Saarland
Stärken: Im Saarland machen 51,9 Prozent das Abitur. Das ist über Bundesdurchschnitt und befördert das Land damit in die Spitzengruppe im Ländervergleich. Auch in puncto Integration ist das Saarland weit vorne: Nur 4,3 Prozent aller Schüler sind vom Regelschulsystem ausgeschlossen und werden in speziellen Förderschulen unterrichtet.
Schwächen: Wirkliche Schwächen haben die Schulen beziehungsweise das Bildungssystem im Saarland laut dem Chancenspiegel nicht. In den einzelnen Bereichen der Kategorien Durchlässigkeit und Kompetenzförderung bewegt sich das Bundesland immer im Mittelfeld. So hat ein Kind auf einer sozial starken Familie eine dreimal höhere Chance, aufs Gymnasium zu gehen als ein Kind aus einer schwächer gestellten Familie. Das ist unschön, aber immer noch überdurchschnittlich gut. 15,9 Prozent aller Schüler in der Primar- und Sekundarstufe 1 besuchen eine Ganztagsschule (Bundesdurchschnitt: 26,9 Prozent). Ländervergleich: Untere Gruppe. Auch das Verhältnis 1:3,3 beim Wachsel der Schulform (pro Schüler, der von der Real- oder Hauptschule "aufsteigt", wechseln 3,3 Schüler vom Gymnasium auf die Realschule beziehungsweise von Real- zu Hauptschule) liegt noch unterhalb des Bundesdurchschnitts von 1:4,3. Auch im Lesen sind saarländische Schüler aud den vierten und neunten Klassen mittelmäßig.
huGO-BildID: 25450255 ARCHIV - Schüler und Schülerinnen schreiben am 28.02.2012 in einem Gymnasium in Frankfurt am Main ein Diktat. Zu den Ergebnissen der Koalitionsrunde vom Wochenende gehört das Ziel, noch in dieser Wahlperiode eine Grundgesetzänderung zu erreichen, die das Kooperationsverbot von Bund und Ländern in der Bildungspolitik aufhebt. Foto: Frank Rumpenhorst dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

@Carla
DE MUSS das Vorbildungsniveau seiner Schüler erhöhen. Die Bildungsexpansion ist in DE zu langsam. Wer eine Upper Secondarx erfolgreich besteht, gilt sowieso streng genommen als Highschoolabsolvent. Jetzt muss man da auch echte Bildung mit reinkippen, damit die sich weiterqualifizieren können.
viele Firmen nehmen eh nur noch Schüler mit längerem Vorbildungsniveau und über 18. Was soll das Hauptschulniveau für alle?
sind die Deutschen alle nur so schlau wie Hauptschüler? Das sollen aber doch die theoretisch Unbegabten sein. Das sollte man im Ausland lieber nicht erzählen. Das ist das Niveau des dual training laut KMK.

@Carla
langfristig haben Deutsche die mal im Ausland arbeiten wollen das Nachsehen. Sie lernen 3 Jahre, nur ein Jahr wird anerkannt (niedrige Einstufung im EQR) man hätte es wenigstens mit dem HND bzw. associate degree in Stufe 5 stellen müssen, das wäre Minimum angesichts der Ausbildungsdauer von 3-3,5 Jahren.
stattdessen zählt das nur wie ein Crashkurs. Außerdem muss man objektiv urteilen - das hieße, nicht was einige wenige Männer in hinterzimmern willkürlich und subjektiv festlegen (Frauenberufe sind angeblich immer niveauloser genau wie blue collar) sondern die DAUER ist das objektive Kriterium, damit die schnellere Anschlussfähigkeit beim Studium im Ausland gegeben ist.
sonst würden die Deutschen ständig Zeit verlieren ohne Ende. In der Pflege haben in vielen Gegenden schon 80% ein Abitur - also schon die upper secondary besucht, machen dann eine Ausbildung upper secondary erneut -- Doppelung der Qualifikation - gehen sie dann ins Ausland müssen sie ihren bereits gelernten Beruf nachstudieren erneut.
anderswo gilt: einfach 12-13 Jahre Schule, wer das bis zum Ende macht, macht einen tertiären Bildungsgang --- dann kommt Diploma (voll anrechenbar) oder gleich nur Bachelor.
die Krankenschwester gibts auch in Skandinavien nur als Bachelor -- es gibt ein Kurzstudium davor für Pflegehelfer - diese dürfen aber IMMER weiterstudieren und es wird angerechnet.
noch dürfen deutsche Krankenschwestern im Norden arbeiten, steht da aber nachher die niedrige Stufe 4 -- ob sie dann noch gleichwertig sind und gleich als Schwestern arbeiten dürfen?
DE hält von seinen eigenen Ausbildungen sehr wenig. Man denkt immer nur, die eventuell gnädigerweise nach all den Jahrzehnten mit Abitur evtl. gleichzustellen (wobei die in die 5 sollten). Dabei geht es wohl um die Vergleichbarkeit mit den Krankenschwestern anderer Länder. Wen interessiert da das Abitur? Dieser Beruf kommt anderswo erst tertiär als Studium - damit muss man vergleichen.

Carla: die Politik hat einen Fehler gemacht. Sie hat den Akademikermangel nicht richtig verstanden. In meinem Bundesland werden in vollkommen überlaufenen Uni-Fächern mit hohen Arbeitslosigkeitsraten wie Bio die Studienplätze ausgebaut. Man hätte aber die Fachhochschulen ausbauen müssen und dort Berufe ansiedeln müssen, die im Ausland ein Bachelor sind. Das wären z.B. MTA, Nurse, PTA, alle im Bereich public administration, alle BTA und Biolaboranten, Tierarztkrankenschwestern, Zahnmedizinische Schwestern, Rettungsassistenten/Paramedic,Feuerwehr , --- ich weiß nicht, wer noch alles.
Das sind die Bachelors anderswo. Fachhochschulplätze sind auch günstiger als Uni-Plätze. Aber mehr Biologen auszubilden weil man die Akademikerquoten mit anderen Ländern vergleicht macht keinen Sinn! Da bildet man nachher über Bedarf aus.
in den anderen Bereichen hält man die Qualität mit Absicht niedrig, weil man alles auf Hauptschulniveau hält. So gesehen macht man konsequente absichtliche Anpassung nach unten.
man kann doch nicht alle Bürger ewig an die Hauptschule anpassen, während andere die alle ans Abitur/längere Vorbildung anpassen!
Das sieht irgendwann scheiße aus! Die halten die Deutschen irgendwann für dümmer. Polen rühmt sich jetzt schon mit seinen gut ausgebildeten Bürgern im Gegensatz zu Deutschland! Was die konfuzianisch-orientierten Chinesen denken lass ich mal dahingestellt - im Großraum Shanghai studieren 70% der jungen Leute. Lange Schulbildung und danach Studium gilt in vielen Ländern als gut ausgebildete Bevölkerung. Man darf nicht vergessen, dass das andere Kulturen sind. Theorie gilt in anderen Ländern immer mehr als nur Praxis. Außerdem entscheiden dort die Kinder bzw. halt die Nachfrage und wenn es Interessenten für Weddingplanning gibt, dann gibt es halt das Fach Weddingplanning. Die haben volle Berufswahlfreiheit, die dressiert auch keiner auf Berufe oder sortiert die in Schulen für bestimmte Berufe ein.