Hochschulfinanzierung: Spenden sammeln fällt deutschen Unis schwer

Hochschulfinanzierung: Spenden sammeln fällt deutschen Unis schwer

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Eine Studentin lernt in einer Bibliothek an der Humboldt-Universität in Berlin

von Thomas Stölzel

In den USA ist Hochschulfinanzierung durch Alumni-Spenden völlig normal. Deutsche Unis werden zum Großteil noch durch Steuermittel finanziert. Das soll sich zwar ändern, ist jedoch ein schwieriger Weg.

Anders als Privatunis in den USA finanzieren sich deutsche Hochschulen fast ausschließlich aus Steuermitteln. Großspenden sind noch immer selten, obwohl ihre Bedeutung in Zeiten knapper Kassen steigt: Bundesbildungsministerin Annette Schavan will, dass deutsche Universitäten im Jahr 2013 rund 160.000 Stipendien vergeben, die zur Hälfte aus privaten Mitteln finanziert sind. Der Weg ist jedoch noch weit – derzeit sammeln die Unis jährlich etwa 2,5 Millionen Euro, fand das Centrum für Hochschulentwicklung heraus. Zwischen 40 und 60 Prozent der Hochschulen besitzen nicht einmal Mitarbeiter zum Spendensammeln.

Einen Vorteil haben vor allem frühere Bürgeruniversitäten in wohlhabenden Städten wie München, Köln und Frankfurt, da sie häufiger auf bessergestellte Spender zurückgreifen können als solche in der Provinz.

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An ihrem Kapitalstock arbeiten derzeit unter anderem die Unis in Hamburg oder Eichstätt sowie die Humboldt-Universität in Berlin.

Will eine dieser Hochschulen 100 Millionen Euro aus Kapitaleinnahmen generieren, müsste ihr Vermögen jedoch auf mindestens zwei Milliarden Euro steigen. Zum Vergleich: Die Yale-Universität besitzt derzeit Kapital in Höhe von rund 16 Milliarden Dollar.

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