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Exzellenzinitiative: Große Herausforderung

Exzellenzinitiative: Die elf deutschen Spitzen-Unis stehen fest

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RWTH Quelle: dpa
Die Studenten in Aachen können sich freuen, die RWTH gehört zu den sechs Universitäten, die ihren Titel aus der ersten Förderrunde verteidigt haben. Ihr ist die Förderung weiterhin gewiss Quelle: dpa

Große Herausforderung

Doch der Ehrentitel ist nur ein Teil des Wettbewerbs, wenn auch meist beachtete. Insgesamt 39 Hochschulen werden für ihre Doktorandenprogramme, Forschungsprojekte und die prestigeträchtigen Zukunftskonzepte in den kommenden Jahren rund 2,4 Milliarden Euro erhalten. 39 von 117. Exakt ein Drittel.

Das zeigt: Die Exzellenzinitiative hat aufgeräumt mit der Vorstellung, alle Universitäten in Deutschland seien gleich gut. Der Kampf um die Milliarden hat Kreativität geweckt und Kräfte mobilisiert, die in der einen oder anderen Rektorat verschüttet waren. Tatsächlich schält sich mit den heutigen Ergebnissen ein oberes Drittel der deutschen Universitäten heraus, an denen international relevante Forschung betrieben wird.  

Aber der Elitewettbewerb hat noch mehr geliefert; Wirkungen, die gar nicht bestellt waren. Mit dem KIT, Exzellenz-Status hin oder her, entstand ein Fusionsvorbild  von Hochschule und außeruniversitärem Institut, das Nachahmer finden wird. Und der Bund hat seine Rolle als Geldgeber neben den Bundesländern derart zementiert, dass Bundesdrittmittel absolut unverzichtbar geworden sind. Eine Grundgesetzänderung, die diese De-facto-Bundeshochschulpolitik auf Dauer stellt und kanalisiert, wird damit ebenso unverzichtbar.

Lehre rückt in den Mittelpunkt

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Noch viel wichtiger aber: Nach der Forschung rückt endlich die gute Lehre in den Mittelpunkt der Hochschulpolitik. Die Ergebnisse des Bologna-Prozesses (die Einführung der Bachelor- und Master-Abschlüsse) sind mal besser und mal schlechter als ihr Ruf, aber die Reform als solche ist fast überall akzeptiert. Nun gilt es, die Güte der deutschen Hochschulen in der Breite zu erhalten. Nicht überall mag Weltklasse-Forschung passieren – aber die (Fach-)Hochschulen, TUs und Universitäten hierzulande halten auch in der Provinz ein Lern- und Lehr-Niveau, um das andere Länder die Bundesrepublik beneiden.

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Angesichts der Studentenwelle, die derzeit in die Hörsäle schwappt, ist das die größte Herausforderung, die Bund und Länder in den nächsten Jahren zu bewältigen haben. Und nicht das Prämieren von funkelnder Exzellenz.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 18.06.2012, 16:55 UhrDebattierer

    Lieber wiwo Leser mit Akronym qed

    Wenn es Sie stört, das Martha Nussbaum an die Uni Köln geholt wird, legen Sie ihre Idee, Nussbaums Philosphie besaesse Schwächen, in einem Manuskript dar und schicken es an eine Fachzeitschrift. Vielleicht läd die Uni Köln dann nach der Veröffentlichung Sie ein für ein Semester oder zu einem Streitgespräch.

    Nussbaum selbst hat in den 90-ern zu Judith Butler eine Kritik verfasst und wird für eine Kritik ihres Werks etwas erübrigen.

  • 16.06.2012, 05:11 Uhr qed

    die Universität zu Köln gehört zu den Siegern der zweiten Hochschul-Exzellenzinitiative, unter anderem mit a.r.t.e.s. der philosophischen Fakultät und Martha Nussbaum wird Albertus-Magnus-Professorin 2012.

    In Zeiten des alles dominierenden Kulturmarxismus, in denen man das Gegenteil aller hinausposaunten Verlautbarungen von Politik und Mainstreampresse als wahr ansehen muß, liegt der Verdacht nahe, daß mit Exzellentem heutzutage Ideologie gemeint ist und damit liegt man wohl bei der Nussbaum genau richtig: die Heilslehren Feminismus und Multikulti springen einen im Oevre dieser Wanderprofessorin geradezu an und es ist keine Frage mehr, bei dieser Kür als Hauptgrund das weibliche Geschlechtsteil und die richtige Gesinnung zu vermuten.

    Es steht längst außer Zweifel: Albert Einstein wäre an den durchgegenderten Quotenuniversitäten des Westens bestenfalls eine Lachnummer.
    So etwas nennt man Dekadenz.

  • 16.06.2012, 04:51 Uhrsinnkrise

    schlicht,ein weiterer erfolgreicher dümmlicher versuch wissenschaft
    für die rendite- und eigeninteressen einer kleinen schaar profitorientierter unternehmen und geltungssüchtiger politiker einzuspannen.

    ebenso professoren zu bittstellern degradieren-drittmitteleinwerbung-und ein großteil der studenten mürbe zu machen und auf das zukünftige prekariats- und praktikantendasein vorzubereiten.

    so wird das nix mit wissensgesellschaft,ergebnisoffener forschung und zukünftiger akademischer leistungselite

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