Business Schools: Der MBA wird speziell statt universell

Business Schools: Der MBA wird speziell statt universell

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Spezialisierte Weiterbildung: an vielen Unis möglich.

Spezialisierte MBA-Programme sind der jüngste Trend im Weiterbildungsmarkt. Wie sich die Spezial-MBAs von den klassischen Studiengängen unterscheiden, für wen sie sich lohnen und was es zu beachten gibt.

Im Grunde ist es ein sicherer Job, den Joachim Grofe seit zehn Jahren ausübt. Der 34-Jährige ist Personalmanager bei einem Automobilkonzern in Hamburg. Personaleinstellungen, Entlassungen und Verhandlungen mit dem Betriebsrat gehören zu seinen Aufgaben. Neuerdings vielleicht etwas öfter. Dabei unterstützt ihn aber auch ein Team von acht Mitarbeitern.

Zehn Jahre sind eine lange Zeit. Vielleicht eine zu lange. Irgendwann setzt die Routine ein, man hört auf, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Deshalb suchte Grofe nach einem berufsbegleitenden Studiengang: eine Mischung aus Praxis und Forschung sollte es sein; der Studienplatz sollte außerdem nicht allzu weit weg von seiner Heimat liegen.

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Lange musste er nicht suchen: Seit April 2009 absolviert er einen MBA in „Performance Management“ an der Leuphana Universität in Lüneburg. Dort lernen die Teilnehmer, die Leistung zu verbessern – und zwar sowohl die eigene als auch die ihrer Mitarbeiter. Die Professoren legen „nicht nur Wert auf Zahlen“, sagt die Leiterin Sabine Remdisch, sondern auch auf Unternehmenskultur, Teamentwicklung, Mitarbeiterauswahl und Kundenorientierung. Das hat auch Grofe überzeugt.

Und nicht nur ihn: Das Weiterbildungsangebot besitzt von Beginn an die Akkreditierung der Agentur Fibaa. Das Spezial-Programm ist eines von vielen in Lüneburg: Im Angebot ist auch ein MBA in Nachhaltigkeitsmanagement, bei dem die Teilnehmer lernen, das Image eines Unternehmens zu verbessern. Oder auch ein MBA in Manufacturing Management. Hier werden Führungskräfte auf ihre Aufgaben im Produktionsumfeld von Industrieunternehmen vorbereitet.

Die Leuphana liegt damit voll im Trend: Die Liste der spezialisierten MBA-Programme an Business Schools und Universitäten wird neuerdings immer länger. Die 140 MBA-Anbieter in Deutschland haben bereits Spezialisierungen zu 35 Schwerpunkten im Angebot. Das ergab bereits 2008 eine Studie des Kölner Staufenbiel Instituts. Besonders für die Medizin- und Gesundheitsbranche sowie für Personal-Experten gibt es inzwischen spezialisierte Angebote. Aber auch die Angebote für Consulting und Tourismus-Studiengänge nehmen zu.

Im Ausland gibt es solche Programme schon länger. Seit fünf Jahren bietet die renommierte Haas School of Business im kalifornischen Berkeley einen MBA, der sich an Manager aus der Immobilienwirtschaft richtet. Die HEC School of Management in Paris hat seit dem vergangenen Jahr einen MBA für zukünftige Führungskräfte der Luftfahrtindustrie im Programm, den sie gemeinsam mit der Concordia-Universität in Montréal veranstaltet. Und an der Manchester Business School können sich Experten der Baubranche weiterbilden.

Die Liste der MBA-Spezialisierungen wird auch in Deutschland länger

Die Absolventen hätten durch die spezialisierten Programme gleich zwei Vorteile, sagt der dortige Uni-Chef Nigel Banister: Sie könnten ihren Job weiterhin ausüben, da die Programme berufsbegleitend angeboten werden – und hinterher ihre Karriere beschleunigen.

Dass die Anbieter darin nur Vorteile sehen, liegt jedoch auf der Hand. Für die Studenten entscheidender ist jedoch: Wie unterscheiden sich solche Spezial-MBA-Programme von den klassischen? Und für wen sind sie geeignet, für wen nicht?

Die meisten dieser Studiengänge dauern 18 bis 24 Monate. Häufig pauken die Teilnehmer im ersten Jahr, wie beim normalen MBA auch, klassische Management-Themen wie Rechnungswesen, Marketing oder Finanzierung. Allerdings sind diese Punkte oft schon mit der gewünschten Spezialisierung verknüpft. Wer sich also auf bestimmte Wirtschaftszweige, Funktionen oder Länder konzentrieren will, für den kann einer diese Sonder-MBA durchaus sinnvoll sein.

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