Aus Nicht-EU-Staaten: Wie Brüssel Studenten und Forscher locken will

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Aus Nicht-EU-Staaten: Wie Brüssel Studenten und Forscher locken will

Mehr als 200.000 ausländische Studenten und Forscher reisen jährlich in die EU ein. Die Kommission will die Toptalente mit einer Reihe von Maßnahmen künftig länger in Europa halten.

Für Studenten und Wissenschaftler aus Nicht-EU-Ländern soll das Lernen und Arbeiten in Europa leichter werden. Gelockerte Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen könnten mehr Talente aus aller Welt anlocken, sagte EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström am Montag in Brüssel. „Diese Menschen werden für uns in Zukunft der Schlüssel zu Entwicklung und Wachstum sein.“ Die Kommission will den EU-Staaten eine Frist von 60 Tagen stellen, um Visums-Anträge zu bearbeiten. Innerhalb der EU sollen Studenten und Forscher unkomplizierter das Land wechseln können. Auch ihren Familienangehörigen will die Kommission das Reisen erleichtern.

Studenten dürfen den Gesetzesvorschlägen zufolge künftig mindestens 20 Stunden pro Woche arbeiten. Nach dem Abschluss von Studium oder Forschung sollen sie noch ein Jahr lang bleiben können, um sich nach einem Job umzusehen oder sich selbstständig zu machen. Die Erteilung der Arbeitserlaubnis bleibe aber Sache der EU-Staaten, betonte Malmström - es gebe kein automatisches Recht auf Arbeit.

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Wenn begabte junge Menschen wegen der Bürokratie nicht in die EU kämen, seien beide Seiten Verlierer, sagte die Innenkommissarin. „Sie können wichtige Karrierechancen verpassen und der Wirtschaft der EU entgehen möglicherweise neue Talente, Fähigkeiten und frische Ideen.“ Jährlich reisten mehr als 200 000 ausländische Studenten und Forscher in die EU ein - nach Deutschland kamen laut EU-Kommission im Jahr 2011 rund 27 600.

Von den neuen Bestimmungen profitieren würden aus Sicht der Kommission neben Studenten und Wissenschaftlern auch bezahlte Praktikanten, Schüler und Teilnehmer an Au-pair-Programmen. Jetzt müssen das Europaparlament und die EU-Staaten über die Vorschläge beraten. Ab wann die Regeln gelten könnten, sei schwer einzuschätzen, sagte Malmström. Die Kommission hofft, dass es 2016 so weit sein wird.

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