Geschlechterverhältnis: Liebesfrust auf dem Uni-Campus

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Geschlechterverhältnis: Liebesfrust auf dem Uni-Campus

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Liebesfrust an deutschen Unis. Durch ungleiche Geschlechterverhältnisse wird es an vielen Unis schwierig, einen Partner zu finden.

Hörsäle voller Mädchen oder ein reiner Männer-Studiengang? An vielen deutschen Universitäten ist das Geschlechterverhältnis unter der Studenten unausgeglichen.

Mit dem Studium beginnt das Leben – und für so manch Erstsemester auch die Partnersuche. Auf dem Campus nicht nur die entscheidenden beruflichen Weichen zu stellen, sondern nebenbei auch den Partner fürs Leben zu finden, das hoffen viele. Doch nicht überall ist der Anteil von Männern und Frauen ausgeglichen. Hörsäle voller Mädchen oder reine Männerstudiengänge, das ist längst kein Ausnahmezustand mehr.

An der Universität in Passau beispielsweise sind die Mädels in der Überzahl. Männliche Verehrer sind hier Mangelware. Große Auswahl? Von wegen! Im laufenden Wintersemester 2013/14 studieren 1089 Frauen in Passau. Bei einer Gesamtanzahl von 11.316 Studenten macht das einen stolzen Anteil von 63 Prozent aus.

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Dabei sprechen Statistiken für Bayern als Ganzes eine andere Sprache: Dort lag der Anteil der weiblichen Studierenden ein Jahr zuvor, im Wintersemester 2012/13, bei 53 Prozent.

Dass der Mädchen-Überschuss an der Uni Passau offensichtlich einem Verteilungsproblem geschuldet ist, zeigt auch ein Blick an die TU Deggendorf. Dort ist von Frauenpower weit und breit keine Spur. Männerüberschuss ist hier angesagt, was wohl an der technischen Ausrichtung der Uni liegt. Insgesamt sind dort nur 1613 der 4928 Studenten Frauen, also nur knapp 33 Prozent.

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Nach wie vor ist die Geschlechterverteilung dabei fakultätsabhängig. Während in den technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen die Männer das Rennen machen, herrscht beispielsweise in Jura oder BWL ein recht ausgeglichenes Verhältnis. So studieren in Deggendorf etwa 55 Prozent Frauen BWL oder Wirtschaftsinformatik aber nur sieben Prozent sind für Maschinenbau und Mechatronik eingeschrieben.

In geisteswissenschaftlichen Studiengängen dominieren dagegen weiterhin die weiblichen Studenten. Der Frauenanteil liegt dort bei über 70 Prozent. Vor allem Studiengängen wie Grundschullehramt sind mit 92 Prozent Frauenquote ein fast rein weibliche Domäne. Auch Kulturwissenschaft (89 Prozent) und Medien und Kommunikationswissenschaften (76 Prozent) scheinen bei Mädchen besser anzukommen als bei Jungen. Die studieren lieber Informatik oder Internet Computing, wo die Frauenrate oft nicht mehr als zwölf Prozent beträgt.

Auch das Studienbewertungsportal StudyCheck zeigt in einem Studiengang-Ranking: Bei Frauen sind vor allem BWL, Germanistik oder Pädagogik angesagt, Männer studieren - abgesehen von BWL - gerne Maschinenbau, Informatik oder Elektrotechnik.

Boys- und Girls-Days sollen Abhilfe schaffen: Während Männern hier Berufe wie Grundschullehrer, Altenpfleger oder Erzieher schmackhaft gemacht werden sollen, will man die Mädels eher für die sogenannten MINT-Berufe und für technisch ausgerichtete Studiengänge gewinnen.

Dennoch ist das ungleiche Geschlechterverhältnis kein gesamtdeutsches Phänomen. Das zeigt der Blick an die Universität Duisburg-Essen. Dort studierten zum Wintersemester 2012  Männer und Frauen in einem ausgewogenen Verhältnis von 50 zu 50 Prozent miteinander.

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