MBA: Die Zukunftspläne der Mannheim Business School

MBA: Die Zukunftspläne der Mannheim Business School

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Jens Wüstemann

von Daniel Rettig

Der neue Präsident der Mannheim Business School (MBS), Jens Wüstemann, über die Leistungen seines Vorgängers und die wichtigsten Herausforderungen der Zukunft.

WirtschaftsWoche: Professor Wüstemann, müssen wir Sie um Ihren neuen Job bedauern?

Wüstemann: Warum sollten Sie? Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe.

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Sie treten aber in sehr große Fußstapfen – Christian Homburg, der noch amtierende Präsident der Mannheim Business School, hat sein Amt sehr erfolgreich geführt.

An seinen Verdiensten besteht kein Zweifel: Wir haben als erster und einziger deutscher MBA-Anbieter die Akkreditierung von den drei renommiertesten internationalen Organisationen erhalten. Wir haben uns in Bezug auf Teilnehmerzahlen und die Positionen in internationalen Rankings hervorragend entwickelt. Und unsere wirtschaftliche Situation ist sehr gut.

Setzen diese Erfolge Sie nicht enorm unter Druck?

Ich sehe das als Ansporn, zumal ich ja nicht ins kalte Wasser springe. Ich bin schon seit Jahren als Akademischer Direktor für zwei Studiengänge verantwortlich – zum einen für das Executive-MBA-Programm, das wir gemeinsam mit der französischen Essec Business School anbieten, zum anderen für den Master für Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Außerdem habe ich als Mitglied des MBS-Präsidiums seit Beginn unsere Strategie mitgeprägt.

Die Mannheimer BWL-Fakultät ist personell und organisatorisch eng mit der MBS verflochten, dort wird es bald einen hauptamtlichen Dekan geben: Jürgen Schneider, ehemaliger Finanzvorstand des Baukonzerns Bilfinger Berger. Brauchen Sie einen Aufpasser?

Sicher nicht. Wir sind stolz, dass wir einen so prominenten und erfahrenen Manager für diese Position gewinnen konnten. Die Aufgaben zwischen uns beiden sind klar aufgeteilt.

Wie denn?

Jürgen Schneider wird das Gesicht der Fakultät werden. Er wird vor allem seine engen Beziehungen zu Unternehmen und internationale Kontakte einbringen. Ich werde das Gesicht der Mannheim Business School sein, mit Verantwortung für die MBA-Programme, die spezialisierten Master-Studiengänge, den Bereich Executive Education und unsere Strategie. Klar ist aber, dass wir eng zusammenarbeiten werden.

Beim Gehalt macht Jürgen Schneider sicher Abstriche im Vergleich zu seinem früheren Vorstandsposten.

Das müssen Sie ihn selbst fragen. Er wird sicher nicht Dekan, um Geld zu verdienen, sondern weil ihm als Mannheimer Alumnus die Zukunft von Universität und auch der Business School am Herzen liegen.

Um das Image des MBA steht es derzeit nicht zum Besten. Kritiker werfen der Weiterbildung vor, Manager falsch ausgebildet zu haben und eine Mitschuld an der Finanzkrise zu tragen. Wie wollen Sie das ramponierte Ansehen retten?

Die Mehrheit dieser Anschuldigungen ist pauschal und schlichtweg falsch. Keine Business School und auch nicht die MBA-Ausbildung tragen für sich genommen die Schuld an der Krise. Gleichwohl gibt es berechtigte Kritik, der wir uns auch jederzeit stellen. Ich bin aber davon überzeugt, dass Mannheim hier lange vor der Krise viele Weichen richtig gestellt hat.

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