Ausbildungsplätze: Wo Hauptschüler eine Chance haben

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Ausbildungsplätze: Wo Hauptschüler eine Chance haben

Die Bewerbungsphase für Ausbildungsplätze beginnt. Für Abiturienten ist es leicht, eine Lehrstelle zu finden. Sie kommen sowohl im Konzern als auch im Handwerksbetrieb unter. Doch auch Hauptschüler sind nicht chancenlos.

Die Sommerferien steehen vor der Tür, in einigen Bundesländern haben sie sogar schon begonnen. Für viele Schüler endet mit den großen Ferien nicht nur das Schuljahr, sondern die Schulzeit im Allgemeinen. Im Herbst beginnt dann das Ausbildungsjahr. Deshalb heißt es jetzt, sich bewerben. Laut der Flexindex-Erhebung des Ifo-Instituts und des Personaldienstleisters Randstad bilden in diesem Jahr 74 Prozent der deutschen Betriebe aus - manche suchen händeringend nach Azubis. Rund 28 Prozent der Firmen hat Schwierigkeiten, junge Leute zu finden.

Was Azubis von ihrer Ausbildung erwarten

  • 21 Prozent

    Laut der Studie „Azubi-Recruiting Trends 2015“ wollen sich 21 Prozent der Auszubildenden mit ihrer Lehre beziehungsweise ihrem späteren Job selbst verwirklichen.

  • 22 Prozent

    22 Prozent gehören zu den zweckorientierten Karrieristen, die den Beruf lernen, mit dem sich am schnellsten das meiste Geld verdienen lässt und wo es am schnellsten die Karriereleiter hinauf geht.

  • 57 Prozent

    Die Mehrheit sucht Spaß sowie Erfüllung im Beruf und möchten bei der Arbeit ihre Wertvorstellungen umsetzen.

Trotzdem hat nicht jeder Schulabgänger gute Chancen. Ältere Studien zeigen, dass kaum ein Betrieb bereit ist, Hauptschüler auszubilden, wenn er Realschüler oder Abiturienten haben kann. Letztere sind besonders bei Großkonzernen beliebt. Von den deutschen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern bilden 97 Prozent aus. Und 72 Prozent der Lehrlinge in deutschen Großkonzernen haben Abitur. Besonders häufig machen Abiturienten ihre Lehre in Industriebetrieben.

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Es gibt natürlich auch Konzerne, bei denen Hauptschüler eine Chance haben. Viele wenden sich mit speziellen Programmen direkt an die künftigen Azubis. So greift beispielsweise der Konsumgüterkonzern Henkel unter dem Motto "Hauptschüler welcome" Schülern der neunten Klasse unter die Arme und coacht und berät sie bis sie einen Ausbildungsplatz haben - bei Henkel oder einem anderen Unternehmen.

Grundsätzlich haben es Hauptschüler jedoch bei kleinen Betrieben leichter als bei solchen, die jeden Tag säckeweise Bewerbungen bekommen. Entsprechend zeigt auch der Flexindex, dass in kleinen Unternehmen die Mehrheit der Azubis Hauptschüler sind. Bei Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern sagen nur noch neun Prozent, dass ein Großteil der Lehrlinge die Hauptschule besucht hat. Unterscheidet man nach Branchen, stellt vor allem der Dienstleistungssektor häufig Hauptschulabgänger ein.

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