

  • Nachrückprogramme

    Manche Hochschulen bieten – wenn in einem Jahr zu wenig Anmeldungen eingegangen sind – Nachrück-Programme an. Dafür müssen Sie sich ganz normal bewerben und oft auch einen Eignungstest bestehen. Aber die Aussichten sind gut.

  • Duales Studium

    in Wenn das Studium für Sie ohnehin nur ein schneller Weg in den Beruf in der Wirtschaft sein soll, könnt ein duales Studium mit fest integrierten Praxisblöcken eine Alternative sein. Dazu brauchen Sie in der Regel nur den Platz beim Ausbildungsbetrieb, der Studienplatz ist dann gesichert. Es gibt Unternehmen, die auch in den letzten Wochen noch Bewerber als duale Studenten nehmen.

  • Ausland

    Ein Studium im Ausland kann eine Option sein, denn in einigen Ländern sind deutsche Studenten auch noch kurz vor Semesterbeginn willkommen. Möglicherweise höhere Kosten und natürlich die die Sprachbarriere müssen Sie in Kauf nehmen.

Die 150.000 Studierende kommen aus 160 Ländern und sind zwischen 14 und 74 Jahren alt. Sogar einen Präsidenten hat das Unternehmen EDX, das jene Kurse anbietet, Anant Agarwal, der sagt, dass es so erreicht werden könne, dass Menschen aller Altersstufen, Meinungen und Nationen sich austauschen. Bislang sind die Kurse kostenlos, das bleibt zumindest auch im kommenden Wintersemester so, danach ist allerdings eine Gebühr für das Zertifikat in Planung.

Das Kursangebot deckt viel Disziplinen ab: Eine Einführung in die Informatik wie auch eine Veranstaltung über Künstliche Intelligenz oder das Gesundheitswesen können belegt werden. Renommierte Dozenten, wie der Informatik-Professor, David Patterson oder Informatiker Dan Klein geben die Online-Kurse. Über das im Frühling gestartete Projekt "edX" sollen in Zukunft noch weitere Online-Seminare angeboten werden.

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