CHE-Studienkredit-Test 2013: Worauf man bei Studienkrediten achten sollte

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CHE-Studienkredit-Test 2013: Worauf man bei Studienkrediten achten sollte

Wie soll ich mein Studium finanzieren? Diese Frage stellen sich viele Studenten, doch durch vielfältige Finanzierungsmöglichkeiten muss sich niemand mehr von einem Hochschulstudium abhalten lassen.

Studieren ist teuer - auch, wenn die Studiengebühren an den staatlichen Hochschulen mittlerweile in fast allen Bundesländern wieder abgeschafft wurden, so müssen doch Semesterbeiträge, Bücher, Internetanschluss, Wohnung und allerlei täglicher Bedarf finanziert werden. Nicht bei jedem können oder wollen die Eltern dies leisten. Für die Finanzierung des Studentenlebens stehen außer Nebenjobs, BAföG oder Stipendien auch zahlreiche Kreditquellen zur Verfügung: Laut dem aktuellen CHE-Studienkredit-Test 2013 stehen in Deutschland insgesamt 850 Millionen Euro für Studienkredite bereit.

Die Anbieter sind ebenso vielfältig, wie ihre Kosten, Risiken oder Bedingungen für Vergabe und Tilgung der Kredite unterschiedlich sind. So gibt es etwa Bildungsfonds, Banken und Sparkassen, staatliche Anbieter wie etwa die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder auch Studentenwerke, die Studienkredite anbieten.

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Vier Typen von Studienkrediten

  • Angebote zur allgemeinen Studienfinanzierung

    Sie zielen auf Lebenshaltungskosten und eventuell anfallende Studiengebühren. Klassische Studienkredite sind hier etwa der KfW-Studienkredit, Angebote von bundesweit tätigen Großbanken, lokale Angebote von Sparkassen oder Volks- und Raiffeisenbanken.

  • Bildungsfonds

    Bei den Bildungsfonds-Konzepten von CareerConcept und Deutsche Bildung handelt es sich um eine Fondsförderung, nicht um einen klassischen Kredit: Anleger kaufen Anteile am Fonds. Aus den Mitteln werden ausgewählte
    Studierende gefördert. Nach Abschluss des Studiums zahlen diese für einen bestimmten Zeitraum einen bestimmten Prozentsatz des Einkommens zurück.

  • Überbrückungs-, Zwischen- und Abschlussfinanzierungskredite

    Diese Darlehen des Bundesverwaltungsamtes, der Studentenwerke sowie der E. W. Kuhlmann-Stiftung dienen dazu, kurz vor dem Examen stehenden Studierenden für eine begrenzte Zeit finanzielle Unterstützung zu gewähren. Sie zeichnen sich durch besonders günstige Zinssätze (teilweise sind sie sogar zinsfrei!) aus.

  • Studienbeitragsdarlehen

    Sie zielen ausschließlich auf eine (Vor-)Finanzierung der Studiengebühren. Zu unterscheiden sind staatlich initiierte Angebote für Studienbeiträge staatlicher Hochschulen (aufgrund der Abschaffung der Studiengebühren in allen Ländern bis 2014 nur noch in Niedersachsen existierend) sowie „maßgeschneiderte“ Finanzierungsangebote für Studiengebühren privater Hochschulen. Viele Studienbeitragsfinanzierungsangebote einzelner Hochschulen sind, ähnlich wie Bildungsfonds, als „Umgekehrter Generationenvertrag“ mit einkommensabhängiger Rückzahlung gestaltet.

Studenten sollten vor der Unterzeichnung eines Kreditvertrags genau prüfen, was sie brauchen und welche Bedingungen etwa für die Rückzahlung gelten, rät Ulrich Müller, Projektleiter beim Centrum für Hochschulentwicklung. Den tatsächlichen persönlichen Bedarf zu kennen, ist dafür unerlässlich. Studierende und die, die es werden wollen, sollten sich in einem ersten Schritt darüber klar werden, ob etwa nur Kosten für Studiengebühren abgedeckt werden sollen, oder ob zusätzlich auch Lebenshaltungskosten durch den Kredit finanziert werden müssen.

Auch die Dauer der Inanspruchnahme ist ein wichtiger Punkt. Braucht man den Kredit nur für eine bestimmte Phase, etwa für Abschlussprüfungen und -arbeit? Oder ist er für den gesamten Studienverlauf nötig? Wer etwa ein Auslandssemester oder einen Hochschulwechsel in Erwägung zieht, für den ist beim Studienkredit nicht nur der Zinssatz entscheidend, sondern auch die Flexibilität, die der Vertrag bietet.

"Bei Studienkrediten ist nicht alles Gold, was glänzt. Interessierte sollten genau prüfen, ob die angebotenen Konditionen zu den individuellen Bedürfnissen passen", so Müller. Auch, wenn es lästig ist, sollten Studenten das Kleingedruckte sehr sorgfältig studieren. Das Augenmerk sollte dabei auf eventuelle K.O.-Kriterien wie Altersgrenzen, Ausschluss von Hochschulwechsel oder Auslandsstudium und dergleichen gerichtet werden. Auch sollte man sich darüber im Klaren sein, was im Falle eines Studienabbruchs geschieht. Bei fast allen Anbietern wird die Auszahlung umgehend gestoppt, bei manchen Anbietern wird sogar der Darlehensbetrag sofort fällig.

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