Hochschulranking: Die besten Unis der Welt

Hochschulranking: Die besten Unis der Welt

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Professor Thomas Steitz, Nobelpreis-Träger für Chemie 2009, spricht an der Universität Yale zu Medienvertretern. Die Uni gehört zu den besten der Welt.

von Daniel Rettig

Ein britisches Hochschulmagazin hat erneut die besten Hochschulen der Welt gekürt - USA und England machen die Spitzenplätze unter sich aus. Nur vier deutsche Unis schafften es in die Top 100.

An der Spitze nichts Neues: Harvard, Cambridge und Yale sind auch weiterhin die besten Universitäten der Welt - das jedenfalls geht aus dem aktuellen Ranking des britischen Hochschulmagazins "Times Higher Education" hervor.

Harvard behält seinen Spitzenplatz - dort steht die Hochschule seit dem Jahr 2004. Der Ivy League-Nachbar Yale tauscht mit der britischen Elite-Uni Cambridge die Plätze.

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Auch zehn deutsche Universitäten haben es unter die besten 200 Hochschulen weltweit geschafft, vier davon sogar unter die besten 100: Die TU München (Platz 55), Heidelberg (57), die FU Berlin (94) und die Münchener Ludwig-Maximilians Universität (98). Doch was bedeutet das?

Für die Antwort sind zwei Dinge notwendig: Man muss wissen, wie die Ranglisten zustande kommen – und wie die deutschen Hochschulen in den einzelnen Kategorien im vergangenen Jahr abschnitten. Erst dann ergibt sich ein genaueres Bild. 

Die Tabellen des britischen Hochschulmagazins setzen sich aus insgesamt sechs Kategorien zusammen, die am Ende unterschiedlich in die Bewertung eingehen:- Umfragen unter Wissenschaftlern (40 Prozent der Endnote) und Arbeitgebern (10 Prozent), welche Unis die besten sind- die Zahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen im Verhältnis zur Anzahl der Dozenten (20 Prozent)- das Verhältnis von Studenten und Dozenten (20 Prozent)- der Anteil ausländischen Lehrpersonals (5 Prozent)- der Anteil ausländischer Studierender (5 Prozent)

TU München gehört zu den Spitzen-Unis weltweit

Als deutscher Sieger fühlen darf sich die TU München - nicht nur, weil sie von allen Hochschulen hierzulande im Ranking am besten abschneidet - sondern auch, weil sie im Vergleich zum Vorjahr 23 Plätze nach oben kletterte.

Hauptsächlich dafür verantwortlich: Bei Arbeitgebern schnitt die Uni wesentlich besser ab als im Vorjahr - hier erreichte sie dieses Mal 90 Punkte (2008: 59 Punkte).

Ebenfalls freuen kann sich die FU Berlin - sie schaffte erstmals den Sprung unter die Top 100 (2008: Platz 137). Bedanken darf sie sich vor allem bei ihren Wissenschaftlern - denn zulegen konnte sie besonders im Bereich Zitierungen. Als Verlierer weist das Ranking die Ludwig-Maximilians-Universität in München aus - sie rutschte von Platz 93 auf 98. Daran schuld ist vor allem das schlechtere Betreuungsverhältnis.

Für Wolfgang Hermannn, Präsident der TU München, ist die gute Platzierung seiner Uni „in erster Linie eine erhebliche Verpflichtung, die internationale Positionierung voranzutreiben“. Das sollte für alle deutschen Hochschulen gelten - auch wenn Harvard, Yale und Cambridge noch Lichtjahre entfernt sind.

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