Bildungsmonitor: Bildungsökonomen loben Sachsen und Thüringen

Bildungsmonitor: Bildungsökonomen loben Sachsen und Thüringen

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Schüler der bilingualen G9 Klasse 5 i am Theodor-Heuss-Gymnasium in Pforzheim.

Sachsen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg haben die leistungsfähigsten Bildungssysteme aller 16 Bundesländer, behauptet der Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

Die Bildungsökonomen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) halten die Bildungssysteme in Sachsen und Thüringen für die leistungsfähigsten aller 16 Bundesländer. Auf den Plätzen folgen Bayern und Baden-Württemberg, heißt es in dem im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellten Bildungsmonitor. Schlusslicht ist Berlin hinter Brandenburg und dem Saarland.

"Sachsen überzeugt mit exzellenten Ergebnissen bei der Förderinfrastruktur, bei der Schulqualität und dem Vermeiden von Bildungsarmut", sagte IW-Forscher Axel Plünnecke. Thüringen stecke viel Geld in die Bildung und überzeuge durch geringe Klassengrößen. Bayern punkte durch ein leistungsstarkes System der beruflichen Bildung, Baden-Württemberg bei der Internationalisierung.

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In Berlin hängt trotz einiger Fortschritte der Bildungserfolg noch immer stärker als anderswo von der sozialen Herkunft ab. Die Schulabbrecherquote liege mit 8,4 Prozent deutlich über dem Bundesschnitt von sechs Prozent. Jeder dritte Neuntklässler verfehle die Mindeststandards in Mathematik.

Der Bildungsmonitor orientiert sich nicht an klassischen Bildungskategorien, sondern an ökonomischen. Er bewertet, wie es bei der INSM heißt, "inwieweit die Bundesländer Bildungsarmut reduzieren, zur Fachkräftesicherung beitragen und Wachstumskräfte stärken."

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Um das Niveau in Deutschland in diesen Kategorien zu heben, fordern die Experten eine Verlagerung der Bildungsinvestitionen in die ersten Lebensjahre, um allen Kindern die gleichen Startchancen zu geben. "Es muss gelingen, die Vererbung schwacher Bildungsbiografien zu durchbrechen", sagte INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr. Er forderte zudem eine leistungsorientierte Vergütung von Pädagogen und die Abschaffung der Verbeamtung. "Nur wer die Möglichkeit hat, in seinem Beruf aufzusteigen, sich weiterzuentwickeln, geht motiviert durch das Berufsleben", sagte Pellengahr. Gestern hatten in Berlin Lehrer gegen die Ungleichbehandlung von Beamten und Angestellten im Schuldienst protestiert.

Pellengahr forderte generell mehr Wettbewerb zwischen den Schulen. Der Staat müsse zwar die Bildungsstandards vorgeben. Die Schulen sollten aber selbst nach dem richtigen Weg suchen, dieses Ziel zu erreichen.

Mit Textanteil von Reuters

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