Internationale Forschung: 41 Millionen Euro für nachhaltige Forschung in Afrika

Internationale Forschung: 41 Millionen Euro für nachhaltige Forschung in Afrika

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Kabinett verabschiedet Strategie für globale Wissensgesellschaft.

Die Bundesregierung will die internationale Forschung voran treiben. Dabei geht es sowohl um die Förderung des Austauschs des wissenschaftlichen Nachwuchses, als auch den Ausbau von Forschungsstandorten.

Austausch statt Abschottung: Die Bundesregierung will die internationale Zusammenarbeit bei Bildung und Forschung weiter vorantreiben, um Deutschland für die „globale Wissensgesellschaft“ fit zu machen. Ein entsprechendes Strategiepapier, das einen ersten Impuls von 2008 aufgreift und weiterentwickelt, verabschiedete am Mittwoch das Kabinett in Berlin.

„Wir setzen darauf, dass gerade internationale Aufgeschlossenheit und Kooperation Deutschland als Forschungs- und Innovationsstandort stärken“, erklärte Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU). „Wir leben in einer vernetzen Welt, die Digitalisierung beschleunigt diese Entwicklungen rasant.“ Dies berge „enormes Potenzial - wenn man sie richtig nutzt. Hierfür schaffen wir die Voraussetzungen.“

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Förderung für Forschung und Bildung in der Subsahara

Zu den fünf „handlungsleitenden Zielen“ der Regierung gehört erstmals auch der internationale Ausbau von Berufsbildung und Qualifizierung. Deutschland habe mit seinem dualen Ausbildungssystem von Betrieben und Berufsschulen einen Exportschlager zu bieten, heißt es im Ministerium. Wichtig sei auch, „Schwellen- und Entwicklungsländer verstärkt als Partner (...) einzubinden“. So werde das Ministerium allein dieses Jahr rund 41 Millionen Euro für den Aufbau nachhaltiger Forschungs- und Bildungskapazitäten in Subsahara-Afrika investieren.

Die „Internationalisierungsstrategie“ der Regierung verweist darauf, dass die öffentlichen Bildungsausgaben in Deutschland von 2008 bis 2015 um ein Drittel auf fast 124 Milliarden Euro gestiegen seien. In dieser Legislaturperiode habe der Bund zusätzlich neun Milliarden Euro für Bildung und Forschung bereitgestellt. „Diese Investitionen ermöglichen es Deutschland, auch im globalen Wettbewerb unter den führenden Nationen zu bleiben“, heißt es in dem 110-seitigen Bericht.

Deutschland darf sich nicht abhängen lassen

Mehr als 90 Prozent des globalen Wissens entstehen nach Angaben des Ministeriums außerhalb Deutschlands. „Für Deutschland ist es als Hightech-Standort zentral, in weltweite Wissensflüsse und Wertschöpfungsketten integriert zu sein.“ Zwischen 2009 und 2015 hätten sich die Zuschüsse des Bundesforschungsministeriums für international vernetzte Vorhaben daher mehr als verdoppelt.

Die Regierung betont aber neben wirtschaftlichen Vorteilen auch die Verantwortung Deutschlands in der Welt: „Globale Herausforderungen wie Klimawandel, Gesundheit und Ernährungssicherheit machen nicht an Ländergrenzen halt.“ Nur im Rahmen „gemeinsamer länderübergreifender Anstrengungen auf europäischer und internationaler Ebene“ ließen sich diese Herausforderungen meistern.

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