Hochschulranking 2014: Absolute Spitzenreiter

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Hochschulranking 2014: Das sind Deutschlands beste Unis

Absolute Spitzenreiter

Das gilt auch für die TU Berlin: Dort gibt es derzeit zwölf Stiftungsprofessuren – also Lehrstühle, die komplett von einem Unternehmen oder einer industrienahen Stiftung finanziert werden. Partner sind unter anderem der Energiekonzern Vattenfall, die Deutsche Telekom und die Helios Kliniken.

Deutschlands beste Universitäten 2014

  • Platz 10

    Technische Universität Kaiserslautern
    Sie wurde 1970 von der rheinland-pfälzischen Landesregierung gegründet und erhielt eine naturwissenschaftlich-technische Ausrichtung, die sich bis heute bemerkbar macht. Im Fach Maschinenbau schaffte es die TU Kaiserslautern beim diesjährigen Hochschulranking aufs Treppchen. Im Bereich Elektrotechnik wurde sie Fünfte. Die Wirtschaftsingenieure sicherten sich den siebten, die Informatiker den achten Rang.

  • Platz 09

    Technische Universität Berlin
    Die 1879 gegründete TU Berlin schafft es gleich in fünf Fächern unter die ersten Zehn: Platz zwei in den Naturwissenschaften, Rang vier im Wirtschaftsingenieurwesen, Platz fünf in der Informatik. Sechster wurde die TU Berlin in der Elektrotechnik, siebter im Maschinenbau. Insgesamt konnte sich der Hochschulstandort in diesem Jahr deutlich verbessern und in zahlreichen Kategorien aufsteigen.

  • Platz 08

    Universität zu Köln
    Ihre Vorgänger-Uni wurde 1388 als vierte Universität im deutsch-römischen Kaiserreich gegründet. 1798 wurde sie unter napoleonischer Besetzung geschlossen. 1919 wurde sie neu gegründet. Auch 625 Jahre nach ihrer ursprünglichen Gründung ist die Hochschule noch auf dem neusten Stand, wie das Uni-Ranking zeigt. Die Volkswirte der Universität zu Köln schaffen es auf den zweiten Platz. Im Fach BWL reicht es diesmal für den dritten Rang. Unter die ersten Fünf gelangt sie außerdem bei dem Wirtschaftsinformatikern.

  • Platz 07

    Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU München)
    Doch die bayrische Hauptstadt beherbergt noch eine weitere Spitzenuniversität – die LMU München. Schon Konrad Adenauer, Theodor Heuss und Gustav Heinemann studierten hier. Die 1472 gegründete Hochschule zählt zu den renommiertesten Universitäten Deutschlands. Im internationalen Times-Higher-Education-Ranking wurde sie aktuell als beste deutsche Universität ausgezeichnet. Und auch die deutschen Personaler kann sie von sich überzeugen, vor allem in den Wirtschaftswissenschaften. Rang zwei erreicht sie im Fach BWL, in der Volkswirtschaftslehre reicht es für den dritten Rang. Die Bronzemedaille sicherte sich die LMU außerdem in den Naturwissenschaften.

  • Platz 06

    Technische Universität München
    Bereits 1868 gegründet, kann die TU München auf eine fast 150-jährige Geschichte zurückblicken, die von reichlich Erfolgen geprägt ist. So wurden zum Beispiel schon 13 Alumni und Professoren der Universität mit einen Nobelpreis ausgezeichnet. Auch im diesjährigen Hochschul-Ranking der WirtschaftsWoche kann die TU überzeugen. In der Wirtschaftsinformatik belegt sie hinter Darmstadt den zweiten Rang. Platz drei geht an die Informatiker der TU München. Auch im Maschinenbau (5. Platz), in der Elektrotechnik (4. Platz) und den Naturwissenschaften (5. Platz) punktete die bayrische Hochschule.

  • Platz 05

    Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
    Die Bankenstadt Frankfurt am Main bleibt auch im Uni-Ranking 2014 ihrem Image treu und punktet vor allem in den Wirtschaftswissenschaften: Sie siegt in der Volkswirtschaftslehre und schafft es im Fach BWL immerhin auf den fünften Rang. Genauso wie bei den Naturwissenschaften.

  • Platz 04

    Technische Universität Darmstadt
    Hoheitlich ist ebenfalls der Sitz des TU Darmstadt. Wie in Mannheim, beherbergt auch in Darmstadt ein Residenzschloss die Hochschule. Ihr universitärer Status ist allerdings nochmal 30 Jahre jünger als der Mannheimer. Seit 1877 ist sie eine Technische Hochschule, zur Universität wurde sie erst 1997. Getreu ihrem Namen liegen ihre Stärken im technischen Bereich: In der Wirtschaftsinformatik konnte die Universität ihren Sieg aus dem Vorjahr verteidigen. Im Maschinenbau, der Elektrotechnik und dem Wirtschaftsingenieurwesen belegt sie jeweils Rang drei. Platz vier wurde es in der Informatik.

  • Platz 03

    Universität Mannheim
    Junge Universität, alter Sitz. Erst 1967 wurde die Mannheimer Handelshochschule zur Universität erhoben. Die im Barockschloss heimische Hochschule gehört damit zu den jüngeren deutschen Unis. Aufgrund ihrer wirtschaftswissenschaftlichen Ursprünge zeigt sich in diesem Bereich auch die Kompetenz der Universität.
    Im diesjährigen Hochschul-Ranking belegt sie in der Betriebswirtschaftslehre weiterhin den ersten Rang. Im Fach Wirtschaftsinformatik reichte es immerhin für Platz zwei, in der VWL für den vierten Rang. Eine weitere TopTen-Platzierung schaffte sie im Bereich Informatik – Platz sechs.

  • Platz 02

    Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen)
    Obwohl die RWTH Aachen in gleich drei Disziplinen (Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau) ihren Spitzenplatz ans KIT abgeben muss, gehört sie weiterhin zu den Top-Hochschulen Deutschlands. Das ist auch der Anspruch der RWTH Aachen, die als eine der wenigen deutschen Elite-Unis gilt. Mit ihrem Zukunftskonzept „RWTH 2020“ hat sie sich zum Ziel gesetzt, bis zum Ende des Jahrzehnts eine der weltweit besten „integrierten interdisziplinären technischen Hochschulen“ zu werden. Diese Anstrengungen fördert die Bundesregierung mit ihrer Exzellenz-Initiative. Neben den zweiten Plätzen in Informatik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen, konnten die Aachener in Elektrotechnik und den Naturwissenschaften die Konkurrenz hinter sich lassen.

  • Platz 01

    Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
    Die Uni Karlsruhe war die Informatik-Pionierin unter den deutschen Hochschulen. 1969 etablierte sie als erste deutsche Hochschule einen Informatik-Diplomstudiengang. Drei Jahre später entstand in Karlsruhe die erste deutsche Fakultät für Informatik. Das zahlt sich nun aus. In diesem Jahr kann das KIT sowohl in der Informatik als auch im Maschinenbau und im Wirtschaftsingenieurwesen den ersten Rang für sich beanspruchen. Und ist damit in den technischen Studiengängen der absolute Spitzenreiter, sogar vor dem langjährigen Erstplatzierten, der RWTH Aachen. Ihr muss sich das KIT 2014 nur noch in den Fächern Elektrotechnik und Naturwissenschaften geschlagen geben. Dort erreichten die Karlsruher die Plätze zwei und acht.

Einige ausgewählte Studenten, die ein praxisnahes Studium absolvieren, profitieren auch unmittelbar vom finanziellen Engagement der Wirtschaft – etwa über das im Sommersemester 2011 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung eingeführte Deutschlandstipendium, bei dem Studenten, unabhängig von ihrem Einkommen, einen monatlichen Zuschuss in Höhe von 150 Euro von Unternehmen erhalten. Etwas mehr als 21 Millionen Euro stifteten Unternehmen 2013 in diesen Fördertopf, knapp 20.000 Stipendiaten wurden 2013 bedacht, 42 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das KIT konnte im vergangenen Wintersemester 190 dieser Deutschlandstipendien vergeben. An der TU Darmstadt, die im Fach Wirtschaftsinformatik den ersten Platz belegt, waren es im vergangenen Semester sogar 302.

Auch die Vergabe der Drittmittel durch Unternehmen an die Universitäten nimmt zu. Laut Statistischem Bundesamt stieg die Summe für 2012 gegenüber dem Vorjahr um rund zwei Prozent. Insgesamt stellten deutsche Unternehmen vor zwei Jahren rund 1,3 Milliarden Euro für Forschungszwecke zur Verfügung. Absoluter Spitzenreiter ist die RWTH Aachen mit mehr als 67 Millionen Euro, die TU Berlin erhielt im gleichen Jahr mehr als 20 Millionen Euro an Drittmittel aus der gewerblichen Wirtschaft. Und beim KIT, das etwa ein Viertel seines Geldes aus der Industrie erhält, waren das 2012 mehr als 23 Millionen Euro.

„Wir freuen uns, dass es uns gelingt, viele Drittmittel für die Forschung einzuwerben“, sagt Alexander Wanner, Vizepräsident für Lehre am KIT. „Allein mit der staatlichen Grundfinanzierung könnten wir viele Forschungsprojekte nicht anpacken.“

Der Preis der Zusammenarbeit: „Die Unternehmen kalkulieren ihr Engagement genau“, sagt Universum-Manager Lake. „Wenn sie von der Kooperation nicht profitieren, wird die Zusammenarbeit schnell auf den Prüfstand gestellt.“

Startklar: Der angehende Wirtschaftsingenieur Julian Jacob, 26, hat sich mit Kursen für Rhetorik und Unternehmensführung an der TU Berlin auf den Jobeinstieg vorbereitet. Quelle: Andreas Chudowski für WirtschaftsWoche

Startklar: Der angehende Wirtschaftsingenieur Julian Jacob, 26, hat sich mit Kursen für Rhetorik und Unternehmensführung an der TU Berlin auf den Jobeinstieg vorbereitet.

Bild: Andreas Chudowski für WirtschaftsWoche

Längst spielt etwa die Examensnote bei der Beurteilung von Studenten und Universitäten eine nur noch untergeordnete Rolle. Nur knapp über 40 Prozent der befragten Personaler legen ein besonderes Augenmerk darauf. Stattdessen achten sie darauf, wie viele Absolventen sie von der entsprechenden Uni schon eingestellt haben, wie lange sie schon im Unternehmen sind und ob sie Führungsverantwortung übernommen haben. Gefragt sind außerdem Absolventen, die lösungsorientiert und selbstständig arbeiten: Fast 70 Prozent der von Universum befragten Personaler halten Praxiserfahrung für die wichtigste Qualifikation. Nur der Persönlichkeit eines potenziellen Arbeitnehmers wird in den Personalabteilungen noch größere Beachtung geschenkt. Rund 50 Prozent der Personaler ist außerdem lösungsorientiertes Denken wichtig.

Und auch zur Unternehmenskultur sollten die Studenten passen. „Unsere Unternehmenswerte sind bei der Bewerberauswahl entscheidend“, bestätigt etwa Anna-Maria Karl von Daimler. Es ist also hilfreich, wenn Unternehmen die potenziellen Arbeitnehmer schon an der Universität kennenlernen, um sie frühzeitig mit den Werten vertraut zu machen.

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Die Zusammenarbeit mit dem KIT im Rahmen der Lehrveranstaltung Integrierte Produktentwicklung hat für Daimler aber noch einen weiteren Vorteil. Weil die Studenten mit einem anderen Blick als die routinierten Ingenieure an die Projekte herangehen, erarbeiten sie oft unkonventionelle Lösungen. „Uns war es bei diesem Projekt wichtig, unsere eigenen Überlegungen mit der frischen Sicht angehender Ingenieurinnen und Ingenieure anzureichern und so das Portfolio unkonventioneller Ideen zu vergrößern“, sagt Daimler-Bildungsmanagerin Karl.

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