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Mannheim Business School : Die Investition in den MBA lohnt sich noch immer

von Daniel Rettig

So unterschiedlich MBA-Anwärter auch sind – eine Frage stellen sich alle: Was bringt mir der Titel finanziell? Die WirtschaftsWoche befragte Absolventen der Mannheim Business School nach Kosten und Nutzen – mit deutlichem Ergebnis.

Die Universitätsbibliothek in A3 Quelle: 2008 KuF - Universität Mannheim
Die Universitätsbibliothek in A3 Quelle: 2008 KuF - Universität Mannheim

Erst Handwerker, dann Marketingexperte in einem Dax-Konzern? Zugegeben, ein ungewöhnlicher Weg. In der Regel kommt es auch nicht vor, dass ein ausgebildeter Schreiner im Marketing von BASF anheuert. Michael Brockmann ist die Ausnahme.

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Im Jahr 1997 tauschte er nach der Handwerkerlehre Blaumann gegen Jeans und wechselte auf die Fachhochschule Rosenheim, um dort Ingenieurwesen zu studieren. Danach arbeitete er fünf Jahre bei mittelständischen Unternehmensberatungen, knapp drei Jahre davon in den USA. Dort merkte Brockmann schnell, dass ihm alleine technisches Wissen zur großen Karriere nicht reichen würde – und sattelte 2005 einen MBA an der Mannheim Business School (MBS) oben drauf. Der öffnete ihm schließlich bei BASF Tür und Tor. Ein gewaltiger Sprung für einen früheren Schreiner.

Brockmann weiß, dass er seinen heutigen Job ohne MBA vermutlich nie bekommen hätte. Insofern hat sich die Weiterbildung für ihn gelohnt: „Auch finanziell“, wie er offen zugibt.

Lohnt sich der MBA noch immer?

Aber gilt das auch generell für die vergleichsweise teure Weiterbildung? Die WirtschaftsWoche wollte es genau wissen: Was kostet ein MBA-Studium in Deutschland, und was bekommen die Absolventen dafür – sowohl unmittelbar nach dem Abschluss als auch einige Jahre danach? Oder auf einen Nenner gebracht: Lohnt sich der MBA noch immer?

Auch wenn die Krise die Stimmung auf dem MBA-Markt derzeit drückt – neue Programme werden weiterhin aufgelegt. Allein in Deutschland sind inzwischen rund 250 MBA-Kurse im Angebot.

Klar ist: Wo viel Masse, da wenig Klasse.

Wenn es um angesehene MBA-Studiengänge geht, fallen deutsche Einrichtungen bis auf einige Ausnahmen international bisher kaum auf. Eine davon ist die Mannheim Business School. Als erste deutsche MBA-Schule bekam sie die Akkreditierung von gleich drei renommierten internationalen Organisationen: der amerikanischen AACSB, der britischen Amba sowie der belgischen Equis.

Zum Vergleich: Von den weltweit 4000 Business-Schulen kann nur ein Prozent mit der dreifachen Zertifizierung glänzen.

Die Preise sind gestiegen

Ein wesentlicher Vorteil der Kurstadt ist die hohe Reputation der dortigen BWL-Fakultät, die in allen deutschen Uni-Ranglisten seit vielen Jahren auf den vorderen Plätzen landet. Das weiß auch MBS-Präsident Christian Homburg, der darin einen „klaren und nicht kopierbaren Wettbewerbsvorteil“ sieht. Aber was haben die Studierenden davon?

Um diese Frage zu beantworten, bat die WirtschaftsWoche Absolventen der MBS, die im Jahr 2006 das einjährige Vollzeit-MBA-Studium beendet haben, um Auskunft zu Kosten und Nutzen, ihren jetzigen Positionen und Gehältern. Von den 19 Teilnehmern beteiligten sich 17 an der Umfrage.

Allerdings muss man dabei einräumen, dass die Studiengebühren im Jahr 2005 noch bei 19.500 Euro für zwei Semester lagen. Inzwischen ist der Preis gestiegen: Die MBS verlangt für das Programm derzeit 29.000 Euro.

22 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 18.07.2010, 01:47 UhrAnonymer Benutzer: La Brujita

    Es freut mich, dass das MbA-Thema hier einmela in deutschen Medien sachlich aufgegriffen wird. So schlecht, wie das image des Abschlusses ist, sind deutsche MbA-Studiengänge wie vor allem der Mannheimer bestimmt nicht. Denn kluge, gut ausgebildete Köpfe bruacht die Wirtschaft nun einmal.

  • 20.09.2009, 11:47 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    "Ein bWLer der sich die Zeit zum promovieren nimmt, beweist, dass er zu d ä m l i c h war um das System zu durchschauen und deshalb in der Wirtschaft nichts verloren hat."

    Gern möchte ich hier andeuten, dass es beim Erwerb eines Doktortitels gar nicht darum geht, irgend welchen wissenschaftlichen Aspirationen nachzueifern. beachte: darum kauft man ja Doktortitel, wenn man keine Zeit und Lust hat, sich jahrelang knechten zu lassen.

    Dieses "Knechten" ist jedoch genau das, was die Wirtschaft haben will. Wenn man einen Doktortitel legal erwerben will, muss man sich in der Regel sklavisch unterwerfen. Denn der Doktorvater, in der Regel ein Unternehmer mit Professortitel, nutzt seine Assistenten als billige Arbeitskräfte. Wenn man gut ist, hat man evtl. noch das Problem, dass der Chef seinen liebgewonnenen Sklaven nicht einfach so gehen läßt - und verlängert die Promotionszeit so gut es geht. Etliche meiner Kommilitonen haben sehr darunter gelitten (eine Uni in NRW).

    Fazit: die Wirtschaft will gehorsame Sklaven haben; Dr.Titelträger eignen sich dazu besser als irgend welche intellektuellen Freischärler. Daher sind Dr.Titel so wichtig: sie sind karrierefördernd. Allerdings muss man schon den richtigen "Mindset" haben, um solch eine Karriere überhaupt zu wollen.

  • 19.09.2009, 19:54 UhrAnonymer Benutzer: AN "Profit" :

    (...sich nicht der Mühe unterziehen wollen, eine wissenschaftliche DOKTORARbEiT ...) - also da liegt der "Hase im Pfeffer" !

    Ein bWLer der sich die Zeit zum promovieren nimmt, beweist, dass er zu d ä m l i c h war um das System zu durchschauen und deshalb in der Wirtschaft nichts verloren hat.
    (na ja... es gibt natürlich auch diejenigen, die keinen Job gefunden haben und die Zeit überbrücken wollen...)

    Zwei Jahre (plus?) an der Uni herumhängen um Seminar- und Diplomarbeiten "zu betreuen" und in der Freizeit sich etwas aus den Fingern saugen, das nicht einmal der EiGENE Doktorvater liest ?

    PS
    Es fällt auf, dass hier nur Leute diskutieren, die SELbER keinen MbA/MSc gemacht haben. Und deshalb - was ich niemanden übel nehme - nicht nachvollziehen können, dass das "gegenseitige befruchten" der besten Studenten aus aller Herren Länder schon ein Wert an sich ist !
    MfG

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