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Hochschulen: Immer mehr Studenten ohne Abitur

Stifterverband und Centrum für Hochschulentwicklung beklagen Hürden für Studierwillige ohne Abitur. Die Zahlen sind dagegen im vergangenen Jahr deutlich gestiegen.

Sprach- und Kulturwissenschaften

Im Prüfungsjahr 2000 bekamen 80,5 Prozent der Absolventen (ohne Promotionen) die Noten sehr gut oder gut. 2011 waren es schon 88,4 Prozent.

Quelle: destatis

Bild: dapd

Immer mehr Hochschulen in Deutschland bieten Studienmöglichkeiten, die nicht allein die traditionellen Zugangsbedingungen wie die Allgemeine Hochschulreife und die Fachhochschulreife vorschreiben, sondern auch Personen mit Berufsausbildung offenstehen. Rund 4.000 solcher Studiengänge verzeichnet ein Online-Studienführer des CHE (Centrum für Hochschulentwicklung) und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft.

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Und immer mehr Menschen nutzen diese Möglichkeit: Nach aktuellen Berechnungen des CHE ist die Zahl der Studienanfänger ohne Abitur und Fachhochschulreife weiter gestiegen und liegt jetzt bei 12.000 bundesweit - ein neuer Höchststand. Ihr Anteil an allen Studienanfängern in Deutschland beträgt jetzt 2,3 Prozent, was einem Zuwachs von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In Nordrhein-Westfalen, dem Spitzenreiter dieser Entwicklung unter den Bundesländern, sind nunmehr 4,7 Prozent der Studienanfänger ohne Hochschulreife. Dahinter folgen Mecklenburg-Vorpommern, das mit einer Quote von 3,7 und Berlin mit 3,3 Prozent.

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Das CHE sieht diese Entwicklung positiv und fordert, die "Hürden" für Studierwillige ohne Abitur und Fachhochschulreife zu senken. »Die Regelungen in den Bundesländern sind immer noch sehr unterschiedlich und für beruflich Qualifizierte gibt es viel zu wenig Beratungsmöglichkeiten«, sagt Sigrun Nickel, Projektleiterin im CHE, »Im Internet fehlte bislang ein vertieftes Informationsangebot. Das wollten wir ändern«. Deshalb hat das CHE mit finanzieller Unterstützung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft einen Online-Studienführer aufgebaut, der die Rahmenbedingungen in den Bundesländern, umfangreiche Zusatzinformationen und Kontakte zu den richtigen Ansprechpartnern gebündelt zugänglich machen soll. Kooperationspartner dabei sind der Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die Stiftung für Hochschulzulassung »hochschulstart.de« sowie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

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