Bildungspolitik: Was sich durch die Wahl für Studenten ändert

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Bildungspolitik: Was sich durch die Wahl für Studenten ändert

Die Bildungspolitik - allen voran die Hochschulen - hat im Wahlkampf keine Rolle gespielt. Nur bei den Landtagswahlen in Hessen und Bayern ging es auch um Unis und Lehrpläne. Doch je nach Koalition gibt es für Studenten mehr Geld.

Die gute Nachricht vorweg: Egal, wer nachher regiert, die Universitäten bekommen mehr Geld. An der Art der Finanzierung wird sich künftig nichts Wesentliches ändern. So bekommen die Hochschulen jährlich gut vier Milliarden Euro, obwohl Bildung Ländersache ist, was deren Finanzierung miteinschließt. Jedoch sind sowohl CDU, als auch SPD, Linke, Grüne und Piraten dafür, dass weiterhin Bund und Land die Unis finanzieren. Alle Parteien wollen mehr Geld in die Hochschulbildung stecken. Die angekündigten Summen reichen von einer bis gut 60 Milliarden Euro.

Auch beim Bafög sind sich die Parteien so weit einig, dass Studenten mehr Geld bekommen sollen. Nur das wie und wie viel entscheidet sich erst nach der Regierungsbildung: So wollen Linke und Piraten ein elternunabhängiges Bafög, das nicht zurückbezahlt werden muss. Den Piraten schweben 850 Euro monatlich vor, die Linke will die Förderung um zehn Prozent anheben. Auch die Grünen wollen die Förderung anheben - allerdings nur um fünf Prozent. Außerdem soll jeder einen Studierendenzuschuss bekommen, der das Kindergeld ersetzt und nicht zurückgezahlt werden muss.

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Mögliche Regierungen und ihre Auswirkungen auf die Hochschulpolitik

große Koalitionschwarz-grünrot-rot-grün

mehr Bafög

mehr Geld vom Staat für die Unis

mehr Bafög

mehr Geld vom Staat für die Unis

mehr Bafög

mehr Geld vom Staat für die Unis

mehr Masterplätze

Mindestlaufzeiten bei Arbeitsverträgen wissenschaftlicher Mitarbeiter

Frauenquote in der Forschung

geänderte Studienordnung für Bachelorstudenten

Abschaffung des Deutschlandstipendiums

Linke, SPD und Grüne wollen außerdem die Zahl der Masterplätze erhöhen, damit jeder Bachelorstudent auch einen Master machen kann - wenn es geht im Wunschfach. Davon muss nur noch die CDU überzeugt werden. Die sieht nämlich keine Notwendigkeit darin, die Studienplätze zu erhöhen. Auch bei den Arbeitsverträgen der wissenschaftlichen Mitarbeiter an Universitäten sieht die Union keinen Handlungsbedarf. Anders SPD, Grüne und Piraten, die die meist befristeten Verträge mit einer Mindestlaufzeit ausstatten wollen. Außerdem wollen die Parteien mehr Geld für die wissenschaftlichen Mitarbeiter investieren. Genauso uneinig sind die Parteien bei der Bologna-Reform: Während die CDU die Reform positiv bewertet, wollen SPD, Linke, Piraten und Grüne die Studienordnung sowie Studienpläne lockern.

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Zoff gibt es auch bei der Frauenquote und dem Deutschlandstipendium: Darüber, dass zu wenig Frauen in der Wissenschaft tätig sind, ist man sich in Berlin zwar einig. Nur wie daran etwas geändert werden soll, ist noch strittig: Während Linke und Grüne eine 50 Prozent-Quote wollen, fordert die SPD 40 Prozent Frauenanteil, während die CDU auf das Kaskadenmodell setzt. Dabei orientiert sich die Zahl der Professorinnen an der im Fach üblichen Frauenquote: Gibt es in einem Fach beispielsweise 40 Prozent weibliche berufungsfähige wissenschaftliche Mitarbeiter, sollte auch ein 40-Prozent-Anteil bei den Professuren das Ziel sein. Bei dem Stipendium, bei dem Studenten monatlich 150 Euro vom Bund und 150 Euro von Unternehmen bekommen, sind sich Grüne, Linke, SPD und Piraten einig: Das Stipendium ist sozial ungerecht, ein riesen Verwaltungsaufwand und Förderer fänden sich nur für wirtschaftsnahe Studiengänge. Sie sind für eine Abschaffung des gut zwei Jahre alten Stipendiums. Die CDU ist dagegen vom Erfolg überzeugt und möchte das Deutschlandstipendium weiter ausbauen. Die Regierungsbildung bleibt also auch für Studenten spannend.

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